{"id":339590,"date":"2025-08-12T18:47:10","date_gmt":"2025-08-12T18:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/339590\/"},"modified":"2025-08-12T18:47:10","modified_gmt":"2025-08-12T18:47:10","slug":"schadet-bildschirmzeit-der-herzgesundheit-heranwachsender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/339590\/","title":{"rendered":"Schadet Bildschirmzeit der Herzgesundheit Heranwachsender?"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Bildschirmzeit von Kindern und Jugendlichen w\u00e4chst. Das zeigte vor kurzem erneut <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/en\/publications\/how-s-life-for-children-in-the-digital-age_0854b900-en.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \"> eine\u00a0neue Studie der OECD.<\/a>\u00a0Deutschland z\u00e4hlt demnach zu den Spitzenreitern. Forscher warnen: S<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/gesellschaft\/zu-viel-am-handy-gedaddel-gefaehrdet-die-psychische-gesundheit-von-kindern-109286761\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">chlechter Schlaf, Depressionen, ein ungesundes K\u00f6rperbild oder Einsamkeit<\/a> k\u00f6nnten die Folgen sein. Nun verweist eine Studie aus D\u00e4nemark auf ein weiteres m\u00f6gliches Problem: Demnach k\u00f6nnte viel Bildschirmzeit \u2013 also vor dem Fernseher, Computer oder Handy \u2013 m\u00f6glicherweise auch die Grundlagen legen f\u00fcr sp\u00e4tere Herz-Kreislauf- oder Stoffwechsel-Erkrankungen. Das berichtet eine Gruppe um den Kinderarzt <a href=\"https:\/\/www.ahajournals.org\/doi\/10.1161\/JAHA.125.041486\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">David Horner von der Universit\u00e4t Kopenhagen im Journal of the American Heart Association.<\/a>\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n     Das Team hatte Daten von zwei verschiedenen d\u00e4nischen Gruppen mit insgesamt mehr als 1.000 Heranwachsenden ausgewertet, deren M\u00fctter an einer Asthma-Studie teilgenommen hatten. Dabei flossen zum einen Daten von 18-J\u00e4hrigen aus dem Jahr 2000 ein, zum anderen von Zehnj\u00e4hrigen aus dem Jahr 2010. In der j\u00fcngeren Gruppe wurde die Bildschirmzeit im Alter von 6 und sp\u00e4ter im Alter von 10 Jahren abgefragt \u2013 die Angaben zur Bildschirmzeit beruhten in dieser Gruppe auf der Einsch\u00e4tzung der M\u00fctter. Die Kinder und Jugendlichen wurden au\u00dferdem auf Risikofaktoren f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht.\n  <\/p>\n<p>            \u201eBegrenzen der Bildschirmzeit sch\u00fctzt m\u00f6glicherweise die Gesundheit\u201c <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Analyse der Daten darauf hin, dass viel Bildschirmzeit sowohl bei den Kindern als auch bei den jungen Erwachsenen mit einer Zunahme von Risikofaktoren f\u00fcr sp\u00e4tere Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen verbunden ist. Dieses ermittelte das Team unter anderem aus Blutdruck, verschiedenen Cholesterinwerten im Blut, der Insulinresistenz und dem Taillenumfang. \u201eDas Begrenzen der Bildschirmzeit in Kindheit und Jugend sch\u00fctzt m\u00f6glicherweise langfristig die Gesundheit von Herz und Stoffwechsel\u201c, wird Erstautor Horner in einer Mitteilung der Zeitschrift zitiert. \u201eUnsere Studie liefert Belege daf\u00fcr, dass diese Verbindung schon fr\u00fch beginnt.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Ein besonders wichtiger Faktor ist der Schlaf <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der individuelle Zusammenhang ist allerdings in den beiden Datens\u00e4tzen nicht sehr hoch. \u201eDie Ver\u00e4nderung pro zus\u00e4tzliche Stunde ist klein, aber wenn sich die Bildschirmzeit auf drei, f\u00fcnf oder sechs Stunden pro Tag anh\u00e4uft, wie wir dies bei vielen Heranwachsenden gesehen haben, summiert sich das\u201c, erl\u00e4utert Horner. \u201eUnd wenn man das auf eine ganze Population von Kindern \u00fcbertr\u00e4gt, sieht man eine bedeutende Ver\u00e4nderung des Herz-Stoffwechsel-Risikos, das sich ins Erwachsenenalter fortsetzen k\u00f6nnte.