{"id":342382,"date":"2025-08-13T20:18:11","date_gmt":"2025-08-13T20:18:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342382\/"},"modified":"2025-08-13T20:18:11","modified_gmt":"2025-08-13T20:18:11","slug":"stimm-statt-blutprobe-ki-soll-krankheiten-frueh-akustisch-erkennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342382\/","title":{"rendered":"Stimm- statt Blutprobe: KI soll Krankheiten fr\u00fch akustisch erkennen"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit k\u00fcnstlicher Intelligenz ausgestattete Ger\u00e4te wie Smartphones, -watches oder Sprachassistenten sind Teil unseres Alltags. Doch neben Bildanalyse, Ger\u00e4testeuerung, Wetterauskunft und Kochvorschl\u00e4gen k\u00f6nnten sie k\u00fcnftig auch eine zentrale Rolle in der Optimierung medizinischer Diagnostik spielen und die Stimmprobe die Blutprobe ersetzen. Forschende der Med Uni Graz wollen mit KI-basierter Analyse von Sprach- und Atemger\u00e4uschen Krankheiten und Entwicklungsst\u00f6rungen erkennen.<\/p>\n<p>Wenn sich Stimme &#8222;nicht gut anh\u00f6rt&#8220;<\/p>\n<p>Aufmerksame Eltern k\u00f6nnen am Klang der Stimme ihrer Kinder erkennen, ob eine Erk\u00e4ltung im Anmarsch ist, oder sich ein Husten &#8222;nicht gut&#8220; anh\u00f6rt. Wenn Ger\u00e4te wie Smartphones oder Sprachassistenten mithilfe ihrer k\u00fcnstlichen Intelligenz mittlerweile &#8222;h\u00f6ren und verstehen&#8220;, k\u00f6nnten sie in Zukunft auch in der Lage sein zu erkennen, ob der Sprecher krank ist &#8211; und das besser als das menschliche Ohr. Mit dieser Thematik setzen sich der auf Stimmakustik und maschinelles Lernen spezialisierte Grazer Toningenieur Florian Pokorny und die klinische Linguistin Katrin Bartl-Pokorny, beide an der Klinischen Abteilung f\u00fcr Neonatologie &amp; Klinische Abteilung f\u00fcr Phoniatrie der Med Uni Graz, auseinander.<\/p>\n<p>&#8222;Der Mensch h\u00f6rt die Stimmen von gesunden und kranken Menschen und lernt, dass es Unterschiede beispielsweise in der Rauheit, Tonh\u00f6he oder Lautst\u00e4rke gibt. \u00c4rzte verwenden zus\u00e4tzlich ein Stethoskop, um Lungen- und Herzt\u00f6ne zu h\u00f6ren und ihre Schl\u00fcsse daraus zu ziehen. Ein Computer k\u00f6nnte ohne Erm\u00fcdung aus einer riesigen Menge an Beispieldaten der Sprachaufzeichnung lernen, das erlernte Wissen speichern und es im Laufe der Zeit nicht vergessen&#8220;, erkl\u00e4rte Pokorny gegen\u00fcber der APA. Hinzu kommt, dass Computer Tausende von akustischen Merkmalen aus einem Sprachsignal extrahieren k\u00f6nnen oder Bilder (Spektrogramme) aus einem Sprachsignal generieren, die die Informationen aus mehreren akustischen Merkmalen kombinieren.<\/p>\n<p>Die Vorteile dieser sogenannten Computer-Audition (CA) &#8211; der Einsatz von KI zur Analyse von Sprach- und Atemger\u00e4uschen \u2013 sind vielf\u00e4ltig. \u00c4rzte k\u00f6nnten mit den Informationen m\u00f6glicherweise die Genauigkeit ihrer Diagnosen erh\u00f6hen, Fehldiagnosen reduzieren, Krankheiten fr\u00fcher diagnostizieren und unangenehme Untersuchungen f\u00fcr Patienten reduzieren. Grundbedingung zum Aufbau solcher CA-Systeme zur Krankheitserkennung sei, dass Personen unterschiedlichen Alters und Geschlechts mit und ohne Krankheit Stimm-, Husten oder Atemproben zur Verf\u00fcgung stellen, aus denen das System lernen kann, betonte der Grazer Forscher. Er hat j\u00fcngst Ergebnisse seiner eigenen Forschung und die seiner Fachkollegen unter dem Titel &#8222;Hey Smartphone, am I ill?