{"id":341469,"date":"2025-08-13T12:09:10","date_gmt":"2025-08-13T12:09:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/341469\/"},"modified":"2025-08-13T12:09:10","modified_gmt":"2025-08-13T12:09:10","slug":"berlin-paris-und-london-bereit-zu-neuen-iran-sanktionen-dw-13-08-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/341469\/","title":{"rendered":"Berlin, Paris und London bereit zu neuen Iran-Sanktionen \u2013 DW \u2013 13.08.2025"},"content":{"rendered":"<p>Die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/iran-wie-kommt-europa-im-atomstreit-wieder-ins-spiel\/a-72435432\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Au\u00dfenminister der drei sogenannten E3-Staaten<\/a> erkl\u00e4rten sich &#8222;bereit&#8220;, im Fall eines Scheiterns der Gespr\u00e4che \u00fcber das iranische Atomprogramm Sanktionen gegen das Land wieder einzusetzen. Dies geht aus einem von Deutschlands Au\u00dfenminister <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/johann-wadephul\/t-72499400\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Johann Wadephul<\/a> (CDU) und seinen Kollegen Jean-No\u00ebl Barrot aus Frankreich und David Lammy aus Gro\u00dfbritannien unterzeichneten Brief an UN-Generalsekret\u00e4r <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ant\u00f3nio-guterres\/t-60960232\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ant\u00f3nio Guterres<\/a> und den UN-Sicherheitsrat hervor, aus dem die Nachrichtenagentur AFP zitiert.<\/p>\n<p>Warten bis Ende August<\/p>\n<p>Die Chefdiplomaten werfen dem <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/iran\/t-17281594\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a> den Versto\u00df gegen zahlreiche Bestimmungen aus dem Atomabkommen von 2015 vor. In dem Schreiben hei\u00dft es, die Au\u00dfenminister aus Berlin, London und Paris h\u00e4tten ihre Bereitschaft &#8222;klar zum Ausdruck gebracht&#8220;, den sogenannten Snapback-Mechanismus zur Wiedereinrichtung der Sanktionen auszul\u00f6sen. Dies gelte f\u00fcr den Fall, dass &#8222;der Iran bis Ende August 2025 keine diplomatische L\u00f6sung anstreben oder die M\u00f6glichkeit einer Verl\u00e4ngerung nicht nutzen sollte&#8220;.<\/p>\n<p>Zuerst hatte die Tageszeitung &#8222;Financial Times&#8220; \u00fcber das Schreiben berichtet, das die E3-Au\u00dfenminister auf Dienstag datiert hatten. Die Chefdiplomaten bekr\u00e4ftigen darin auch, sie setzten sich weiterhin &#8222;uneingeschr\u00e4nkt f\u00fcr eine diplomatische L\u00f6sung der durch das iranische Atomprogramm ausgel\u00f6sten Krise&#8220; ein. Ziel sei es, &#8222;sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffe entwickelt&#8220;.<\/p>\n<p>IAEA-Berichte belegen Verst\u00f6\u00dfe des Irans<\/p>\n<p>Wadephul und seine beiden Kollegen aus London und Paris werfen der Regierung in Teheran insbesondere vor, mehrere Verpflichtungen aus dem Iran-Atomabkommen von 2015 &#8222;nicht eingehalten&#8220; haben. Dies h\u00e4tten in den vergangenen sechs Jahren &#8222;mehr als 60 Berichte&#8220; der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/internationale-atomenergie-beh\u00f6rde-iaea\/t-17282538\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA)<\/a> belegt. Unter anderem <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/atomprogramm-des-iran-wie-fortgeschritten-war-es-nuklearprogramm-israel-angriff-atombombe-uran-v3\/a-72916820\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">habe der Iran eine &#8222;um mehr als 40 Mal gr\u00f6\u00dfere Menge&#8220; an angereichertem Uran<\/a> angeh\u00e4uft als im Abkommen vereinbart. Die Verst\u00f6\u00dfe Teherans seien &#8222;so eklatant wie besorgniserregend&#8220;.<\/p>\n<p>Ende Juli hatten Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien erstmals seit den Angriffen auf iranische Atomanlagen durch <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/israel\/t-17284250\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> und die USA im Juni Atomgespr\u00e4che mit dem Iran gef\u00fchrt. Das Iran-Atomabkommen l\u00e4uft im Oktober 2025 aus.\u00a0Bei einem Treffen im Juli in der T\u00fcrkei hatten die E3-Au\u00dfenminister aber eine Verschiebung der Frist ins Spiel gebracht, falls Teheran Gespr\u00e4che mit den USA und die Zusammenarbeit mit der IAEA wiederaufnehmen sollte.