{"id":339438,"date":"2025-08-12T17:25:12","date_gmt":"2025-08-12T17:25:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/339438\/"},"modified":"2025-08-12T17:25:12","modified_gmt":"2025-08-12T17:25:12","slug":"italo-pop-revival-deutsches-dolce-far-niente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/339438\/","title":{"rendered":"Italo-Pop-Revival: Deutsches dolce far niente"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Pastellfarben, viel Amore und ein eing\u00e4ngiger Viervierteltakt. Inmitten von Plattenbauten f\u00fchlt sich der Sommerabend in der Arena \u201eG\u00e4rten der Welt\u201c weniger nach Berlin-Marzahn an, eher nach TV-Auftritt von Al Bano und Romina Power. Zwischen Bianchi-Trikots und Italien-Flaggen betreten stattdessen Roy Bianco &amp; Die Abbrunzati Boys die B\u00fchne.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Im wei\u00dfen Zweireiher lobt S\u00e4nger Roy Bianco die heile Welt von Italo-Schlagern, \u201ewo das Gute immer gut bleibt\u201c. Das Publikum: wirkt weniger nach Fernsehshow, sondern ist eher jung und hip. Sp\u00e4testens bei \u201eBella Napoli\u201c ist aus dem Schlagerstrudel ein Moshpit geworden und dieser ist nicht mehr zu stoppen. \u201eQuanto costa die Liebe zu dir?\u201c, singt die Band, ihre Tifosi gr\u00f6len und man sp\u00fcrt kurz, wie das eigene Herz Azzurro schl\u00e4gt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Ja, die junge M\u00fcnchner\/Augsburger Band Roy Bianco &amp; Die Abbrunzati Boys, die sich laut fiktionaler Biografie bereits in den 80ern in Italien gegr\u00fcndet hat, ist eine Persiflage auf genau diese Zeit und Stars wie G.\u2005G. Anderson. Trotz aller Selbstironie schwingt dann doch eine gewisse glaubw\u00fcrdige nostalgische Begeisterung f\u00fcr ein Urlaubsitalien mit, die extrem gut ankommt.<\/p>\n<p>      Italo-Hype in der Musikwelt<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">La Dolce Vita liegt wieder im Trend. Nicht nur der zuckers\u00fc\u00dfe Italo-Schlager zieht. Von Italo-Disco bis Italo-Pop, von Aperol Spritz bis Steinofenpizza und alte Maradona-SSC-\u00adNeapel-Fu\u00dfball-Trikots als Must-have. Der Italo-Hype kulminiert wohl im Ph\u00e4nomen Roy Bianco &amp; Die Abbrunzati Boys, doch er beherrscht schon seit langem die deutschsprachige Musikwelt.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Spaghetti aglio-olio, Dicka, ich f\u00fchl\u2019 mich grandissimo<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n            Ski Aggu<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"6\">Vermutlich beginnt der Trend neueren Datums 2014 mit der \u00f6sterreichischen Band <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neues-Album-von-Wanda\/!5236192\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wanda<\/a> und ihrem Deb\u00fctalbum \u201eAmore\u201c. Mittlerweile kennt wohl jeder die romantische Geschichte, die Tante Ceccarelli damals in Bologna erlebt hat. 2023 nimmt dann der Berliner Peter Fox seinen Song \u201eToscana Fanboys\u201c zusammen mit Italo-Legende Adriano Celentano auf. Und sogar die Berliner Party-Rap-Nervens\u00e4ge Ski Aggu widmet seine neueste Single d<a href=\"https:\/\/taz.de\/Musik-Subkultur-in-Palermo\/!5972479\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">er sizilianischen Stadt Palermo<\/a>: \u201eSpaghetti \u00adaglio-olio, Dicka, ich f\u00fchl\u2019 mich grandissimo\u201c. Hilfe!<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Italianit\u00e0 erlebt ihr zigstes Revival. Und man fragt sich: Was ist da los in der deutschsprachigen Musik? Wie kommt es, dass dolce far niente wieder en vogue ist? Woher r\u00fchrt dieser wiederkehrende Trend f\u00fcr italienische Musik und \u00c4sthetik? Und ist das, was hier ankommt, \u00fcberhaupt noch italienisch?