{"id":340585,"date":"2025-08-13T03:58:11","date_gmt":"2025-08-13T03:58:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340585\/"},"modified":"2025-08-13T03:58:11","modified_gmt":"2025-08-13T03:58:11","slug":"berlin-europaeer-und-selenskyj-suchen-linie-mit-trump-zur-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340585\/","title":{"rendered":"Berlin | Europ\u00e4er und Selenskyj suchen Linie mit Trump zur Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Bleiben die Europ\u00e4er und Wolodymyr Selenskyj au\u00dfen vor, wenn Donald Trump und Wladimir Putin am Freitag in Alaska \u00fcber die Zukunft der Ukraine verhandeln? Bei einer von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) initiierten Videokonferenz, an der heute auch der ukrainische Pr\u00e4sident teilnehmen soll, wollen europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs das verhindern. Bei der Schalte mit dem US-Pr\u00e4sidenten geht es f\u00fcr die Europ\u00e4er und die Ukraine darum, eine gemeinsame Linie mit Trump f\u00fcr dessen Treffen mit Kremlchef Putin im n\u00f6rdlichsten US-Bundesstaat zu finden.\u00a0<\/p>\n<p>Wie sieht der Fahrplan f\u00fcr die Videoschalten aus?<\/p>\n<p>Merz will enge europ\u00e4ische Verb\u00fcndete der Ukraine um 14.00 Uhr im Lagezentrum des Kanzleramts zu einer Vorbesprechung der Folgeberatungen mit Trump zusammenschalten. Teilnehmen sollen die Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Italien, Polen und Finnland, EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa, Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte sowie Selenskyj.<\/p>\n<p>Bei der von 15.00 Uhr an geplanten Videoschalte mit Trump soll auch dessen Vizepr\u00e4sident JD Vance dabei sein. Im Anschluss will der Bundeskanzler die Ergebnisse in einer Runde aus Mitgliedern der sogenannten Koalition der Willigen unter Federf\u00fchrung von Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien nachbesprechen. Merz plant, die \u00d6ffentlichkeit nach der Schalte mit Trump in einer Pressekonferenz zu informieren.\u00a0<\/p>\n<p>Was wollen die Europ\u00e4er erreichen?<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4er und Selenskyj bef\u00fcrchten, dass sich Trump und Putin in Alaska auf Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland verst\u00e4ndigen k\u00f6nnten, die Kiew strikt ablehnt. Sie d\u00fcrften von Trump eine Zusage erreichen wollen, dass er mit Putin keinen Deal \u00fcber die K\u00f6pfe der Ukrainer und der Europ\u00e4er hinweg macht. Aber wird er darauf eingehen? Und selbst wenn: H\u00e4lt sich der US-Pr\u00e4sident daran &#8211; und falls ja, wie lange?\u00a0<\/p>\n<p>Der deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte erkl\u00e4rt, bei den Gespr\u00e4chen solle es um weitere Handlungsoptionen gehen, um Druck auf Moskau zu erzeugen. Zudem solle \u00fcber die Vorbereitung m\u00f6glicher Friedensverhandlungen und damit verbundene Fragen zu Gebietsanspr\u00fcchen und Sicherheiten gesprochen werden. Der britische Premierminister Keir Starmer forderte erneut Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine.\u00a0<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Wadephul: Gewalt darf keine Grenzen verschieben<\/p>\n<p>Der deutsche Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) hatte nach einer Schaltkonferenz mit seinen EU-Kolleginnen und -Kollegen am Montag den deutschen Kurs f\u00fcr das Gespr\u00e4ch mit Trump abgesteckt &#8211; und Spekulationen \u00fcber Gebietsabtretungen der Ukraine f\u00fcr einen Frieden mit Russland eine Absage erteilt. \u00abGewalt darf keine Grenzen verschieben\u00bb, schrieb er auf X. Deutschland unterst\u00fctze Trumps Ziel, den russischen Angriffskrieg zu beenden. Ergebnis m\u00fcsse ein gerechter und dauerhafter Friede sein.<\/p>\n<p>Im ZDF-\u00abheute journal\u00bb sagte Wadephul aber auch, die Ukraine wisse, dass die Verhandlungen mit Russland schwierig w\u00fcrden. Kiew werde \u00abm\u00f6glicherweise auch Verzichte\u00bb zu erwarten haben. \u00abAber das ist sp\u00e4ter zu entscheiden.\u00bb Mit Blick auf den Ukraine-Gipfel von Trump und Putin erg\u00e4nzte er, es gehe um die europ\u00e4ische Sicherheit. \u00abWir werden nicht zulassen, dass \u00fcber die K\u00f6pfe der Europ\u00e4er hinweg hier entschieden wird.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Welches Ziel hat Trump beim Gespr\u00e4ch mit Putin?