{"id":341376,"date":"2025-08-13T11:21:10","date_gmt":"2025-08-13T11:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/341376\/"},"modified":"2025-08-13T11:21:10","modified_gmt":"2025-08-13T11:21:10","slug":"und-leben-de-nach-solingen-seelsorgerin-beklagt-mediale-ueberlastung-betroffener","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/341376\/","title":{"rendered":"und-Leben.de &#8211; Nach Solingen: Seelsorgerin beklagt mediale \u00dcberlastung Betroffener"},"content":{"rendered":"<p>Nach Amokl\u00e4ufen oder Attentaten dringen manche Medien in Schutzr\u00e4ume f\u00fcr Trauerende ein. Wie F\u00e4lle, wie Solingen, die Notfallseelsorge belasten.&#13;<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p>Mikrofone an Kirchenb\u00e4nken, Kameras auf weinende Menschen: In Krisenf\u00e4llen wie Amokl\u00e4ufen oder Attentaten stellen Medien die <a href=\"https:\/\/www.kirche-und-leben.de\/themen\/themenbereich\/notfallseelsorge\" target=\"_blank\" title=\"Mehr zur Notfallseelsorge\" rel=\"nofollow noopener\">Notfallseelsorge<\/a> vor besondere Herausforderungen. Nach der <a href=\"https:\/\/www.kirche-und-leben.de\/artikel\/nach-solingen-caritas-warnt-vor-populistischen-schnellschuessen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Messerattacke von Solingen<\/a> im vergangenen Jahr sei der Schutz der Betroffenen besonders schwierig gewesen, sagte die Theologin und Traumatherapeutin Simone Henn-Pausch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).<\/p>\n<p>Damals seien in der Stadtkirche Angeh\u00f6rige von Opfern, Leichtverletzte und Zeugen betreut worden. Es sei schwer gewesen, Kameras und Reporter fernzuhalten. Henn-Pausch koordiniert die Notfallseelsorge im evangelischen Kirchenkreis Solingen. Bei einem <a href=\"https:\/\/www.kirche-und-leben.de\/themen\/themenbereich\/terror\" target=\"_blank\" title=\"Mehr \u00fcber das Thema Terror\" rel=\"nofollow noopener\">mutma\u00dflichen Terroranschlag<\/a> t\u00f6tete ein Mann w\u00e4hrend des 650-Jahr-Jubil\u00e4ums der Stadt am 23. August 2024 drei Menschen und verletzte acht weitere.<\/p>\n<p>Vielzahl der Anfragen gro\u00dfe Belastung<\/p>\n<p>Henn-Pausch bekundete einerseits Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass <a href=\"https:\/\/www.kirche-und-leben.de\/themen\/themenbereich\/medien\" target=\"_blank\" title=\"Mehr \u00fcber das Thema Medien\" rel=\"nofollow noopener\">Medien<\/a> wissen wollen, wie es der Bev\u00f6lkerung vor Ort geht. Manche Pressevertreter gingen aber sehr unsensibel vor. Weinende Menschen oder Personen, die Blumen abgelegt haben, seien ungefragt abgelichtet worden. Journalisten h\u00e4tten Betroffene oder Anwohner abgefangen und ihre Aussagen ohne Absprache online gestellt. \u201eIch finde es nicht richtig, eine solche emotionale Situation auszunutzen\u201c, so die Koordinatorin. Unter den Journalisten h\u00e4tten sich offenbar auch einige Medienleute ohne Ausbildung gefunden, die insbesondere in sozialen Medien Sachverhalte falsch oder mit flapsigen Worten beschrieben h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Laut Henn-Pausch hat die Vielzahl der Anfragen von Medien, teils auch aus dem Ausland, die Notfallseelsorge vor eine besondere Belastung gestellt. Neben der Organisation des Einsatzes habe sie in den Tagen nach dem Attentat mit der Superintendentin fast nur Journalistenfragen beantwortet. \u201eEine gro\u00dfe Sorge war, dass die Presse uns die <a href=\"https:\/\/www.kirche-und-leben.de\/themen\/themenbereich\/kirche\" target=\"_blank\" title=\"Mehr zur Kirche\" rel=\"nofollow noopener\">Kirche<\/a> st\u00fcrmt.\u201c Interviews seien zugesagt worden \u2013 aber nur unter der Bedingung, dass sie drau\u00dfen stattfinden. Dennoch seien einige Kameras in die T\u00fcr gehalten worden, um Menschen innen beim <a href=\"https:\/\/www.kirche-und-leben.de\/themen\/themenbereich\/gebet\" target=\"_blank\" title=\"Mehr zum Gebet\" rel=\"nofollow noopener\">Gebet<\/a> oder beim Seelsorgegespr\u00e4ch aufzunehmen. Versucht worden sei auch, Gespr\u00e4che zwischen Notfallseelsorgenden zu belauschen.<\/p>\n<p>Seelsorgerin erh\u00e4lt auch beleidigende Mails<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit den Journalisten haben sie gebetsm\u00fchlenartig auf ihre Schweigepflicht hingewiesen, so Henn-Pausch. Konkrete Ausk\u00fcnfte zu einer Person d\u00fcrfe sie nicht geben, sondern nur allgemein \u00fcber die Lage vor Ort sprechen. Andererseits habe es auch viele umsichtige Medienvertreter gegeben, die sehr behutsam vorgegangen sind.<\/p>\n<p>Wichtig ist aus Sicht der Koordinatorin, dass nach Ereignissen wie in Solingen nur hauptamtliche Kr\u00e4fte der Notfallseelsorge Medienausk\u00fcnfte erteilen. Auf ihre Pressestatements hin habe sie viele beleidigende E-Mail-Reaktionen erhalten, etwa mit abwertenden Bemerkungen \u00fcber ihr \u00c4u\u00dferes. \u201eDas m\u00f6chte ich Ehrenamtlichen nicht zumuten.\u201c Auch komme es darauf an, \u201emit einer Stimme zu sprechen\u201c. Im Kirchenkreis Solingen arbeiten rund 50 Notfallseelsorgende, die H\u00e4lfte von ihnen <a href=\"https:\/\/www.kirche-und-leben.de\/themen\/themenbereich\/ehrenamt\" target=\"_blank\" title=\"Mehr zum Ehrenamt\" rel=\"nofollow noopener\">ehrenamtlich<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach Amokl\u00e4ufen oder Attentaten dringen manche Medien in Schutzr\u00e4ume f\u00fcr Trauerende ein. 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