{"id":342203,"date":"2025-08-13T18:40:12","date_gmt":"2025-08-13T18:40:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342203\/"},"modified":"2025-08-13T18:40:12","modified_gmt":"2025-08-13T18:40:12","slug":"antikriegscamp-in-koeln-camp-fuer-abruestung-untersagt-unfriedliche-kriegsgegner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342203\/","title":{"rendered":"Antikriegscamp in K\u00f6ln \u2013 Camp f\u00fcr Abr\u00fcstung untersagt: Unfriedliche Kriegsgegner?"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img310000\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/310000.jpeg\" alt=\"Rheinmetall-Chef Armin Papperger (2.\u2009v.\u2009l.) ist so etwas wie ein Schatten-Staatssekret\u00e4r von Milit\u00e4rminister Boris Pistorius. Kriegsgegner wollen ihm Ende August einen Besuch abstatten.\"\/><\/p>\n<p>Rheinmetall-Chef Armin Papperger (2.\u2009v.\u2009l.) ist so etwas wie ein Schatten-Staatssekret\u00e4r von Milit\u00e4rminister Boris Pistorius. Kriegsgegner wollen ihm Ende August einen Besuch abstatten.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Michael Matthey<\/p>\n<p>Die Begr\u00fcndung der Polizei f\u00fcr das Verbot des in K\u00f6ln angemeldeten antimilitaristischen <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193180.rheinmetall-entwaffnen-antikriegscamp-in-koeln-angedrohtes-verbot-entbehrt-grundlage.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Camps \u00bbRheinmetall Entwaffnen\u00ab<\/a> hat Unterhaltungswert. In der Verf\u00fcgung, die der gleichnamigen <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192892.antimilitarismus-krieg-dem-krieg-in-koeln.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Initiative<\/a> am Dienstagabend zuging, hei\u00dft es, man m\u00fcsse davon ausgehen, dass die Ende August geplanten Aktionen der Kriegsgegner \u00bbunfriedlich\u00ab verlaufen. Ein Indiz daf\u00fcr: <a href=\"https:\/\/x.com\/REntwaffnen\/status\/1955357329307865448\">Social-Media-Posts<\/a>, bei denen der uralte Slogan \u00bbKrieg dem Kriege\u00ab verwendet wird. So lautet auch der Titel eines vor mehr als 100\u2005Jahren erschienenen Bestsellers des Anarchisten und Pazifisten Ernst Friedrich. Ein ber\u00fchmtes Gedicht von <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192923.erster-weltkrieg-hindenburg-und-ludendorff-zwei-mann-in-zivil.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kurt Tucholsky<\/a> aus dem Jahr 1919 tr\u00e4gt ebenfalls diesen Titel.<\/p>\n<p>F\u00fcr Andi Koch von Rheinmetall Entwaffnen ist die Begr\u00fcndung des Verbots mithin \u00bbabstrus\u00ab. Gewalt gehe \u00bbvon der R\u00fcstungsindustrie und vom Milit\u00e4r aus, nicht von uns\u00ab, sagte er am Mittwoch im Gespr\u00e4ch mit \u00bbnd\u00ab. Die K\u00f6lner Versammlungsbeh\u00f6rde macht allerdings auch geltend, dass vom Rheinmetall-Entwaffnen-Camp in den vergangenen Jahren Gewalt ausgegangen sei, insbesondere von jenem <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1185101.protest-gegen-ruestungsindustrie-eine-nacht-die-nach-pfefferspray-und-pyrotechnik-riecht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in Kiel im vergangenen Jahr<\/a>. Koch betont demgegen\u00fcber, die \u00bbEskalation\u00ab sei klar von der Polizei ausgegangen.<\/p>\n<p>Die K\u00f6lner Polizei wollte sich gegen\u00fcber \u00bbnd\u00ab unter Verweis auf den laufenden \u00bbverwaltungsrechtlichen Vorgang\u00ab nicht \u00e4u\u00dfern. Ein Sprecher best\u00e4tigte zugleich, dass gegen eine Demonstration zum Abschluss des geplanten Camps, zu der neben Rheinmetall Entwaffnen auch viele weitere Gruppen und die Linke-Bundestagsabgeordnete Lea Reisner aufrufen, ebenfalls ein Verbot gepr\u00fcft werde.