<\/p>\n<p>      Roy Bianco und den Abbrunzati Boys<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"9\">Ein Gespr\u00e4ch mit Roy Bianco und den Abbrunzati Boys ist \u2013 da sie gerade touren \u2013 leider nicht m\u00f6glich. Daf\u00fcr aber mit Francesco Wilking. Der Deutsch-Italienier \u00fcbersetzt f\u00fcr sein Bandprojekt Crucchi Gang seit f\u00fcnf Jahren deutschsprachige Popsongs ins Italienische, sowohl sprachlich als auch musikalisch und hat damit \u201ezuf\u00e4llig eine Art Feeling getroffen\u201c. Crucchi [krukki] bedeute \u00fcbersetzt so viel wie \u201eKackdeutsche\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"10\">Zuletzt sind seine Fassung von \u201eEmanuela (Giu Le Mani)\u201c in der Interpretation von Fettes Brot und \u201eFilosofo\u201c von Dilla erschienen, die italienischen Coverversionen werden von den deutschen K\u00fcnstlern selbst eingespielt. Die Idee stammt von Charlotte Goltermann, die mittlerweile Managerin des Projekts ist. \u201eAm Anfang hielt ich es f\u00fcr eine Schnapsidee\u201c, lacht Wilking. Dann habe er angefangen, \u201eBungalow\u201c von Bilderbuch zu \u00fcbersetzen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"11\">\u201eWar total geil, die Kulturen zu verbinden, indem man einen Song so covert, dass es Italo-Pop sein k\u00f6nnte.\u201c Die italienische Fassung von \u201eBungalow\u201c k\u00f6nne \u2013 von der Melodie, der Rhythmik, der Thematik \u2013 <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Vw4jOClp4ww\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">auch ein Lied von Lucio Battisti aus dem Jahr 1975<\/a> sein. \u201eNimmt man bei Wandas \u201eBologna\u201c den Text weg, w\u00fcrde man gar nicht an Italien denken. Das ist nicht konkret italienische Musik, sie haben einfach eine italienische Geschichte erz\u00e4hlt und das Album \u201aAmore\u2018 betitelt\u201c, sagt er.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"12\">Laut Wilking w\u00fcrde das einfach eine andere Art von Italiensehnsucht bespielen \u2013 nach etwas, das es tats\u00e4chlich nicht wirklich gibt, mit dem realen Alltagsleben in Italien hat es nichts zu tun.<\/p>\n<p>      Urlaub, Eis und Zitronen<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-18\" pos=\"14\">Die \u00c4sthetik luftiger Anz\u00fcge gepaart mit \u00f6ligem Italo-Charme kommt heute wieder unglaublich gut an. Auch bei Leuten, die vermutlich bisher kaum \u00fcber den Brenner nach S\u00fcden gefahren sind. \u201eDas ist einfach ein Social-Media-Trend\u201c, glaubt Wilking. \u201eWir kokettieren auch mit Urlaub, Eis und Zitronen. Aber wir versuchen trotzdem, die Pizza nicht mit Gouda zu belegen\u201c, sagt er. Also weg von den \u201ePizza-Pop-Klassikern\u201c \u00e0 la Giovanni Zarrella, hin zur wahrhaftigen italienischen Musik.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-19\" pos=\"15\">Dann schw\u00e4rmt Wilking von der <a href=\"https:\/\/taz.de\/Roisin-Murphy-ueber-Ersatzfamilien\/!5009011\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201emusica leggera\u201c, Easy Listening der 60er-Jahre, von S\u00e4ngerinnen wie Mina<\/a> oder Ornella Vanoni, von den ganz gro\u00dfen Popsongs, \u201ebei denen im Refrain ein Streicherhimmel aufgeht\u201c, von tiefgr\u00fcndigen Cantautori wie Gino Paoli oder Lucio Dalla. Und sogar \u201eBello e impossibile\u201c, ein Song von Rockr\u00f6hre Gianna Nannini z\u00e4hlt er dazu. \u201eMusica leggera hei\u00dft einfach leichte Musik\u201c, erkl\u00e4rt Wilking. \u201eDas hat was Eskapistisches. Und kann trotzdem tiefgr\u00fcndig sein.