{"id":342436,"date":"2025-08-13T20:46:16","date_gmt":"2025-08-13T20:46:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342436\/"},"modified":"2025-08-13T20:46:16","modified_gmt":"2025-08-13T20:46:16","slug":"gebietsabtretungen-im-tausch-fuer-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342436\/","title":{"rendered":"Gebietsabtretungen im Tausch f\u00fcr Frieden?"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">S<br \/>\n        ollte die Ukraine Gebiete abtreten m\u00fcssen, um dadurch f\u00fcr Frieden zu sorgen?\n      <\/p>\n<p>      Pro<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-3\" pos=\"3\">\n        Von Gereon Asmuth\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"4\">Zwar w\u00e4ren Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland ein Gewinn f\u00fcr Putin und eine schwer ertr\u00e4gliche Niederlage f\u00fcr die Ukraine. Doch es ist der einzige Weg, den ebenso unertr\u00e4glichen Krieg zu beenden.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"5\">Denn wie enden Kriege? M\u00f6glichkeit 1: durch einen milit\u00e4rischen Sieg, sodass der Gegner kapitulieren muss \u2013 wie 1945. Aber das ist im Ukrainekrieg ausgeschlossen. Ein milit\u00e4rischer Sieg \u00fcber Russland ist ohne weltweite Eskalation undenkbar. Umgekehrt bleibt ein Triumph Putins in Kyjiw leider m\u00f6glich, wenn der Ukraine die Luft ausgeht, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Krieg-in-der-Ukraine\/!6106938\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">worauf die aktuelle russische Offensive<\/a> an der Front hindeutet. Das aber kann niemand wollen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">M\u00f6glichkeit 2: Der Krieg f\u00e4hrt sich fest. Ohne Absprache. Mit der st\u00e4ndigen Gefahr, dass er wieder ausbricht. Sicherheit, Stabilit\u00e4t, Frieden sogar wird somit ein Ding der Unm\u00f6glichkeit.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Bleiben noch zwei Optionen: Der Krieg endet eben nicht \u2013 mit allen fatalen Konsequenzen. Oder die Verhandlungsl\u00f6sung. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es traumhaft, wenn Putin den R\u00fcckzug seiner Truppen aus der Ukraine verf\u00fcgte. Aber das wird nicht passieren.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"8\">Ukraines Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat in den vergangenen Tagen zwei Punkte betont. Die Ukraine werde ihr Land dem Besatzer nicht schenken. Und \u00fcber territoriale Ver\u00e4nderungen m\u00fcsse ein Referendum entscheiden. Beides l\u00e4sst sich als klare Absage an den Trump-Putin-Deal lesen. Oder eben als Einstieg in die Verhandlungen. Etwa weil Land nicht verschenkt wird, sondern der hohe Preis ist, den man bereit ist zu zahlen, wenn die Ukraine daf\u00fcr etwas bekommt. Dauerhafter Krieg ist schmerzhafter als ein eigentlich unakzeptables Kriegsende. Ein Frieden \u00fcber die K\u00f6pfe der Ukrai\u00adne\u00adr:in\u00adnen hinweg aber ist kein Frieden.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"9\">Die gro\u00dfe Frage bleibt: K\u00f6nnte man Putin trauen, dass er sich an ein solches Abkommen h\u00e4lt? Die Antwort ist: Nein. Ohne eine Westanbindung der Ukraine oder zumindest Friedenstruppen von der UN oder Drittstaaten wird es nicht gehen. Selbst dann gibt es keine Garantie, dass der Krieg wieder ausbricht. Aber ohne eine Verhandlung gibt es unweigerlich weiter Krieg, Zerst\u00f6rung und Tod.<\/p>\n<p>      Contra<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"11\">\n        Von Barbara Oertel\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"12\">Der Forderung nachzugeben, w\u00fcrde bedeuten, einen v\u00f6lkerrechtswidrigen Landraub zu legitimieren und den Aggressor auch noch f\u00fcr sein verbrecherisches Tun zu belohnen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"13\">Wenn\u2019s denn der Wahrheitsfindung dient, lautet eine g\u00e4ngige Redewendung. Leicht abgewandelt lie\u00dfe sich \u00fcber die Forderung in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sagen: Gebietsabtretungen, wenn\u2019s denn dem Frieden dient. Und da darf es dann gerne auch mal ein wenig mehr sein.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"14\">In den vergangenen Tagen geistert immer mal wieder der Begriff <a href=\"https:\/\/taz.de\/Geplantes-Treffen-von-Trump-und-Putin\/!6102810\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eGebietstausch\u201c durch die Nachrichten<\/a>. \u00dcbersetzt hei\u00dft das: ukrainische Gebiete gegen gewaltsam besetzte ukrainische Gebiete zu tauschen. Geht\u2019s noch?<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-17\" pos=\"15\">Die Rede ist von vier ukrainischen Gebieten, die russische Truppen zu mehr oder minder gro\u00dfen Teilen besetzt halten. Eben diese Gebiete will sich der russische Pr\u00e4sident jetzt in G\u00e4nze einverleiben, unter diesem Mindesteinsatz macht es der Kreml nicht, um \u00fcberhaupt an den Verhandlungstisch zu kommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-18\" pos=\"16\">Bei diesen zynischen Planspielen v\u00f6llig aus dem Blick geraten die Menschen in der Ukraine, die schon jetzt unter russischer Besatzung leben und leiden m\u00fcssen. Woher wissen wir eigentlich, wie viele von ihnen bislang nicht durch Raketen oder Drohnen, sondern durch die Hand ihrer \u201eBefreier\u201c und \u201eBesch\u00fctzer\u201c zu Tode gekommen sind?<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-19\" pos=\"17\">Kurzum: Russland, das tagt\u00e4glich seinen Willen zum Frieden mit fl\u00e4chendeckenden Bombardierungen des Nachbarn demonstriert, nachzugeben, k\u00e4me f\u00fcr die Ukraine einem Suizid auf Raten gleich. Doch damit h\u00f6rt es nicht auf. Welche Garantien haben wir, dass sich Moskau mit dem Erreichten zufrieden gibt? Eben. Auf diese Frage bleiben die Be\u00adf\u00fcr\u00adwor\u00adte\u00adr*in\u00adnen von Gebietsabtretungen leider eine Antwort schuldig.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-20\" pos=\"18\">In seinem Buch \u201eWenn Russland gewinnt\u201c wirft der Politikwissenschaftler und Milit\u00e4rexperte Carlo Masala einen Blick in die Glaskugel. Russische Truppen nehmen die estnische, gr\u00f6\u00dftenteils von russischst\u00e4mmigen Menschen bewohnte Stadt Narva ein. Noch ist das nicht mehr als ein \u00adZukunftsszenario. Es fragt sich allerdings, wie lange noch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"S ollte die Ukraine Gebiete abtreten m\u00fcssen, um dadurch f\u00fcr Frieden zu sorgen? 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