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"73157755\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/73157755_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"\u00d6sterreich Wien 2025 | IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi bei einer Sitzung zur iranischen Atompolitik\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>IAEA-Chef Rafael Grossi und seine Beh\u00f6rde haben in 60 Berichten Verst\u00f6\u00dfe des Irans gegen das Atomabkommen dokumentiertBild: Joe Klamar\/AFP<\/p>\n<p>Frankreich, Deutschland und Gro\u00dfbritannien sowie die USA, Russland und China hatten 2015 das Atomabkommen mit dem Iran geschlossen, um das Land am Bau einer Atombombe zu hindern.\u00a0Die USA stiegen allerdings 2018 w\u00e4hrend der ersten Pr\u00e4sidentschaft von Donald Trump einseitig aus dem Abkommen aus und verh\u00e4ngten erneut Sanktionen gegen den Iran.<\/p>\n<p>Daraufhin zog sich Teheran seinerseits schrittweise von seinen in dem Abkommen festgehaltenen Verpflichtungen zur\u00fcck und fuhr die Anreicherung von Uran hoch. Die europ\u00e4ischen Staaten und die UN\u00a0setzten ihre 2015 ausgesetzten Sanktionen bislang nicht wieder ein &#8211; und bem\u00fchten sich parallel dazu darum, ein neues Atomabkommen auszuhandeln. Diese Versuche blieben bislang aber erfolglos.<\/p>\n<p>Eskalation im Juni<\/p>\n<p>Am 13. Juni <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/nach-dem-krieg-zwischen-israel-und-dem-iran\/t-68816544\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">startete Israel einen Gro\u00dfangriff auf den Iran<\/a> und bombardierte Atom- und Milit\u00e4ranlagen in dem Land. Der Iran griff Israel daraufhin mit Raketen und Drohnen an. Die USA griffen schlie\u00dflich an der Seite Israels in den Konflikt ein und bombardierten die iranischen Atomanlagen Fordo, Natans und Isfahan. Nach zw\u00f6lf Tagen Krieg trat am 24. Juni eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran in Kraft. Erkl\u00e4rtes Ziel des israelischen Vorgehens war es, den Iran vom Bau einer Atombombe abzuhalten.<\/p>\n<p>Der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/iran-taktiert-bei-r\u00fcckkehr-an-verhandlungstisch\/a-73061621\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran bestreitet, den Bau einer Atombombe<\/a> zu beabsichtigen. Nach Angaben der IAEA ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf mehr als 60 Prozent angereichert hat. Im Atomabkommen von 2015 war ein Grenzwert von 3,67 Prozent vereinbart worden. Infolge der Angriffe setzte der Iran seine ohnehin schon eingeschr\u00e4nkte Zusammenarbeit mit der IAEA zun\u00e4chst aus.<\/p>\n<p>haz\/AR (afp, rtr)<\/p>\n<p>Johann Wadephul: &#8222;Wir m\u00fcssen mit dem Iran verhandeln&#8220;<video id=\"video-73046013\" controls=\"\" playsinline=\"\" preload=\"none\" poster=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAAAEAAAABCAQAAAC1HAwCAAAAC0lEQVR42mNkYAAAAAYAAjCB0C8AAAAASUVORK5CYII=\" data-id=\"73046013\" data-posterurl=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/72969736_605.webp\" data-duration=\"01:13\"><\/p>\n<p class=\"vjs-no-js\">To view this video please enable JavaScript, and consider upgrading to a web browser that <a href=\"https:\/\/videojs.com\/html5-video-support\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">supports HTML5 video<\/a><\/p>\n<p><\/video><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Au\u00dfenminister der drei sogenannten E3-Staaten erkl\u00e4rten sich &#8222;bereit&#8220;, im Fall eines Scheiterns der Gespr\u00e4che \u00fcber das iranische&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":341470,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-341469","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115021386003874361","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/341469","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=341469"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/341469\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/341470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=341469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=341469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=341469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}