<\/p>\n<p>Trump stellt das am Freitag in der Stadt Anchorage geplante Treffen mit Putin als Versuch dar, einem Ende des seit rund dreieinhalb Jahre andauernden russischen Angriffskriegs n\u00e4herzukommen. In diesem Zusammenhang sprach er von einem m\u00f6glichen Gebietstausch zwischen der Ukraine und Russland. Am Montag versicherte Trump in Washington aber auch: \u00abIch werde keinen Deal machen\u00bb &#8211; dies sei nicht seine Aufgabe. Eine Waffenruhe w\u00fcrde er dennoch gern sehen, f\u00fcgte er hinzu.\u00a0<\/p>\n<p>Das Wei\u00dfe Haus best\u00e4tigte, dass am Freitag ein Einzelgespr\u00e4ch zwischen den beiden Pr\u00e4sidenten geplant sei. Selenskyj ist bisher nicht nach Alaska eingeladen. Trump k\u00fcndigte an, er werde den ukrainischen Pr\u00e4sidenten und europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs direkt nach dem Gipfel \u00fcber das Gespr\u00e4ch mit Putin zu informieren. Und Trump stellte ein Treffen von Selenskyj und Putin in Aussicht: \u00abDas n\u00e4chste Treffen wird mit Selenskyj und Putin sein, oder mit Selenskyj, Putin und mir.\u00bb Er bot an hinzuzukommen, sofern er bei einem Treffen der beiden ben\u00f6tigt werde.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen die Europ\u00e4er auf offene Ohren hoffen?\u00a0<\/p>\n<p>Trump betont immer wieder, dass die USA nicht weiter f\u00fcr den ukrainischen Verteidigungskampf zahlen wollen. Auch Zusagen f\u00fcr Sicherheitsgarantien zugunsten der Ukraine nach einer m\u00f6glichen Waffenruhe oder gar einem Friedensschluss will der US-Pr\u00e4sident bisher nicht machen. Sowohl f\u00fcr die Finanzierung des k\u00fcnftigen Abwehrkampfes der Ukraine gegen Russland wie auch f\u00fcr die Absicherung eines m\u00f6glichen Waffenstillstands oder Friedens d\u00fcrfte Trump also auch auf die Europ\u00e4er angewiesen sein. Das k\u00f6nnte dazu beitragen, dass er sich deren Forderungen nicht v\u00f6llig verschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Was Selenskyj ausschlie\u00dft<\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident schloss vor den nun anstehenden Videoschalten jegliche Entscheidungen zur Ukraine beim Alaska-Gipfel von Trump und Putin erneut aus.\u202f\u00abZur Ukraine k\u00f6nnen sie ohne uns nichts beschlie\u00dfen\u00bb, sagte er der Nachrichtenagentur RBK-Ukraine zufolge in der Hauptstadt Kiew. Er hoffe, dass Trump dies bewusst sei.\u00a0<\/p>\n<p>Selenskyj zeigte sich zugleich \u00fcberzeugt, dass es zu einem Dreiertreffen zwischen Trump, Putin und ihm kommen werde, um den Krieg zu beenden. Er betonte auch, dass die Ukraine nicht auf ihre Gebiete im Osten verzichten wolle und k\u00f6nne. Der Donbass w\u00fcrde Russland zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt nur als \u00abSprungbrett\u00bb f\u00fcr einen neuen Krieg dienen, warnte Selenskyj &#8211; so wie schon die Krim als Sprungbrett f\u00fcr Moskaus Angriffe gegen die S\u00fcdukraine gedient habe. Bei einer Aufgabe der ukrainischen Positionen im Donbass k\u00f6nnten Putins Truppen sp\u00e4ter in Richtung Charkiw, Saporischschja und Dnipropetrowsk vorsto\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Bleiben die Europ\u00e4er und Wolodymyr Selenskyj au\u00dfen vor, wenn Donald Trump und Wladimir Putin am&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":340586,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,548,646,156,30,551,355,8221,4046,1940,1159,1938,3917,307,317,64],"class_list":{"0":"post-340585","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-eu","14":"tag-finnland","15":"tag-frankreich","16":"tag-germany","17":"tag-grossbritannien","18":"tag-italien","19":"tag-konflikte","20":"tag-krieg","21":"tag-nachrichten-aus-berlin","22":"tag-nato","23":"tag-news-aus-berlin","24":"tag-polen","25":"tag-russland","26":"tag-ukraine","27":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115019455154527321","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/340585","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=340585"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/340585\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/340586"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=340585"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=340585"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=340585"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}