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbWir werden Armin Papperger h\u00f6chstpers\u00f6nlich mit dem Schicksal der Familien konfrontieren, die in Gaza und Jemen durch Rheinmetall-Waffen Angeh\u00f6rige verloren haben.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nDina P\u00fctz\u2003B\u00fcndnis Rheinmetall Entwaffnen<\/p><\/blockquote>\n<p>Die von Rheinmetall Entwaffnen angemeldete \u00bbParade gegen den Krieg\u00ab am 30.\u2005August soll den Abschluss der Aktionswoche gegen die Militarisierung der Gesellschaft bilden. Sie soll in der K\u00f6lner Innenstadt starten und an der Konrad-Adenauer-Kaserne enden, wo sich das Rekrutierungscenter der Bundeswehr befindet. Dort stationierte Soldaten wollen die Antimilitaristen zum Desertieren auffordern und ihr Nein zur Wehrpflicht, \u00bbzum Werben f\u00fcrs T\u00f6ten und Sterben und zur militaristischen Propaganda laut kundtun\u00ab, wie es im Demo-Aufruf hei\u00dft.<\/p>\n<p>Andi Koch best\u00e4tigt gegen\u00fcber \u00bbnd\u00ab, dass auf der Parade auch die Solidarit\u00e4t mit der seit fast zwei Jahren unter der Kriegsf\u00fchrung der israelischen Armee leidenden Bev\u00f6lkerung in Gaza eine wichtige Rolle spielen soll. Im Demo-Aufruf hei\u00dft es: \u00bbIn Zeiten genozidaler Kriegsf\u00fchrung kann es keinen anderen Platz als an der Seite der Pal\u00e4stinenser*innen und f\u00fcr das Recht auf Leben geben.\u00ab<\/p>\n<p>Das antimilitaristische Camp soll auf einer Wiese am K\u00f6lner Fernsehturm Colonius stattfinden und am 26.\u2005August beginnen. Koch ist sehr zuversichtlich, dass das Verbot einer gerichtlichen Pr\u00fcfung nicht standhalten wird. Nils Sp\u00f6rkel, Anwalt der Camp-Veranstalter, hat bereits eine Eilklage gegen das Verbot eingereicht.<\/p>\n<p>Unterdessen hat die Gruppe eine weitere Demonstration angek\u00fcndiet. Am 28.\u2005August wolle man dem Chef des Rheinmetall-Konzerns, Armin Papperger, \u00bbauf die Pelle\u00ab r\u00fccken, um \u00bbgegen Krieg, Tod und Aufr\u00fcstung zu demonstrieren\u00ab, teilten die Antimilitaristen am Mittwoch mit. Nach Angaben von Andi Koch ist diese Demo ebenfalls bereits angemeldet. Angesichts dessen, dass deren Ziel der Privatwohnsitz von Papperger im K\u00f6lner Stadtteil Meerbusch ist, d\u00fcrfte es vermutlich mindestens die Auflage geben, eine andere Route zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Vorerst erkl\u00e4rte Dina P\u00fctz von Rheinmetall Entwaffnen, man wolle in einem \u00bbHaust\u00fcrgespr\u00e4ch\u00ab Papperger \u00bbh\u00f6chstpers\u00f6nlich mit dem Schicksal der Familien konfrontieren, die in Gaza und Jemen durch Rheinmetall-Waffen Angeh\u00f6rige verloren haben oder selbst schwer verletzt wurden\u00ab. Er trage \u00bbpers\u00f6nliche Verantwortung\u00ab f\u00fcr \u00bbunz\u00e4hlige tote Zivilisten\u00ab. Man wolle ihn unter anderem fragen, wie lange er noch die Kooperation mit dem israelischen R\u00fcstungskonzern Elbit Systems aufrechterhalten wolle. Wer wie Papperger die \u00d6ffentlichkeit suche, m\u00fcsse \u00bbsie auch ertragen\u00ab, begr\u00fcndet P\u00fctz den geplanten Besuch bei dem Mann, der in Interviews eher als Sicherheitsexperte denn als Aufr\u00fcstungsprofiteur behandelt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rheinmetall-Chef Armin Papperger (2.\u2009v.\u2009l.) ist so etwas wie ein Schatten-Staatssekret\u00e4r von Milit\u00e4rminister Boris Pistorius. 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