{"id":33875,"date":"2025-04-15T12:44:10","date_gmt":"2025-04-15T12:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/33875\/"},"modified":"2025-04-15T12:44:10","modified_gmt":"2025-04-15T12:44:10","slug":"eu-parlamentarier-sehen-eher-rueckschritte-beim-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/33875\/","title":{"rendered":"EU-Parlamentarier sehen eher R\u00fcckschritte beim Klimaschutz"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 15.04.2025 14:05 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>2024 war das w\u00e4rmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Europa. Angesichts des Copernicus-Klimareports kritisieren EU-Parlamentarier die Politik der Br\u00fcsseler Kommission. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/thomas-spickhofen-106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Thomas Spickhofen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/thomas-spickhofen-110.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u201eAlarmierend\u201c nennt Peter Liese, umweltpolitischer Sprecher der Christdemokraten im EU-Parlament, die Erkenntnisse von Copernicus. Europa habe ein echtes Problem mit dem Klimawandel, und das sei auch in diesem Fr\u00fchjahr deutlich zu sp\u00fcren. Nicht nur in Deutschland sei es au\u00dfergew\u00f6hnlich trocken, in Osteuropa sei das noch schlimmer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd doch scheint der Kampf gegen den Klimawandel auf europ\u00e4ischer Ebene zuletzt in den Hintergrund ger\u00fcckt zu sein. Der Krieg in der Ukraine, Sicherheit und Wettbewerbsf\u00e4higkeit, das sind die pr\u00e4genden Debatten, w\u00e4hrend wichtige Elemente des Green Deals von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen unter die R\u00e4der geraten sind. Die Emissionsziele f\u00fcr Neuwagen zum Beispiel wurden gestreckt, die so genannten Flottengrenzwerte, Kontrollen in der Agrarwirtschaft gelockert. Nicht alle Beschl\u00fcsse des Green Deals waren wirksamer Klimaschutz, erkl\u00e4rt Liese.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeiner Ansicht nach hat die EU viel unn\u00f6tigen Ballast. Wenn die Gemeinschaft dauerhaft erfolgreich sein wolle und auch ein Vorbild f\u00fcr andere L\u00e4nder, dann m\u00fcsse dieser Ballast jetzt abgeworfen werden. Die Klimaziele sollten aber unbedingt erreicht werden.<\/p>\n<p>    Wettbewerbsf\u00e4higkeit nicht gegen Klimaschutz ausspielen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas sei schon richtig, stimmt Timo W\u00f6lken von der SPD zu. Da, wo Europa zu streng gewesen sei und die eigene Industrie zerst\u00f6rt werde, m\u00fcsse man nachjustieren. Aber, so kritisiert er, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit d\u00fcrfe nicht als Totschlagargument benutzt werden. &#8222;Wenn ich jetzt immer wieder h\u00f6re, wir d\u00fcrfen die Wettbewerbsf\u00e4higkeit nicht verlieren, dann bedeutet das f\u00fcr mich, dass da eins gegen das andere ausgespielt wird&#8220;, so W\u00f6lken. Das sei falsch, denn seiner Ansicht nach liegt in einer dekarbonisierten Wirtschaft auch ein wahnsinniges Potential f\u00fcr die europ\u00e4ische Industrie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn vielen Bereichen w\u00fcrden auf europ\u00e4ischer Ebene gerade mehr R\u00fcckschritte als Fortschritte gemacht, findet W\u00f6lken. Dabei geht es f\u00fcr den Sozialdemokraten auch um eine weltweite Vorreiterrolle Europas im Klimaschutz. Europa m\u00fcsse international glaubw\u00fcrdig bleiben, denn es sei klar, dass die internationale Gemeinschaft diese Menschheitsaufgabe nur gemeinsam l\u00f6sen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>    Klimaziel f\u00fcr 2040 weiter unklar<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nImmer noch offen ist zum Beispiel, welches konkrete Klimaziel sich die EU f\u00fcr 2040 setzt. Bis 2050 soll die Klimaneutralit\u00e4t erreicht sein, bis 2030 die Treibhausgasemissionen auf 55 Prozent gegen\u00fcber dem Stand von 1990 sinken. Aber der Zwischenschritt f\u00fcr 2040 ist umstritten: 90 Prozent? Etwas mehr, etwas weniger? Auf jeden Fall m\u00fcsse es jetzt schnell gehen damit, fordert Christdemokrat Liese, die Welt warte auf Europa.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;China und Indien werden sich nicht bewegen, wenn wir uns nicht festlegen.&#8220; Da ist sich Liese sicher. Und da kommt es seiner Einsch\u00e4tzung nach nicht darauf an, ob die EU zwei oder drei Prozent mehr auf den Tisch legt. Europa sollte ambitioniert sein, aber auch gleichzeitig realistisch. Wichtig ist: &#8222;Wir m\u00fcssen jetzt deutlich vor der Klimakonferenz in Bel\u00e9m in Brasilien ein Ziel auf den Tisch legen.&#8220;<\/p>\n<p>    Gr\u00fcne sehen R\u00fcckschritt in der Klimapolitik<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr Michael Bloss von den Gr\u00fcnen ist der Copernicus-Bericht ein Beleg daf\u00fcr, dass Europa noch nicht das Tempo aufgenommen hat, das es braucht. Der Bericht zeige, dass Europa sich beeilen m\u00fcsse. Es m\u00fcsse mehr Tempo her, nicht weniger. Der Politik stellt er ein Armutszeugnis aus, weil sie nicht gen\u00fcgend darauf reagiere.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEr sieht sowohl in Europa wie auch im Koalitionsvertrag der mutma\u00dflichen neuen Bundesregierung R\u00fcckschritte in der Klimapolitik. Vor dem Hintergrund des Copernicus-Berichts sei das geradezu absurd, so Bloss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 15.04.2025 14:05 Uhr 2024 war das w\u00e4rmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Europa. 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