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-20\" pos=\"16\">Vielleicht ist es ja gerade das, was den Italienern besser gelingt: sich den Problemen bewusst zu sein, und trotzdem das Leben zu genie\u00dfen? Etwas, was sich die Deutschen immer herbeisehnen, aber in ihrer \u201eZuerst die Arbeit, dann das Vergn\u00fcgen\u201c-Attit\u00fcde nur schwer schaffen. \u201eWas man von den Italienerinnen und Italienern lernen kann, ist, das Unwichtige wahnsinnig wichtig zu nehmen\u201c, sagt Eric Pfeil, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Italienisches-Musikfestival-San-Remo\/!6069855\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Experte f\u00fcr Italo-Pop, der das Festival di Sanremo liebt<\/a> und selbst das deutsch gesungene Italo-Pop-Lied <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YbZSaXFmSeA&amp;list=RDYbZSaXFmSeA&amp;start_radio=1\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eRadio Gelato\u201c<\/a> komponiert hat.<\/p>\n<p>Platten<\/p>\n<p class=\"bodytext first paragraph\"><strong>Roy Bianco &amp; Die Abbrunzati Boys:<\/strong> KULT, Electrola, 2024<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last\"><strong>Italomania:<\/strong> Compilation Vol. 3, Toy Tonics, 2025<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-22\" pos=\"17\">In den vergangenen Jahren sind von Pfeil zwei musikalische Italien-Reisef\u00fchrer erschienen, und er hat sich selbst nicht ganz zu unrecht als <a href=\"https:\/\/taz.de\/Autor-ueber-Italo-Pop\/!6024386\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eBotschafter eines differenzierteren Italienbildes\u201c bezeichnet<\/a>.<\/p>\n<p>      Musica leggera \u2013 leichte Musik<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-24\" pos=\"19\">Was f\u00fcr den K\u00f6lner Autor und Musiker die Gr\u00f6\u00dfe von Musica leggera ausmacht, ist, dass sie \u201etiefgr\u00fcndig und seicht zugleich sein kann\u201c. Guter Italo-Pop, das ist Pathos, extremer Melodizismus und gekonntes Grenz\u00fcberschreiten. \u201eItalienisch ist vor allem die singbarste Sprache der Welt. Sie haben die Oper, die Canzone napoletana\u201c, sagt Pfeil. \u201eUnd jeder versteht, was f\u00fcr ein Drama hinter dem Wort Amore steckt.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-25\" pos=\"20\">Aber da gebe es noch das \u201eTouristenmen\u00fc\u201c \u2013 die deutschen Schlagerstars der 1980er mit \u201eBetriebsfeierausstrahlung und einem Pils\u00adatem, den man durch den Fernseher riechen konnte\u201c, genau jene Atmosph\u00e4re, welche Roy \u00adBianco &amp; Die Abbrunzati Boys parodierten. Und f\u00fcr die Italiener unter Trash laufe. Ein \u201eTouristenmen\u00fc\u201c, das die rechtsgerichtete Meloni-Regierung \u00fcbrigens gerne st\u00e4rker auftischen m\u00f6chte, um die Marke \u201eItalia\u201c zu reetablieren, die Toto Cutugno 1983 mit seinem Hit \u201eL&#8217;italiano\u201c wohl eher versehentlich hat anklingen lassen: Kunst, Kultur, \u00c4sthetik, Sommer.<\/p>\n<p>      \u201eSich br\u00e4unen, aber im Solarium.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-27\" pos=\"22\">In Deutschland scheint sie immer wieder zu funktionieren, die niederschwellige Ann\u00e4herung an Bella Italia. Der Berliner DJ und Elektronikproduzent Mathias Modica nennt es: \u201eSich br\u00e4unen, aber im Solarium.\u201c Auch er ist Deutsch-Italiener und hat mit seinem Dancefloor-Label Toy Tonics vor Kurzem den dritten Teil der Compilation-Serie ver\u00f6ffentlicht. Italo-Disco-Sound mit einer italienischen Handgeste auf dem Cover, gr\u00fcn auf rot. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Geschichte-des-Italo-Disco\/!5954685\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Es ist seine Antwort auf ein weiteres Revival: Italo-Disco.