{"id":342392,"date":"2025-08-13T20:23:11","date_gmt":"2025-08-13T20:23:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342392\/"},"modified":"2025-08-13T20:23:11","modified_gmt":"2025-08-13T20:23:11","slug":"trump-droht-putin-mit-schweren-konsequenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342392\/","title":{"rendered":"Trump droht Putin mit \u00abschweren Konsequenzen\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Vor seinem Treffen mit Wladimir Putin versuchten die Europ\u00e4er dem US-Pr\u00e4sidenten nochmals ins Gewissen zu reden. Danach stellte Trump neue Sanktionen gegen Russland in Aussicht.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Wladimir Putin und Donald Trump beim G-20-Gipfel in Osaka im Juni 2019.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"3657\" height=\"2106\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/fe14b23d-9add-45ab-87cf-1a16fa2d84ac.jpg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Wladimir Putin und Donald Trump beim G-20-Gipfel in Osaka im Juni 2019. <\/p>\n<p>Kevin Lamarque \/ Reuters<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j2i1i9820\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Die Europ\u00e4er haben in den vergangenen Monaten fast alles versucht, um Donald Trump f\u00fcr sich zu gewinnen. Im Juni versprachen die Nato-Partner dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten, ihre Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung zu steigern. Im Juli akzeptierte die EU ein einseitiges Handelsabkommen mit den USA, das viele Produkte der eigenen Exportindustrie mit einem Zoll von 15 Prozent belastet. Die Bem\u00fchungen schienen zu fruchten: Trump kritisierte den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin immer heftiger und drohte mit versch\u00e4rften Wirtschaftssanktionen, sollte der Kremlchef nicht in einen Waffenstillstand mit der Ukraine einwilligen.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.\n      <\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j2hq2obt1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Praktisch im letzten Moment vollzog Trump vor wenigen Tagen jedoch eine Kehrtwende. Statt harte Sanktionen gegen Russland zu verh\u00e4ngen, vereinbarte er mit Putin f\u00fcr diesen Freitag einen Zweiergipfel auf einem Luftwaffenst\u00fctzpunkt bei Anchorage in Alaska. Damit sch\u00fcrte Trump in Europa erneut Bedenken, dass er zu seiner urspr\u00fcnglichen Absicht zur\u00fcckkehren k\u00f6nnte: eine bilaterale Einigung mit dem russischen Diktator \u00fcber die K\u00f6pfe der Europ\u00e4er und Ukrainer hinweg. Um dies zu verhindern, versuchten die wichtigsten Regierungschefs des alten Kontinents am Mittwoch dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten in einer Videokonferenz nochmals ins Gewissen zu reden.<\/p>\n<p>Europ\u00e4er geben Trump f\u00fcnf Punkte mit auf den Weg<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j2i2p75g0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz empfing zu dem Anlass in Berlin den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodimir Selenski. <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nbcnews.com\/world\/ukraine\/trump-putin-alaska-europe-ukraine-virtual-meeting-rcna224680\" rel=\"nofollow noopener\">Mit dabei in der Konferenzschaltung<\/a> waren auch die Regierungschefs von Italien, Frankreich, Grossbritannien, Polen und Finnland sowie die Pr\u00e4sidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, und Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte. Kurz nach dem Anruf stellte Merz in einer Pressekonferenz klar: \u00abIn Alaska m\u00fcssen grundlegende europ\u00e4ische und ukrainische Sicherheitsinteressen gewahrt bleiben. Das war die Botschaft, die wir heute dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten mit auf den Weg gegeben haben.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Neben dem Anruf mit Trump leitete der britische Premierminister Keir Starmer am Mittwoch eine weitere Beratung der Europ\u00e4er im Format der \u00abKoalition der Willigen\u00bb.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"6764\" height=\"4512\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" loading=\"lazy\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Neben dem Anruf mit Trump leitete der britische Premierminister Keir Starmer am Mittwoch eine weitere Beratung der Europ\u00e4er im Format der \u00abKoalition der Willigen\u00bb. <\/p>\n<p>Jack Taylor \/ Reuters<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j2i66c810\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die gemeinsame Position der Europ\u00e4er bestehe aus f\u00fcnf Punkten, erkl\u00e4rte der deutsche Bundeskanzler. Erstens m\u00fcsse die Ukraine mit am Tisch sitzen, sollte es ein Folgetreffen geben. Zweitens m\u00fcsse es zuerst einen Waffenstillstand geben, bevor \u00fcber weitere Elemente einer Friedensl\u00f6sung verhandelt werde. Drittens m\u00fcssten Gespr\u00e4che \u00fcber territoriale Anspr\u00fcche vom gegenw\u00e4rtigen Verlauf der Frontlinie ausgehen. \u00abDer Grundsatz, dass Grenzen nicht gewaltsam verr\u00fcckt werden d\u00fcrfen, muss fortgelten.