\u201c Ein besonders wichtiger Faktor sei dabei der Schlaf, betont das Team. Demnach ist sowohl eine kurze Schlafdauer als auch ein sp\u00e4ter Schlaf mit einem erh\u00f6hten Risiko verbunden. Anders formuliert: Bei gleicher Bildschirmzeit waren Kinder und Jugendliche, die wenig schliefen, st\u00e4rker von Risikofaktoren betroffen. Etwa 12 Prozent des gefundenen erh\u00f6hten Risikos gehen demnach auf das Konto von Schlafmangel und sp\u00e4tem Schlaf.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Allerdings zeigt die Studie lediglich eine Verbindung auf, nicht unbedingt einen kausalen Zusammenhang, wie Renate Oberhoffer vom Lehrstuhl f\u00fcr Pr\u00e4ventive P\u00e4diatrie der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM) sagt. Doch dieser gefundene Zusammenhang klinge durchaus plausibel. Der TUM-Epidemiologe Sebastian Freilinger erg\u00e4nzt, die Effektst\u00e4rke pro zus\u00e4tzlicher Stunde Bildschirmzeit sei pro Kind zwar nicht sehr gro\u00df gewesen, auf Populationsebene sei die Wirkung aber durchaus sehr relevant. Und wenn weitere, etwa genetisch bedingte Risikofaktoren hinzuk\u00e4men, k\u00f6nnten die Folgen auch f\u00fcr einzelne Menschen im Erwachsenenalter durchaus betr\u00e4chtlich sein.\n  <\/p>\n<p>            \u201eDer Schlaf deutlich vor Mitternacht ist der bessere Schlaf\u201c <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eine Rolle spiele dabei die Passivit\u00e4t vor dem Bildschirm, sagt Oberhoffer. Wenn man sich jeden Tag \u00fcber Stunden nicht bewege, steige das sp\u00e4tere Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Inzwischen habe mit der Verbreitung von Smartphones die Bildschirmzeit bei Heranwachsenden wohl noch zugenommen, vermuten die beiden Fachleute. Oberhoffer, Expertin f\u00fcr kardiovaskul\u00e4re Erkrankungen, r\u00e4t zu ausreichend und auch zu fr\u00fchem Schlaf. \u201eDer Schlaf deutlich vor Mitternacht ist der bessere Schlaf\u201c, betont sie. Dies gelte insbesondere f\u00fcr junge Menschen in der Wachstumsphase. Dies empfiehlt Eltern auch die Kardiologin Amanda Marma Perak von der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago, die ebenfalls nicht an der Studie beteiligt war: \u201eWenn sich eine Beschr\u00e4nkung der Bildschirmzeit schwierig anf\u00fchlt, kann man damit anfangen, die Bildschirmzeit nach vorn zu verlegen, und sich darauf zu konzentrieren, fr\u00fcher ins Bett zu kommen und l\u00e4nger dort zu bleiben.\u201c Zudem sollten Erwachsene mit gutem Beispiel vorangehen, so Perak. \u201eWir alle nutzen Bildschirme, daher ist es wichtig, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu einem gesunden Gebrauch anzuleiten.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/gesellschaft\/jugend-deutsche-15-jaehrige-sind-besonders-oft-am-bildschirm-109059095\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Durchschnittlich verbringen 15-J\u00e4hrige in Deutschland laut OECD-Bericht circa 48 Stunden w\u00f6chentlich an diversen Bildschirmen.<\/a> Das entspricht etwa sieben Stunden Bildschirmzeit pro Tag.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    (Walter Willems, dpa)\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Bildschirmzeit<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Computer<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Deutschland<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bildschirmzeit von Kindern und Jugendlichen w\u00e4chst. 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