{"id":340815,"date":"2025-08-13T06:07:11","date_gmt":"2025-08-13T06:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340815\/"},"modified":"2025-08-13T06:07:11","modified_gmt":"2025-08-13T06:07:11","slug":"deutschland-im-eu-vergleich-auf-platz-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340815\/","title":{"rendered":"Deutschland im EU-Vergleich auf Platz 14"},"content":{"rendered":"<p>            <img decoding=\"async\" alt=\"Ein Balkendiagramm zeigt das EU-L\u00e4nderranking im Bitkom DESI 2025, mit Finnland an der Spitze und Rum\u00e4nien am Ende.\" title=\"Ein Balkendiagramm zeigt das EU-L\u00e4nderranking im Bitkom DESI 2025, mit Finnland an der Spitze und Rum\u00e4nien am Ende. (Quelle: Bitkom)\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/loader-2.png\" v-lazy=\"'https:\/\/hcms.rudolf-mueller.de\/hcms\/v3.1\/entity\/articlepage\/4617920\/media\/MDQ2MTc5MjMvMC80N0I5Q0E4NkQ0NDMxQjY3QkY0QTg2NjFBMUE5NTk4RUUzOEVBMEM1\/16-9-800-png'\"\/><\/p>\n<p>Infografik zum Ranking Digitalisierung. (Quelle: Bitkom)<\/p>\n<p class=\"intro\">Deutschland hat sich bei der Digitalisierung im EU-Vergleich wieder etwas verbessert und belegt nun unter den 27 Mitgliedstaaten den 14. Platz. Im Vorjahr lag Deutschland noch auf Rang 16, hatte in den Jahren 2021 bis 2023 aber auch schon bessere Werte erzielt und die R\u00e4nge 12 und 13 belegt.<\/p>\n<p>Im Segment digitale Wirtschaft liegt Deutschland EU-weit aktuell auf Rang 8, in der Netzqualit\u00e4t auf 9 und bei digitalen Kompetenzen auf 15. In der digitalen Verwaltung aber reiht sich Deutschland weit hinten ein, auf Rang 21. Das zeigt der Bitkom-DESI-Index, der den Digitalisierungsfortschritt der EU-L\u00e4nder vergleicht.<\/p>\n<p>\u201eUnter der Ampelregierung ist Deutschland digital zur\u00fcckgefallen\u201c, kommentiert Bitkom-Pr\u00e4sident Dr. Ralf Wintererst die neuen Zahlen. \u201eRang 14 ist der Startplatz f\u00fcr Schwarz-Rot. Jedes Jahr 2 Pl\u00e4tze nach vorne und eine Positionierung im vorderen Drittel, das muss das Minimalziel f\u00fcr die neue Bundesregierung sein.\u201c Mit der Einf\u00fchrung eines Digitalministeriums sei der erste wichtige Schritt getan. Wintergerst: \u201eJetzt m\u00fcssen B\u00fcrokratie abgebaut und digitale Kompetenzen aufgebaut werden, in der Wirtschaft wie in der Gesellschaft. Parallel muss die Digitalisierung der \u00f6ffentlichen Verwaltungen massiv beschleunigt werden. Dabei gen\u00fcgt nicht, wenn der Bund seine Hausaufgaben macht. Etwa 90 Prozent aller Verwaltungsaktivit\u00e4ten sind bei den L\u00e4ndern und vor allem den St\u00e4dten und Gemeinden angesiedelt. Der Bund muss mehr unterst\u00fctzen und bessere Angebote machen, L\u00e4nder, Landkreise und Kommunen m\u00fcssen sie aber auch annehmen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Deutschland stellen sich die Rankings in den einzelnen Bereichen wie folgt dar:<\/p>\n<ul class=\"bullet-list\">\n<li>Im Bereich\u00a0<b>\u201eDigitale Transformation von Unternehmen\u201c\u00a0<\/b>erreicht Deutschland Platz 8. Hier gab es insbesondere in den Bereichen Nutzung von K\u00fcnstlicher Intelligenz oder Cloud leicht schnellere Entwicklungen als im EU-Durchschnitt. Platz 1 belegt in dieser Kategorie D\u00e4nemark, gefolgt von Finnland und Schweden.