{"id":340550,"date":"2025-08-13T03:38:14","date_gmt":"2025-08-13T03:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340550\/"},"modified":"2025-08-13T03:38:14","modified_gmt":"2025-08-13T03:38:14","slug":"jeder-zweite-pflegeheim-bewohner-auf-sozialhilfe-angewiesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340550\/","title":{"rendered":"Jeder zweite Pflegeheim-Bewohner auf Sozialhilfe angewiesen"},"content":{"rendered":"<p>    <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/politik\/bremen-pflegeheim-zuzahlungen-bundesweit-am-hoechsten-doc81m12dlung9113i89meh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Pflege im Heim wird immer teurer \u2013 besonders in Bremen:<\/a> In der Hansestadt ist der Eigenanteil f\u00fcr Bewohner so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Im ersten Jahr sind dies 3449 Euro monatlich, 341 Euro mehr als im Bundesschnitt. Immer mehr Menschen k\u00f6nnen den Heimplatz nicht mehr bezahlen und sind auf \u201eHilfe zur Pflege\u201c als Leistung der Sozialhilfe angewiesen.\n<\/p>\n<p>Wie viele Heimbewohner in Bremen erhalten Hilfe zur Pflege vom Sozialamt?<\/p>\n<p>Der kommende Landespflegebericht mit Daten aus dem Jahr 2023 soll im Herbst ver\u00f6ffentlicht werden. Dem WESER-KURIER liegen bereits vorl\u00e4ufige Berechnungen vor: Danach waren mit Stand Dezember des Jahres 2862 Heimbewohner in Bremen Empf\u00e4nger der Sozialleistung, also jeder Zweite (50,9\u2009Prozent), teilt die Gesundheitsbeh\u00f6rde mit.<\/p>\n<p>Zwei Jahre zuvor waren es laut dem aktuellen Landespflegebericht mit Zahlen aus 2021 noch 38,8 Prozent \u2013 in Bremerhaven bekamen 43,9 Prozent der Heimbewohner Zusch\u00fcsse vom Amt, in der Stadt Bremen 38 Prozent. Deutliche Unterschiede auch in den Bremer Stadtteilen: Am h\u00f6chsten sind danach die Quoten in Blumenthal (62,5 Prozent), Walle (60,8 Prozent) und Vahr (55,7 Prozent), am niedrigsten in Oberneuland (19,6 Prozent), Schwachhausen (24,2 Prozent) und Findorff (25,4 Prozent). Im Bund hat 2021 etwa jeder dritte Heimbewohner (34,7 Prozent) Unterst\u00fctzung vom Sozialamt bekommen.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung schl\u00e4gt sich in den Ausgaben nieder: Januar bis Juni dieses Jahres kostete die station\u00e4re Hilfe zur Pflege im Land Bremen etwa 32,8 Millionen Euro, teilt die Sprecherin der Sozialbeh\u00f6rde, Nina Willborn, mit. Im gesamten Jahr 2024 waren es knapp 46,7 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Warum sind Pflegeheime in Bremen so teuer?<\/p>\n<p>Bremen habe relativ viele kleinere station\u00e4re Einrichtungen, in diesen falle der Pflegesatz unter Umst\u00e4nden h\u00f6her aus als in gr\u00f6\u00dferen Heimen, sagt Beh\u00f6rdensprecherin Kristin Viezens. Und: \u201eViele Leistungsanbieter im Land Bremen zahlen nach dem <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/tarifvertrag-q163887\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tarifvertrag<\/a> Pflege in Bremen. Daher und weil zum Teil auch Hauswirtschaft in Bremen an diesen Tarifvertrag angelehnt ist, sind h\u00f6here Kosten im Verh\u00e4ltnis zu anderen Bundesl\u00e4ndern m\u00f6glich.\u201c Zudem k\u00f6nnte die personelle Ausstattung nach dem neuen Personalbemessungsverfahren in Bremen anteilig h\u00f6her umgesetzt sein.<\/p>\n<p>Gibt es weitere finanzielle Hilfen?<\/p>\n<p>Heimbewohner k\u00f6nnen auch Anspruch auf Wohngeld als Zuschuss zur Miete haben. Laut Sozialverband d\u00fcrfen dann aber keine Sozialleistungen wie B\u00fcrgergeld oder auch Hilfe zur Pflege bezogen werden, weil darin die Kosten f\u00fcr die Unterkunft bereits enthalten seien.<\/p>\n<p>Wann m\u00fcssen sich Kinder an den Heimkosten beteiligen?<\/p>\n<p>\u201eBevor das Sozialamt Hilfe zur Pflege bewilligt, \u00fcberpr\u00fcft es, ob die Kinder der oder des Pflegebed\u00fcrftigen unterhaltspflichtig sind\u201c, teilt der Sozialverband VdK mit. Allerdings: Seit 2020 werden sie nur noch anteilig zur Zahlung aufgefordert, wenn sie mehr als 100.000 Euro brutto im Jahr verdienen. Zum Einkommen z\u00e4hlten auch Eink\u00fcnfte aus Kapitalverm\u00f6gen, Vermietung und Verpachtung. Verm\u00f6gen wie ein eigenes Haus falle nicht darunter \u2013 und den Kindern stehe \u201eangemessener Selbstbehalt\u201c zu.<\/p>\n<p>In anderen Bundesl\u00e4ndern gibt es ein Pflegewohngeld, um die Investitionskosten teilweise zu decken. Ist das in Bremen geplant?<\/p>\n<p>Die Ausgaben der Heime f\u00fcr Geb\u00e4udeinstandhaltung und Ausstattung m\u00fcssen von den Bewohnern gezahlt werden, in Bremen sind das im ersten Jahr im Schnitt 605 Euro monatlich. Pflegewohngeld als freiwillige soziale Leistung gibt es in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. \u201eGrunds\u00e4tzlich wird das Pflegewohngeld begr\u00fc\u00dft, da es eine sozial gestaffelte Unterst\u00fctzung im Bereich der Investitionskosten darstellt\u201c, sagt Viezens. \u201eIn Anbetracht der Haushaltslage des Landes Bremen sehen wir eine Einf\u00fchrung aktuell jedoch leider als nicht m\u00f6glich an.\u201c<\/p>\n<p>Wie sollen Pflegeheimbewohner entlastet werden?<\/p>\n<p>Die Finanzierung der Ausbildungskosten m\u00fcsse vom Bund \u00fcbernommen werden, da dies eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, betont Viezens. \u201eDas Gesundheitsressort sieht es als selbstverst\u00e4ndlich an, dass die Pflegeversicherung die pflegebedingten Aufwendungen \u00fcbernimmt.\u201c Alternativ setze sich das Ressort aber mindestens f\u00fcr einen \u201eSockel-Spitze-Tausch\u201c bei den Eigenanteilen ein: Ein Betrag f\u00fcr pflegerische Leistung in fester und zumutbarer H\u00f6he (Sockel) werde demnach von den Bewohnern getragen, dar\u00fcber hinausgehende Kosten (Spitze) wie Tarifsteigerungen zahle die Pflegeversicherung.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc81wliwuzsux1md6aun3w\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/politik\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Pflege im Heim wird immer teurer \u2013 besonders in Bremen: In der Hansestadt ist der Eigenanteil f\u00fcr Bewohner&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":340551,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-340550","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115019376551027906","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/340550","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=340550"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/340550\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/340551"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=340550"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=340550"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=340550"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}