{"id":340044,"date":"2025-08-12T22:57:21","date_gmt":"2025-08-12T22:57:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340044\/"},"modified":"2025-08-12T22:57:21","modified_gmt":"2025-08-12T22:57:21","slug":"evolutionsbiologie-trifft-wirtschaftswissenschaften-zur-verbesserung-nachhaltiger-ressourcennutzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340044\/","title":{"rendered":"Evolutionsbiologie trifft Wirtschaftswissenschaften zur Verbesserung nachhaltiger Ressourcennutzung"},"content":{"rendered":"<p>Noch bis Mittwoch, 13. August, findet die Tagung \u201e\u00d6kologie, Evolution &amp; Wirtschaft\u201c am Deutschen Zentrum f\u00fcr integrative Biodiversit\u00e4tsforschung (iDiv) in Leipzig statt. Das gemeinsam vom Graduiertenkolleg (GRK) Translationale Evolutionsforschung (TransEvo) an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel (CAU) und dem GRK Economics of Connected Natural Commons (ECO-N) an der Universit\u00e4t Leipzig organisierte Treffen beleuchtet die enge Verzahnung von Strategien zur Bewahrung nat\u00fcrlicher Ressourcen aus der Evolutionsforschung wie auch aus den Wirtschaftswissenschaften. Rund 60 Teilnehmende, darunter vor allem Promovierende des Kieler GRK TransEvo, stellen ihre Forschungsprojekte aus einem weiten Spektrum der Evolutionsbiologie, \u00d6kologie wie auch der Wirtschaftswissenschaften vor. Mehrere Workshops und Vortr\u00e4ge richten dabei den Blick auf umwelt\u00f6konomische Aspekte, etwa das optimale Management nat\u00fcrlicher Ressourcen wie zum Beispiel Fischbest\u00e4nde und die wirtschaftlichen Hintergr\u00fcnde bei der Bek\u00e4mpfung der Antibiotika-Krise.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Translationale Evolutionsforschung und \u00d6konomie<\/p>\n<p>Im GRK TransEvo im Rahmen des CAU-Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science (KLS) werden seit 2020 Promovierende in der angewandten Evolutionsforschung ausgebildet und entwickeln in ihren Dissertationen neuartige Ans\u00e4tze, die zur L\u00f6sung gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Medizin und Landwirtschaft beitragen sollen. Dabei geht es zum Beispiel um Artensterben durch \u00dcberfischung, antibiotikaresistente Krankheitserreger oder die Resistenzevolution im Pflanzenbau. Ein zentraler Aspekt dieser Problemstellungen ist h\u00e4ufig das wirtschaftliche Nutzungsinteresse an nat\u00fcrlichen Ressourcen, das nach einem nachhaltigen Management verlangt.<\/p>\n<p>\u201eAn dieser Schnittstelle suchen wir gezielt nach einem intensiven Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, die diese wirtschaftliche Perspektive vertreten. Mit dem Leipziger Graduiertenkolleg haben wir eine ideale Partnerinstitution gefunden, um die evolutionsbiologische mit der \u00f6konomischen Sichtweise zu verkn\u00fcpfen und so effektiver die Herausforderungen bei der Nutzung nat\u00fcrlicher Gemeing\u00fcter angehen zu k\u00f6nnen\u201c, betont die Evolutionsbiologin Professorin Olivia Roth, Vize-Sprecherin des GRK-TransEvo an der CAU und Organisatorin der Tagung in Leipzig.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Enge Zusammenarbeit der Graduiertenkollegs in Kiel und Leipzig<\/p>\n<p>Die Tagung am Leipziger iDiv bildet einen wichtigen Baustein dieser Zusammenarbeit: Seit dem vergangenen Jahr arbeitet das GRK ECO-N an der Entwicklung nachhaltiger Nutzungskonzepte nat\u00fcrlicher Gemeing\u00fcter. Dabei konzentrieren sich die Promovierenden an der Uni Leipzig auf die wirtschaftliche Komponente der zentralen Problemstellungen, die ihre Kolleginnen und Kollegen an der CAU aus der evolutionsbiologischen Perspektive bearbeiten.