<\/li>\n<li>Bei der\u00a0<b>Qualit\u00e4t der digitalen Infrastruktur<\/b>\u00a0liegt Deutschland auf Platz 9 \u2013 bei der\u00a0<b>Nutzung<\/b>\u00a0jedoch nur auf Platz 19. Wintergerst: \u201e99 Prozent der Haushalte in Deutschland sind mit 5G abgedeckt. \u00a0Rund 78 Prozent verf\u00fcgen \u00fcber die M\u00f6glichkeit eines Gigabit-Anschlusses mit mindestens 1000 Mbit\/s. Allerdings haben nur 6 Prozent der Haushalte einen solchen Anschluss gebucht, das sind 16 Prozentpunkte weniger als im EU-Durchschnitt.\u201c\t<\/li>\n<li>Im Bereich\u00a0<b>\u201eDigitale Kompetenzen\u201c<\/b>\u00a0belegt Deutschland im EU-Vergleich Platz 15. So haben rund 20 Prozent der Bundesb\u00fcrgerinnen und Bundesb\u00fcrger \u00fcberdurchschnittliche F\u00e4higkeiten in Bezug auf Informations- und Kommunikationstechnologien, k\u00f6nnen also \u00fcberdurchschnittlich gut mit Hardware, Software oder digitalen Anwendungen umgehen. Das sind acht Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt. Die besten digitalen Kompetenzen haben die Menschen in Finnland, in den Niederlanden sowie in Schweden.<\/li>\n<li>Bei der\u00a0<b>\u201eDigitalisierung der \u00f6ffentlichen Verwaltung\u201c\u00a0<\/b>steht Deutschland im Vergleich zu den anderen Kategorien am schlechtesten da und belegt nur Platz 21 von 27. So zeigen die EU-Daten \u00fcber fast alle Indikatoren unterdurchschnittliche Werte f\u00fcr die Digitalisierung der deutschen Beh\u00f6rden. Beispielsweise sind lediglich 38 Prozent der Formulare mit bereits bekannten Daten der \u00f6ffentlichen Verwaltung vorausgef\u00fcllt \u2013 im EU-Durchschnitt liegt dieser Wert bei 71 Prozent. Ebenso liegt Nutzung digitaler Verwaltungsdienstleistungen mit 64 Prozent mehr als zehn Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt. Platz 1 bei der digitalen Verwaltung belegt Malta, dahinter folgen Estland und Finnland.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wintergerst: \u201eDas neue EU-Ranking zeigt, dass Deutschland seine Anstrengungen steigern muss, um bei der Digitalisierung mit den anderen Nationen nicht nur Schritt zu halten, sondern nach vorne zu kommen. Die Bundesregierung ist am Donnerstag 100 Tage in Amt. Sie braucht nun einen digitalpolitischen Fahrplan, der ein Zielbild definiert, Priorit\u00e4ten setzt und konkrete Ma\u00dfnahmen festlegt.\u201c Mit ins Zentrum geh\u00f6ren aus Bitkom-Sicht nicht nur eine drastische Entb\u00fcrokratisierung und ein umfassender Regulierungsstopp, sondern auch die wirksame Anregung von Investitionen und die Reduktion der Energiekosten f\u00fcr die energieintensive Digitalwirtschaft. \u201eDie im EU-Vergleich sehr hohen Stromkosten sind ein Wettbewerbsnachteil f\u00fcr die Betreiber von Rechenzentren und Netzen, Kommunikationsdienste werden unn\u00f6tig teurer\u201c, so Wintergerst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Infografik zum Ranking Digitalisierung. 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