{"id":340856,"date":"2025-08-13T06:32:11","date_gmt":"2025-08-13T06:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340856\/"},"modified":"2025-08-13T06:32:11","modified_gmt":"2025-08-13T06:32:11","slug":"lachgas-stadt-frankfurt-verschaerft-kontrollen-im-gross-und-einzelhandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/340856\/","title":{"rendered":"Lachgas: Stadt Frankfurt versch\u00e4rft Kontrollen im Gro\u00df- und Einzelhandel"},"content":{"rendered":"<p>Die Stadt Frankfurt greift gegen die Verbreitung von Lachgas durch. In den vergangenen Monaten kam es zu wiederholten Kontrollen durch Vertreter der Ordnungs- und Polizeibeh\u00f6rden. So haben Mitarbeiter des Sachgebiets Gefahrgutangelegenheiten des st\u00e4dtischen Stra\u00dfenverkehrsamts zusammen mit dem Regierungspr\u00e4sidium Darmstadt etwa am 29. Juli stichprobenartig Gro\u00df- und Einzelh\u00e4ndler im gesamten Stadtgebiet kontrolliert.<\/p>\n<p>Konkret bedeutet dies, dass die Gesch\u00e4ftsleute auf die Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen, die mit dem Transport und der Lagerung von Lachgasbeh\u00e4ltern einhergeht, sowie der R\u00fccknahme von restentleerten Gasflaschen hingewiesen und zu deren Umsetzung verpflichtet wurden. Diese Kontrollen fanden zusammen mit Vertretern des Zolls, der Steuerfahndung, der Stadtpolizei und Landespolizei statt. Vertreter der Gefahrgutbeh\u00f6rde der Stadt Offenbach standen ebenfalls beratend zur Seite.<br \/>\u00a0<br \/>Im Laufe der Kontrolle Ende Juli haben die Einheiten der Ordnungs- und Polizeibeh\u00f6rden allein in einem Kiosk in der Frankfurter Innenstadt 357,5 Kilogramm Lachgas sichergestellt. Dies war notwendig, da es eine akute Gef\u00e4hrdungslage gab: Die Lachgasflaschen waren fehlerhaft gelagert. Sie lagen hinter K\u00fchlschr\u00e4nken, direkt an den W\u00e4rmetauschern der Ger\u00e4te. Da Lachgas selbst bereits brandf\u00f6rdernd und Druckgasbeh\u00e4lter explosionsgef\u00e4hrdend sind, bestand eine akute Brand- und Explosionsgefahr. Der Kiosk wurde noch am selben Abend versiegelt. Die Lachgasflaschen wurden tempor\u00e4r im Verkaufsraum gelagert. Die K\u00fchlschr\u00e4nke wiederum wurden ausgeschaltet, um eine weitere W\u00e4rmeentwicklung zu vermeiden. Einen Tag sp\u00e4ter wurden die Lachgaskartuschen fachgerecht abtransportiert und vernichtet. Das Vorgehen erfolgte nach schriftlichem Einverst\u00e4ndnis des Kioskbetreibers, da er auch in Zukunft die Auflagen nach dem Gefahrgutrecht und der Gefahrstoffverordnung nicht erf\u00fcllen kann und eine R\u00fccknahme durch den urspr\u00fcnglichen Zwischenh\u00e4ndler nicht mehr m\u00f6glich war.<br \/>\u00a0<br \/>Vincent Staat, Sachgebietsleiter Gefahrengutangelegenheiten und Initiator des \u201eArbeitskreis Lachgas\u201c, weist allerdings darauf hin, dass das Ziel der versch\u00e4rften Kontrollen nicht prim\u00e4r die Ahndung von Verst\u00f6\u00dfen ist, sondern vielmehr die Aufkl\u00e4rung und Sicherheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Deshalb werden die einzelnen Vertreiber w\u00e4hrend der Kontrollen umfassend \u00fcber die rechtlichen Grundlagen aufgekl\u00e4rt. Au\u00dferdem \u00fcber die gesundheitlichen Risiken des Lachgasmissbrauchs informiert. Die Informationen hierzu wurden durch Vertreter des Gesundheitsamts sowie der Landes\u00e4rztekammer gestellt.<br \/>\u00a0<br \/>\u201eEs ist nicht zielf\u00fchrend, wenn wir Vertreiber von Lachgas abstrafen und ahnungslos lassen, warum wir so handeln, wie wir handeln. Es gilt Pr\u00e4vention vor Repression\u201c, erkl\u00e4rt Vincent Staat. \u201eNur wenn wir erkl\u00e4ren, worin das tieferliegende Problem besteht, k\u00f6nnen wir eine dauerhafte Ver\u00e4nderung im Handeln und, noch wichtiger, im Denken hervorrufen.\u201c<br \/>\u00a0<br \/>Der Erfolg \u00fcberzeugt: Bisher hat der Gro\u00dfteil der kontrollierten H\u00e4ndler den Vertrieb von Lachgas wieder eingestellt. Auch andere Beh\u00f6rden, wie die Struktur- und Genehmigungsdirektion S\u00fcd in Mainz und Neustadt, haben diese Vorgehensweise bereits \u00fcbernommen \u2013 mit \u00e4hnlichen Erfolgen. Dort werden die \u00dcberpr\u00fcfungen von Gro\u00df- und Einzelh\u00e4ndlern mit einer \u00e4hnlichen Methodik durchgef\u00fchrt.<br \/>\u00a0<br \/>Die Stadt Frankfurt am Main geht schon l\u00e4nger gegen den Verkauf von Lachgas vor. So ist der Verkauf der Partydroge an Minderj\u00e4hrige ebenso verboten wie der Konsum auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen. Die Stadtpolizei kontrolliert die Einhaltung verst\u00e4rkt. Dabei konnten bereits mehrere Minderj\u00e4hrige an ihre Eltern \u00fcbergeben werden, nachdem sie mit Lachgas angetroffen wurden. Die Eltern und Jugendlichen wurden ebenfalls \u00fcber die gesundheitlichen Folgen des Konsums aufgekl\u00e4rt. Die Stadt Frankfurt wird diese Kontrollen in Zukunft konsequent fortsetzen. (ffm)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Stadt Frankfurt greift gegen die Verbreitung von Lachgas durch. 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