{"id":340470,"date":"2025-08-13T02:52:12","date_gmt":"2025-08-13T02:52:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340470\/"},"modified":"2025-08-13T02:52:12","modified_gmt":"2025-08-13T02:52:12","slug":"einzigartige-aufnahme-bild-eines-kosmischen-jets-enthuellt-das-auge-von-sauron","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340470\/","title":{"rendered":"Einzigartige Aufnahme: Bild eines kosmischen Jets enth\u00fcllt das &#8222;Auge von Sauron&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>        Einzigartige Aufnahme<br \/>\n      Bild eines kosmischen Jets enth\u00fcllt das &#8222;Auge von Sauron&#8220;<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Was Astronomen mithilfe eines besonderen Teleskopsystems sichtbar gemacht haben, l\u00e4sst sie selbst fast sprachlos zur\u00fcck. Die Aufnahme eines Plasmastrahls erinnert an eine finstere Macht.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg is-initial\">Astronomen haben das Bild eines direkt auf die Erde gerichteten kosmischen Jets aufgenommen \u2013 also eines hei\u00dfen Plasmastrahls, der sich mit ann\u00e4hernd Lichtgeschwindigkeit \u00fcber riesige Entfernungen erstreckt. Das &#8222;Auge des Sauron&#8220; \u2013 benannt nach der finsteren Macht im Buch &#8222;Der Herr der Ringe&#8220; \u2013 stammt von dem grob zehn Milliarden von Lichtjahren entfernten Blazar PKS 1424+240. Blazare sind aktive Galaxienkerne, die von einem supermassereichen Schwarzen Loch angetrieben werden und einen Plasmastrahl mit beinahe Lichtgeschwindigkeit aussto\u00dfen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">PKS 1424+240 gilt als hellstes Objekt am Himmel, das Neutrinos \u2013 also elektrisch neutrale Elementarteilen mit sehr geringer Masse \u2013 ausst\u00f6\u00dft. Er strahlt au\u00dferdem in sehr energiereicher Gammastrahlung, die etwa auch beim Zerfall radioaktiver Atomkerne entsteht. Kurioserweise schien sich sein Plasmastrahl aber nur langsam zu bewegen. Dies widersprach den Erwartungen, dass nur die schnellsten Jets solch intensive hochenergetische Emissionen erzeugen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">&#8222;Wir haben noch nie etwas Vergleichbares gesehen&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Mithilfe des Very Long Baseline Array (VLBA) \u2013 einem spezialisierten Teleskopsystem \u2013 erstellte ein Team um Yuri Kovalev vom Bonner Max-Planck-Institut f\u00fcr Radioastronomie (MPIfR) ein detailliertes Bild dieses Jets mit der bislang besten Aufl\u00f6sung, wie die Wissenschaftler im Fachjournal &#8222;Astronomy &amp; Astrophysics Letters&#8220;\u00a0berichten. Das VLBA besteht aus zehn jeweils 25 Meter gro\u00dfen Antennen, die \u00fcber die gesamten USA verteilt sind, einschlie\u00dflich Hawaii und der Jungferninseln.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">&#8222;Als wir das Bild rekonstruierten, sah es wirklich atemberaubend aus&#8220;, wird Kovalev in einer Mitteilung seines Instituts zitiert. &#8222;Wir haben noch nie etwas Vergleichbares gesehen \u2013 ein nahezu perfektes ringf\u00f6rmiges Magnetfeld mit einem Jet, der direkt in unsere Richtung zeigt.&#8220; Dass sich der Jet nur langsam zu bewegen schien, war demnach eine optische T\u00e4uschung \u2013 verursacht schlicht dadurch, dass er genau in Richtung Erde ausgerichtet ist.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Kurios ist, dass der doch eher unwissenschaftliche Begriff &#8222;Auge des Sauron&#8220; in dem Fachartikel selbst wiederholt auftaucht. &#8222;Die Herausgeber haben ihn akzeptiert&#8220;, sagte Kovalev der Deutschen Presse-Agentur (dpa), &#8222;weil das Bild derma\u00dfen fantastisch ist&#8220;.<\/p>\n<p>\n    dpa\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einzigartige Aufnahme Bild eines kosmischen Jets enth\u00fcllt das &#8222;Auge von Sauron&#8220; Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":340471,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[29,30,190,189,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-340470","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-science","11":"tag-science-technology","12":"tag-technik","13":"tag-technology","14":"tag-wissenschaft","15":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115019195672872786","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/340470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=340470"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/340470\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/340471"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=340470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=340470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=340470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}