&#8220; in der Zeitschrift &#8222;Frontiers in Young Minds&#8220; ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>&#8222;Schreibabys&#8220; im Fokus der Forschenden<\/p>\n<p>Pokorny selbst untersucht die Akustik des ersten Schreis von Termin- und Fr\u00fchgeborenen anhand zahlreicher Signalparameter. Auf Basis der h\u00f6rbaren Unterschiede und mithilfe von KI will er letztlich stimmbasiert Hinweise zur Fr\u00fcherkennung von Erkrankungen im fr\u00fchen Kindesalter finden. Diese reichen von derzeit sp\u00e4t erkannten Entwicklungsst\u00f6rungen, wie der Autismus-Spektrum-St\u00f6rung bis hin zur Sprachentwicklung von &#8222;Schreibabys&#8220;.<\/p>\n<p>In einer Pilotstudie wird das Weinen der &#8222;Schreibabys&#8220; &#8211; also Babys, die besonders viel weinen und sich schwer beruhigen lassen &#8211; mithilfe von KI genauer untersucht: &#8222;Babys mit Regulationsproblemen &#8211; sogenannte &#8222;Schreibabys&#8220; &#8211; weinen laut Definition zumindest \u00fcber eine Dauer von mindestens drei Wochen an mindestens drei Tagen pro Woche drei oder mehr Stunden&#8220;, erkl\u00e4rte Pokorny. Studien h\u00e4tten bereits gezeigt, dass Kinder, die als Babys Regulationsprobleme hatten, sp\u00e4ter h\u00e4ufiger Verhaltens- und Entwicklungsauff\u00e4lligkeiten haben als Kinder, die das nicht hatten. In einer laufenden Pilotstudie mit Babys im Alter ab acht Wochen versucht das Team um Pokorny herauszufinden, ob sich ihre Laute von denen anderer Babys unterscheiden.<\/p>\n<p>Aus der Analyse der Vokalisationen von Babys mit Regulationsproblemen will man Hinweise auf Abweichungen im vorsprachlichen Verhalten von Kindern mit Regulationsproblemen finden. Dies k\u00f6nnte wiederum Hinweise liefern, wie Babys, die ein erh\u00f6htes Risiko tragen, fr\u00fchzeitig identifiziert werden.<\/p>\n<p>ePaper<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.nachrichten.at\/nachrichten\/epaper\/epa1419,42824\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/3367613_seite-1_mediadaten_1ECWvm_0L2jyc.jpg\" alt=\"Seite 1\" width=\"120\" height=\"182\"\/><br \/>\n      <\/a><\/p>\n<p>\t\t\tJetzt ePaper lesen!<\/p>\n<p class=\"d-flex align-items-end text-teaser mb-20\">\n\t\t\t\tLesen Sie die tagesaktuelle ePaper-Ausgabe der O\u00d6Nachrichten &#8211; jetzt gleich digital durchbl\u00e4ttern!\n    \t\t<\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.nachrichten.at\/nachrichten\/epaper\/epa1419,42824\" target=\"_blank\" class=\"btn btn-sm btn-blue\" rel=\"nofollow noopener\"><br \/>\n        \t\tzum Epaper<br \/>\n        \t<\/a>   <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/loader_small_grey.gif\" alt=\"L\u00e4dt\" title=\"L\u00e4dt\"\/><\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.nachrichten.at\/meine-welt\/gesundheit\/javascript:\" data-fcms-action=\"addTopic\" class=\"artDetailSchlagwort__materialLink\" aria-label=\"Schlagwort zu Ihren Themen hinzuf\u00fcgen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p class=\"artDetailSchlagwort__meineThemenTooltip\">\n      info Mit dem Klick auf das Icon f\u00fcgen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.nachrichten.at\/themen\/\" class=\"artDetailSchlagwort__materialLink\" aria-label=\"Ihre Themen Seite aufrufen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p class=\"artDetailSchlagwort__meineThemenTooltip\">\n      info<br \/>\n      Mit dem Klick auf das Icon \u00f6ffnen Sie Ihre &#8222;meine Themen&#8220; Seite. 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