<\/p>\n<p>\u201eDie komplexen Wechselwirkungen aus wirtschaftlichen Anspr\u00fcchen, dem Verhalten des Menschen und nat\u00fcrlichen Ressourcen erforschen wir in Leipzig und wollen unseren Promovierenden eine grundlegende Nachhaltigkeitsperspektive in ihren individuellen Arbeitsfeldern vermitteln\u201c, sagt der Umwelt\u00f6konom Professor Martin Quaas von der Uni Leipzig und dem iDiv, der das GRK ECO-N leitet. \u201eDie Kooperation mit unseren Partnerinnen und Partnern in Kiel ist dabei f\u00fcr uns besonders wertvoll, weil sie unsere interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit mit den Naturwissenschaften st\u00e4rkt und mittelfristig zur Entwicklung darauf basierender, integrierter Modelle f\u00fcr die Nutzung nat\u00fcrlicher Ressourcen f\u00fchren kann\u201c, so Quaas weiter.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Evolution\u00e4re und wirtschaftliche Perspektiven verbinden<\/p>\n<p>Die insgesamt rund 20 Vortr\u00e4ge und verschiedenen Workshops und Diskussionsforen an drei Konferenztagen sollen neben dem Austausch \u00fcber die verschiedenen Forschungsans\u00e4tze insbesondere die Verbindung der wirtschaftlichen und biologischen Herangehensweisen f\u00f6rdern. Einerseits erlangen die Teilnehmenden dabei ein besseres Verst\u00e4ndnis der vom Menschen beeinflussten Selektionsprozesse in nat\u00fcrlichen Systemen und lernen dar\u00fcber verschiedene evolution\u00e4re Probleml\u00f6sungsstrategien kennen &#8211; etwa zur Vermeidung von Resistenzen bei der Antibiotikagabe oder in der Tumortherapie, der Einfluss der Fischerei auf Fischbest\u00e4nde oder nachhaltige Schutzma\u00dfnahmen gegen\u00fcber landwirtschaftlich relevanten Pflanzensch\u00e4dlingen.<\/p>\n<p>Andererseits vermittelt das Meeting Einblicke in die im GRK ECO-N bearbeiteten Konzepte zur nachhaltigen Nutzung nat\u00fcrlicher Gemeing\u00fcter, die \u00fcber privatwirtschaftliche Interessen oder staatliche Regulierung hinausgehen. Dabei geht es zum Beispiel um Ans\u00e4tzen, die Nutzungsgruppen die Freiheit lassen, ihre eigenen Governance-Systeme zu entwickeln. Dies kann sowohl wirtschaftlichen Wohlstand als auch Nachhaltigkeit verbessern und unter den Gesichtspunkten der wirtschaftlichen Effizienz und der Verteilungsgerechtigkeit viele Verbesserungspotenzial bieten &#8211; insbesondere auch auf den Anwendungsfeldern, die im Mittelpunkt der Kieler Evolutionsforschung stehen.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Tagung markiert den erfolgreichen Auftakt zu einer zukunftsweisenden Zusammenarbeit mit unseren Leipziger Partnerinnen und Partnern, die f\u00fcr weitere Fortschritte in der evolutionsbiologisch und \u00f6konomisch optimierten nachhaltigen Ressourcennutzung sorgen wird\u201c, fasst Professor Hinrich Schulenburg, Sprecher des GRK-TransEvo, zusammen. Insbesondere die in Kiel angestrebten L\u00f6sungsstrategien auf den Gebieten der Evolutionsmedizin, im Umweltschutz oder in der Landwirtschaft, w\u00fcrden von dieser interdisziplin\u00e4ren Kooperation stark profitieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Noch bis Mittwoch, 13. 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