{"id":339147,"date":"2025-08-12T14:49:12","date_gmt":"2025-08-12T14:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/339147\/"},"modified":"2025-08-12T14:49:12","modified_gmt":"2025-08-12T14:49:12","slug":"australien-apple-und-google-wegen-wettbewerbsverstoessen-verurteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/339147\/","title":{"rendered":"Australien: Apple und Google wegen Wettbewerbsverst\u00f6\u00dfen verurteilt"},"content":{"rendered":"<p>Auch wenn Apple sich <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/500-Millionen-Euro-Strafe-Apple-legt-Berufung-gegen-DMA-Gebuehr-ein-10476924.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wiederholt \u00fcber das Vorgehen Europas bei der Regulierung von Tech-Unternehmen irritiert zeigte<\/a>, sieht sich der iPhone-Hersteller doch in anderen Teilen der Erde ebenfalls Eingriffen in seine Gesch\u00e4ftspolitik ausgesetzt. In Australien hat jetzt ein Gericht Apple und seinen Mitbewerber Google wegen Marktmissbrauchs verurteilt. Lachender Dritter ist der Spielehersteller Epic Games. Das Unternehmen von Tim Sweeney k\u00fcndigte an, bald auch in Australien <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Alternativer-App-Store-Epic-Games-Store-bislang-29-Millionen-Mal-installiert-10256350.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit seinem alternativen App Store an den Start<\/a> zu gehen. Dies teilte das Unternehmen <a href=\"https:\/\/x.com\/EpicNewsroom\/status\/1955159081259258112\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">auf X mit<\/a>. Bislang existiert dieser Store nur im Gebiet der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n<p>Die Entscheidung eines Bundesgerichts k\u00f6nnte f\u00fcr die Herausgeber der Smartphonebetriebssysteme iOS und Android aber noch viel empfindlichere Auswirkungen haben. Millionen von Verbrauchern und Entwicklern k\u00f6nnen nun Schadensersatz in H\u00f6he von mehreren Hundert Millionen Dollar fordern. Richter Jonathan Beach stellte in seinem Urteil fest, dass beide Tech-Konzerne gegen Abschnitt 46 des australischen Wettbewerbs- und Verbrauchergesetzes versto\u00dfen haben, indem sie ihre Marktmacht missbrauchten, um den Wettbewerb zu beschr\u00e4nken. Die Entscheidung ebnet den Weg f\u00fcr Sammelklagen, die 15 Millionen Verbraucher und 150.000 App-Entwickler vertreten.<\/p>\n<p>Rechtsstreit begann im Jahr 2020<\/p>\n<p>Die Klagen, angef\u00fchrt von den Anwaltskanzleien Phi Finney McDonald und Maurice Blackburn sowie dem Fortnite-Entwickler Epic Games, warfen Apple und Google vor, illegale Monopole im App-Verkauf zu betreiben. Beide Unternehmen h\u00e4tten durch das Verbot oder die starke Behinderung alternativer Stores und Websites Entwickler dazu gezwungen, ihre Bezahlplattformen zu nutzen, die zwischen 15 und 30 Prozent der Verkaufserl\u00f6se als Geb\u00fchren einbehielten. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Streit-um-Fortnite-Apple-wird-Epics-Kartellklage-in-Australien-nicht-los-6133833.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Rechtsstreit begann im Jahr 2020<\/a>, als Fortnite aus den App Stores von Google und Apple entfernt wurde, nachdem Epic Games ein eigenes In-App-Bezahlsystem eingef\u00fchrt hatte, um die Provisionen der Tech-Riesen zu umgehen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Apple sein App Store-System als geschlossenes \u00d6kosystem betreibt, verfolgt Google mit Android einen offeneren Ansatz. Nutzer k\u00f6nnen theoretisch mehrere App Stores verwenden und Apps direkt von Websites herunterladen. Dennoch stellte das Gericht fest, dass Google durch restriktive Vertr\u00e4ge und die Kontrolle \u00fcber das Android-\u00d6kosystem \u00e4hnlich wettbewerbssch\u00e4digend agierte.<\/p>\n<p>Sicherheit entkr\u00e4ftet nicht die Wettbewerbsnachteile<\/p>\n<p>Richter Beach wies auch Apples Argument zur\u00fcck, die Beschr\u00e4nkungen in iOS dienten ausschlie\u00dflich Sicherheitsbedenken: &#8222;Die Tatsache, dass Apple dieses zentrale App-Vertriebssystem zum Schutz der Sicherheit eingef\u00fchrt hat, bedeutet nicht, dass nicht auch ein erheblicher wettbewerbswidriger Zweck vorliegt\u201d, <a href=\"https:\/\/www.abc.net.au\/news\/2025-08-12\/epic-games-fortnite-v-apple-google-federal-court-case\/105641794\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">zitierte ihn der australische Fernsehsender ABC<\/a>.<\/p>\n<p>Ein Vertreter der Kl\u00e4ger sch\u00e4tzt die m\u00f6glichen Entsch\u00e4digungszahlungen auf &#8222;wahrscheinlich Hunderte Millionen Dollar&#8220;. Die genaue Summe wird in einer separaten Anh\u00f6rung bestimmt. Verbrauchersch\u00fctzer und Anw\u00e4lte erwarten, dass das Urteil erhebliche Auswirkungen auf den Betrieb digitaler Plattformen in Australien haben k\u00f6nnte, mit m\u00f6glichen Folgen wie niedrigeren Preisen, verst\u00e4rktem Wettbewerb und mehr Innovation. Zus\u00e4tzlich wird in Australien schon l\u00e4nger \u00fcber eine st\u00e4rkere Regulierung der Techkonzerne diskutiert.<\/p>\n<p>Apple sagte in einer Stellungnahme gegen\u00fcber der australischen ABC, dass das Unternehmen die Ablehnung einiger Vorw\u00fcrfe von Epic durch das australische Gericht begr\u00fc\u00dfe. Jedoch sei Apple mit der Entscheidung des Gerichts zu anderen Anspr\u00fcchen \u00fcberhaupt nicht einverstanden.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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