<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-28\" pos=\"23\">Man k\u00f6nnte es als ein schnelles Touristenmen\u00fc bezeichnen, das die italienische Musik\u00adindustrie ab Ende der 70er servierte: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kulturgeschichte-des-Italo-House-Sounds\/!5783193\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">elektronische Tanzmusik, mit viel Leichtigkeit, Synthesizer, holprigen englischen Texten, Drum-Machines, Urlaubsfeeling und guter Laune<\/a>. Simpelst produzierte, tanzbare Songs wie \u201eSelf Control\u201c von Raf gelten als Vorl\u00e4ufer der elektronischen Popmusik der 90er-Jahre. Wobei: \u201eDen Begriff Italo-Disco hat ein Deutscher erfunden, kein Italiener\u201c, erkl\u00e4rt Modica.<\/p>\n<p class=\"typo-teaser-text mgt-xsmall\">\nWir w\u00fcrden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden,<br \/>\nob Sie dieses Element auch sehen wollen:\n<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-07-um-23.58.07-1.png\" alt=\"K\u00fcnstlerin Dilla am Studiomikrofon\" loading=\"lazy\" title=\"K\u00fcnstlerin Dilla am Studiomikrofon\" height=\"1200\" type=\"image\/png\"\/><\/p>\n<p>K\u00fcnstlerin Dilla am Studiomikrofon<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-30\" pos=\"24\">Eines der ber\u00fchmtesten Italo-Disco St\u00fccke sei wohl \u201eVamos a la playa\u201c von Righeira. \u201e<a href=\"https:\/\/taz.de\/Album-von-DJ-Koze-Mit-der-Gondel-ins-Klanggebirge\/!6080202\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Da geht es um eine Atombombenexplosion, klingt aber wie der leichteste Strand-Song ever<\/a>\u201c, sagt er. Auch hier ergeben Leichtigkeit, Komplexit\u00e4t und etwas Exzentrik wieder die Formel f\u00fcr italienische Popmusik, obwohl der Text Spanisch ist.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-31\" pos=\"25\">Und Modica schw\u00e4rmt ebenfalls von den italienischen Singer-Songwritern der 1960er: \u201eF\u00fcr die eher k\u00fchlen Teutonen mit protestantischer Pr\u00e4gung hat das erst mal was Befremdliches \u2013 Leidenschaft und die Ausarbeitung des Details im Essen, in der Kunst, im Kirchenbau.\u201c Und doch lieben sie es.<\/p>\n<p>      Hochgerollte Karottenjeans der 80er<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-33\" pos=\"27\">Italo-Disco, in Italien bel\u00e4chelt, brachte in den 80ern erst mal Geld. \u201eWenn man Den Harrow, der nicht mal selber gesungen hat, auf Italienisch ausspricht, klingt es nach Denaro, also Geld\u201c, lacht Modica. In Deutschland tanzt man nun wieder in den Clubs zu den italienischen Beats. \u201eEs ist wirklich grotesk, wenn deutsche DJs sich italienische Alias-Namen geben und <a href=\"https:\/\/amillionsteps.velasca.com\/en\/1980s-the-paninari-style-of-milan\/\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">auf 80er-Jahre-Paninari-Style<\/a> mit hochgerollten Karottenjeans machen\u201c, sagt Modica, der sich beim Auflegen Kapote nennt. Er will es anders machen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-34\" pos=\"28\">Am Samstagabend im <a href=\"https:\/\/taz.de\/Clubsterben-in-Berlin\/!6027065\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oxi-Club in Berlin-Friedrichshain<\/a> ist die Stimmung ausgelassen, man bewegt sich im Rhythmus disco-funkiger Beats. Ab und zu eine Synthie-Melodieeinlage auf Italienisch. Der Laden ist voll, der Schwei\u00df tropft von der Decke. Das ist die mittlerweile kultige Partyreihe, die Toy Tonics einmal im Monat veranstaltet: \u201eItalomania\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-35\" pos=\"29\"><a href=\"https:\/\/taz.de\/Weite-Felder-mit-Wildwuchs\/!5758475\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Modica<\/a> nennt die Stilrichtung Italian Disco \u2013 DJs legen Disco-Tracks mit italienischen Vocals auf. Hauptsache tanzbar. Sie bringen wieder ein bisschen mehr Dolce Vita nach Berlin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Pastellfarben, viel Amore und ein eing\u00e4ngiger Viervierteltakt. 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