{"id":340308,"date":"2025-08-13T01:18:13","date_gmt":"2025-08-13T01:18:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340308\/"},"modified":"2025-08-13T01:18:13","modified_gmt":"2025-08-13T01:18:13","slug":"liveblog-bundespolitik-merz-ruft-die-parteispitze-ins-kanzleramt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340308\/","title":{"rendered":"Liveblog Bundespolitik: Merz ruft die Parteispitze ins Kanzleramt"},"content":{"rendered":"<p>Aus der SPD kommt erste Kritik an dem von Kanzler Friedrich Merz (CDU) angek\u00fcndigten Teilstopp von Waffenlieferungen an Israel. Eine <strong>Schw\u00e4chung der Verteidigungsf\u00e4higkeit Israels sei inakzeptabel<\/strong> und \u201ein vielerlei Hinsicht politisch naiv\u201c, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Markus T\u00f6ns der \u201eBild\u201c-Zeitung vom Dienstag. \u201eBei aller berechtigten Kritik an Netanjahu und der humanit\u00e4ren Lage in Gaza wird bei dem Beschluss der Bundesregierung die Ursache des Konflikts ausgeblendet.\u201c<\/p>\n<p>Der israelische Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu sei zwar \u201ein keiner Weise vertrauensw\u00fcrdig, aber wir sollten <strong>viel mehr die kritischen Stimmen in Israel st\u00e4rken\u201c.<\/strong> T\u00f6ns kritisierte zudem seine Partei, die hinter dem teilweisen Waffenstopp steht: \u201eWie erkl\u00e4re ich meinen j\u00fcdischen Freunden die Haltung der SPD?\u201c, fragte er in der \u201eBild\u201c.\u00a0<\/p>\n<p>Merz hatte am Freitag angek\u00fcndigt, es w\u00fcrden \u201ebis auf Weiteres keine Ausfuhren von R\u00fcstungsg\u00fctern\u201c mehr an Israel genehmigt, \u201edie im Gazastreifen zum Einsatz kommen k\u00f6nnen\u201c. Damit reagierte der Kanzler auf einen vom israelischen Sicherheitskabinett gebilligten <strong>Plan, den Milit\u00e4reinsatz im Gazastreifen auszuweiten<\/strong> und dabei die Kontrolle \u00fcber die Stadt Gaza zu \u00fcbernehmen.\u00a0<\/p>\n<p>An der Entscheidung hatte es <strong>innerhalb der Union Kritik<\/strong> gegeben und auch den Vorwurf, Merz habe seinen Schritt nicht vorab mit Partei und Fraktion besprochen. Aus der SPD erhielt der Bundeskanzler allerdings R\u00fcckendeckung: Von \u201eeiner richtigen Entscheidung\u201c sprach beispielsweise der Vize-Kanzler und SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil. \u00d6ffentliche Kritik am neuen Israel-Kurs der Koalition war aus der 120 Abgeordneten starken SPD-Bundestagsfraktion bislang nicht zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung erhielt Merz derweil auch von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU). \u201eInnerhalb Europas ist die Bundesregierung, insbesondere Friedrich Merz, <strong>der treueste Israel-Freund von allen\u201c,<\/strong> sagte Weimer den Funke-Zeitungen vom Dienstag. Merz habe \u201ediesen Kurs der Loyalit\u00e4t gehalten\u201c. Der Staatsminister betonte: \u201eDass es nun in einem Detail der R\u00fcstungsexporte diese Entscheidung gegeben hat, halte ich f\u00fcr legitim.\u201c<\/p>\n<p>\u201eL\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig\u201c nannte den Schritt am Dienstag die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner. Dieser reiche jedoch \u201ebei weitem nicht aus\u201c, sagte sie den Sendern RTL und ntv. Notwendig seien \u201eein richtiger Waffenstopp, keine weiteren Waffen in dieses Kriegsgebiet\u201c, eine Anerkennung Pal\u00e4stinas als Staat und Sanktionen gegen Minister aus dem Kabinett Netanjahu. \u201eWenn israelische Minister sagen, sie wollen ein Land und die Menschen ausl\u00f6schen und aushungern, dann <strong>ist das ein Kriegsverbrechen<\/strong> und dann m\u00fcssen wir diese Minister auch sanktionieren\u201c, erg\u00e4nzte Schwerdtner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Aus der SPD kommt erste Kritik an dem von Kanzler Friedrich Merz (CDU) angek\u00fcndigten Teilstopp von Waffenlieferungen an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":340309,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-340308","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115018826085579335","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/340308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=340308"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/340308\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/340309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=340308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=340308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=340308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}