{"id":342453,"date":"2025-08-13T20:55:11","date_gmt":"2025-08-13T20:55:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342453\/"},"modified":"2025-08-13T20:55:11","modified_gmt":"2025-08-13T20:55:11","slug":"pakistan-jetzt-kommt-es-zur-grossrazzia-gegen-afghanen-die-nach-deutschland-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342453\/","title":{"rendered":"Pakistan: Jetzt kommt es zur Gro\u00dfrazzia gegen Afghanen, die nach Deutschland sollten"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Neue Aufregung um die deutschen Regierungsprogramme zur Evakuierung von afghanischen Staatsb\u00fcrgern nach Deutschland: Wie WELT aus Sicherheitskreisen erfuhr, l\u00e4uft in Islamabad aktuell eine Gro\u00dfrazzia zum Aufsp\u00fcren von Afghanen, die kein g\u00fcltiges Aufenthaltsvisum f\u00fcr Pakistan besitzen. Im Fokus: Menschen, die mit einer Aufnahmezusage f\u00fcr die Bundesrepublik in der pakistanischen Hauptstadt festsitzen und dort von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) versorgt werden.<\/p>\n<p>Nach Informationen von WELT durchsuchten pakistanische Sicherheitskr\u00e4fte in den vergangenen Tagen zahlreiche Herbergen, teils auch Unterk\u00fcnfte internationaler Hotelketten, und nahmen ausnahmslos alle Afghanen ohne Visum fest. Sowohl GIZ-Mitarbeiter als auch deutsche Diplomaten und Beamte \u2013 vor Ort und in Berlin \u2013 versuchen zur Stunde, pakistanische Regierungsstellen dazu zu bringen, die Inhaftierten nicht in ihre Heimat abzuschieben.<\/p>\n<p>Angaben von diversen mit der Angelegenheit betrauten Personen zufolge habe es in den vergangenen Wochen \u201erund 400 Festnahmen\u201c von Afghanen mit Aufnahmezusage f\u00fcr Deutschland gegeben; mehrere Dutzend Afghanen seien bereits in ihre Heimat deportiert worden, wo sie allerdings weiterhin Unterst\u00fctzung \u00fcber von der Bundesregierung eingesetzte Dienstleister erhalten.<\/p>\n<p>Mehrfach hatte die pakistanische Regierung Berlin in den vergangenen Monaten aufgefordert, die Aufnahmeprogramme endlich zu beenden; anderenfalls werde man, so die Ank\u00fcndigung, Afghanen abschieben, deren Visum aufgrund der Tatenlosigkeit der Bundesregierung abgelaufen sind. Auf Bitten Berlins war die Frist auf Ende Juni verl\u00e4ngert worden, aber wieder passierte nichts. Von den rund 2200 in Islamabad festsitzenden Personen haben nach WELT-Informationen nur noch ein paar Dutzend ein Visum; eine Verl\u00e4ngerung ist derzeit nur in Ausnahmef\u00e4llen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) hatte angek\u00fcndigt, sich an bestehende Aufnahmezusagen f\u00fcr in Pakistan befindliche Personen halten zu wollen \u2013 sofern diese rechtlich bindend sind. Seit vier Monaten wurden allerdings keine Afghanen aus den Aufnahmeprogrammen mehr aus Islamabad nach Deutschland gelassen \u2013 mutma\u00dflich nicht zuletzt deswegen, weil in den Monaten zuvor jeder einzelne Aufnahmeflug Aufregung und teils auch scharfe Kritik ausgel\u00f6st hatte. Au\u00dferdem hatte die Koalition vereinbart, keine weiteren Aufnahmeprogramme mehr aufzusetzen.<\/p>\n<p>\u201eDas, was wir hier erleben, macht schlicht keinen Sinn\u201c<\/p>\n<p>In Berlin wei\u00df man: Je l\u00e4nger die Afghanen in Islamabad festsitzen, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die pakistanische Regierung die Geduld verliert und die Leute au\u00dfer Landes schafft \u2013 und sich Deutschland dann nicht mehr um sie k\u00fcmmern muss. Andererseits gibt es die nun laufenden gro\u00dfen Bem\u00fchungen deutscher Seite, Islamabad gn\u00e4dig zu stimmen \u2013 und die Betroffenen zur\u00fcck in die Obhut der GIZ zu entlassen. \u201eDas, was wir hier erleben, macht schlicht keinen Sinn. Die Bundesregierung m\u00fcsste endlich auf h\u00f6chster Ebene mit der pakistanischen Regierung sprechen\u201c, sagte eine mit der aktuellen Lage vertraute Person gegen\u00fcber WELT.<\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt reagierte auf eine Anfrage zur Lage in Islamabad bislang nicht. In der vergangenen Woche hie\u00df es aus dem Ministerium gegen\u00fcber WELT: \u201eDie Bundesregierung stellt die umfassende Betreuung aller Personen mit Aufnahmezusage f\u00fcr Deutschland sicher und unterst\u00fctzt sie soweit als m\u00f6glich bei der Verl\u00e4ngerung ihrer pakistanischen Visa.\u201c<\/p>\n<p>Die Botschaft informiere die pakistanischen Beh\u00f6rden \u201ekontinuierlich \u00fcber den Status der Betroffenen im Ausreiseverfahren\u201c. Und weiter: \u201eAlle aufzunehmenden Personen, die sich derzeit in Pakistan aufhalten, k\u00f6nnen sich jederzeit an einen von der Bundesregierung vor Ort beauftragten Dienstleister f\u00fcr die logistische Unterst\u00fctzung wenden.\u201c<\/p>\n<p>Vor Festnahme und Abschiebung sch\u00fctzt diese \u201elogistische Dienstleistung\u201c allerdings ganz offenbar nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue Aufregung um die deutschen Regierungsprogramme zur Evakuierung von afghanischen Staatsb\u00fcrgern nach Deutschland: Wie WELT aus Sicherheitskreisen erfuhr,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":342454,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[7451,331,3924,332,3922,48611,3364,29,30,13,167,79885,14,3923,15,3921,12,15451],"class_list":{"0":"post-342453","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-afghanistan","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","11":"tag-aktuelle-news","12":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","13":"tag-bundesregierung-ks","14":"tag-de","15":"tag-deutschland","16":"tag-germany","17":"tag-headlines","18":"tag-investigation","19":"tag-islamabad","20":"tag-nachrichten","21":"tag-nachrichten-aus-deutschland","22":"tag-news","23":"tag-news-aus-deutschland","24":"tag-schlagzeilen","25":"tag-taliban"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115023454193815769","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342453","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=342453"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342453\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/342454"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=342453"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=342453"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=342453"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}