{"id":338847,"date":"2025-08-12T12:06:19","date_gmt":"2025-08-12T12:06:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/338847\/"},"modified":"2025-08-12T12:06:19","modified_gmt":"2025-08-12T12:06:19","slug":"gleichstand-zwischen-fit-und-koloskopie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/338847\/","title":{"rendered":"Gleichstand zwischen FIT und Koloskopie"},"content":{"rendered":"<p>Darmkrebs fr\u00fch erkennen \u2013 welches Screening ist am besten? Eine Studie aus Spanien vergleicht die Koloskopie mit dem f\u00e4kalen immunologischen Test. Das Ergebnis: Beide Verfahren schneiden bei der Reduktion der Sterblichkeit gleich gut ab \u2013 mit gr\u00f6\u00dferer Akzeptanz f\u00fcr den FIT.<\/p>\n<p>Einige <strong>Krebserkrankungen<\/strong> kann man in Fr\u00fchstadien, andere sogar in Vorstadien erkennen. Das gilt z.\u2009B\u2009. f\u00fcr kolorektale Karzinome: Endoskopisch lassen sich manifeste Karzinome, aber auch riskante Adenome beurteilen und entfernen. Eine andere Methode zur Fr\u00fcherkennung ist der <strong>f\u00e4kale immunologische Test<\/strong> (FIT), der okkultes Blut im Stuhl nachweisen kann. Er wird ab dem 50.\u00a0Lebensjahr empfohlen, auch ohne spezifischen Krankheitsverdacht. Der Test ist die niedrigschwellige Screening-Alternative zur Koloskopie.<\/p>\n<p>Eine Gruppe um Prof. Dr. Antoni Castells von der Abteilung f\u00fcr Gastroenterologie an der Universit\u00e4tsklinik Barcelona hat gemeinsam mit <strong>15 gastroenterologischen Zentren<\/strong> in Spanien untersucht, ob der FIT dem Koloskopiescreening hinsichtlich des Mortalit\u00e4tsrisikos unterlegen ist.<\/p>\n<p>Insgesamt wurden gut 57.000\u00a0Personen der Allgemeinbev\u00f6lkerung zwischen 50 und 69\u00a0Jahren angeschrieben und nach dem Zufallsprinzip zu einer Koloskopie oder zu einem FIT eingeladen. Ausschlusskriterien waren Adenome, <strong>chronisch-entz\u00fcndliche Darmerkrankungen<\/strong> und weitere Komorbidit\u00e4ten sowie Kolorektalkarzinome in der Vorgeschichte oder in der Familie. Das Studiendesign erlaubte ein Crossover \u2013 das hei\u00dft, man durfte zu dem eigentlich nicht vorgesehenen Verfahren switchen. Das nahmen einige in Anspruch: Letztlich erfolgte bei knapp <strong>31,8\u2009%<\/strong> der Teilnehmenden eine Koloskopie und bei knapp 40\u2009% ein FIT.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigen nicht nur, dass nach Einladung zu einem Screening mehr Menschen einen FIT wahrnehmen als eine <strong>Koloskopie<\/strong>. Sie demonstrieren auch, dass er nicht unterlegen ist: Die Sterblichkeit durch ein kolorektales Malignom (der prim\u00e4re Endpunkt) ergab keine Unterschiede. In der Endoskopiegruppe betrug sie nach zehn Jahren 0,22\u2009% (55\u00a0Todesf\u00e4lle), in der FIT-Gruppe 0,24\u2009% (60\u00a0Todesf\u00e4lle).<\/p>\n<p>Weitere Nachuntersuchung ist bereits fest vorgesehen<\/p>\n<p>Auch die Inzidenz f\u00fcr <strong>Kolorektalkarzinome<\/strong> und die Gesamtmortalit\u00e4t unterschied sich nicht. Allerdings stellen zehn Jahre f\u00fcr Darmkrebs eine relativ kurze Nachbeobachtungszeit dar; das Autorenteam plant daher noch ein weiteres Follow-up nach 15 Jahren.<\/p>\n<p>Dr. Michael Bretthauer und Dr. Mette Kalager von der Clinical Effectiveness Research Group in Oslo bezeichnen die Studie in einem Kommentar als wegweisend. Die Ergebnisse helfen ihrer Meinung nach den Versorgenden, der <strong>Gesundheitspolitik<\/strong> sowie Patientinnen und Patienten bei der Entscheidung, welcher Screeningtest der passende ist.<\/p>\n<p class=\"small\">Quelle: 1.Castells A et al. Lancet 2025; 405: 1231-1239; <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(25)00145-X\/abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">doi: 10.1016\/S0140-6736(25)00145-X<\/a><br \/>2.Bretthauer M, Kalagar M. Lancet 2025; 405: 1204-1206;\u00a0<br \/>doi: 10.1016\/S0140-6736(25)00288-0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Darmkrebs fr\u00fch erkennen \u2013 welches Screening ist am besten? 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