\u00bb Viertens m\u00fcssten \u00abrobuste Sicherheitsgarantien f\u00fcr Kiew\u00bb ein Teil der Verhandlungen sein. Und f\u00fcnftens sollten die Gespr\u00e4che mit Russland auf der Grundlage \u00abeiner gemeinsamen transatlantischen Strategie\u00bb erfolgen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j2i5l2j60\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Wenn sich die russische Seite in Alaska nicht bewege, m\u00fcssten die USA und Europa den Druck auf Moskau erh\u00f6hen, forderte Merz. \u00abPr\u00e4sident Trump kennt diese Positionen. Er teilt sie sehr weitgehend.\u00bb Der Bundeskanzler gab sich zuversichtlich. Das Gespr\u00e4ch sei \u00abgut und konstruktiv\u00bb verlaufen. \u00abEs gibt Hoffnung auf einen Frieden in der Ukraine.\u00bb<\/p>\n<p>Angst vor russischer Manipulation<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j2ia7vkl1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Nach dem Anruf mit Trump berieten sich die Europ\u00e4er weiter im Format der \u00abKoalition der Willigen\u00bb. Ob Trump den Europ\u00e4ern gut zugeh\u00f6rt hat und sich an ihre Positionen halten wird, d\u00fcrfte sich allerdings erst am Freitag in Alaska zeigen. Zumindest sprach er aber am Mittwoch ebenfalls von einem guten Gespr\u00e4ch mit den Europ\u00e4ern: \u00abIch w\u00fcrde ihm die Note 10 geben.\u00bb Sein Ziel am Freitag sei es, die Voraussetzung f\u00fcr einen umgehenden Dreiergipfel zu schaffen. Wenn alles gutgehe, werde es \u00abein schnelles Treffen zwischen Pr\u00e4sident Putin und Pr\u00e4sident Selenski und mir geben, falls sie mich dabeihaben wollen\u00bb. Sollte der Kremlchef am Freitag nicht in ein Ende des Kriegs einwilligen, werde dies \u00absehr schwere Konsequenzen haben\u00bb, meinte Trump. Im Detail wollte er aber nicht erkl\u00e4ren, welche Strafmassnahmen er genau ergreifen w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j2i89jou0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Trumps ehemaliger Sicherheitsberater und <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/politics\/archive\/2025\/08\/putin-trump-ukraine-summit-trap\/683841\/\" rel=\"nofollow noopener\">heutiger Kritiker John Bolton f\u00fcrchtet hingegen<\/a>, dass Putin \u2013 ein ehemaliger Geheimdienstoffizier \u2013den amerikanischen Pr\u00e4sidenten im bilateralen Gespr\u00e4ch um seinen Finger wickeln k\u00f6nnte. Unabh\u00e4ngig vom Resultat des Gipfels habe der Kremlchef aber bereits gewonnen: \u00abEr ist der Anf\u00fchrer eines Schurkenstaats und wird Bilder mit dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten auf amerikanischem Boden kriegen.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j2i8cjor0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Auch der ehemalige General Philip Breedlove sprach gegen\u00fcber CNN von einem Propagandaerfolg f\u00fcr den russischen Staatschef. Denn in Wahrheit verliere Putin momentan diesen Krieg, meinte Breedlove. Nur mit der Hilfe nordkoreanischer Soldaten sei Russland in der Lage gewesen, eigene Territorien in der Region Kursk zur\u00fcckzugewinnen. Auch der demokratische Senator Richard Blumenthal teilt die Sorge, dass Putin den amerikanischen Pr\u00e4sidenten manipulieren k\u00f6nnte. \u00abMeine gr\u00f6sste Sorge ist ein schlechtes Abkommen, das Selenski ablehnt, womit er zum B\u00f6sewicht wird. Dann ginge Trump erneut mit seiner klassischen Mixtur aus Rache und Eitelkeit auf die Ukraine los.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j2i93jl80\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die russisch-amerikanische Journalistin Masha Gessen denkt in einem Kommentar f\u00fcr die <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/08\/13\/opinion\/trump-putin-ukraine-alaska.html\" rel=\"nofollow noopener\">\u00abNew York Times\u00bb<\/a> aber noch einen Schritt weiter. Selbst wenn Trump sch\u00e4rfere Wirtschaftssanktionen gegen Russland verh\u00e4ngen w\u00fcrde, k\u00f6nnte dies Putin nicht zu einem Umdenken bringen. Dem Kremlchef sei die eigene Macht wichtiger als der Wohlstand seines Landes, schreibt Gessen. \u00abEwige Macht in seinem eigenen Land, indem er Russlands Grenzen ausweitet.\u00bb Deshalb gebe es nur eine L\u00f6sung: \u00abDie Vereinigten Staaten und die Nato verf\u00fcgten stets \u00fcber die F\u00e4higkeit, diesen Krieg auf die einzig m\u00f6gliche Weise zu beenden: indem sie Putin besiegen.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor seinem Treffen mit Wladimir Putin versuchten die Europ\u00e4er dem US-Pr\u00e4sidenten nochmals ins Gewissen zu reden. Danach stellte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":342393,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-342392","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews","16":"tag-welt","17":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115023328312233572","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=342392"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342392\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/342393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=342392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=342392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=342392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}