{"id":342510,"date":"2025-08-13T21:26:11","date_gmt":"2025-08-13T21:26:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342510\/"},"modified":"2025-08-13T21:26:11","modified_gmt":"2025-08-13T21:26:11","slug":"berlin-brandenburg-berliner-steuerfahnder-nehmen-influencer-in-den-blick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342510\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Berliner Steuerfahnder nehmen Influencer in den Blick"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Berliner Steuerfahnder nehmen Influencer in den Blick<\/p>\n<p>\t\t\t\t              13.08.2025, 17:22 Uhr<\/p>\n<p><strong>Influencer zeigen ihr Leben in sozialen Medien, bewerben dabei zahlreiche Produkte \u2013 und zahlen daf\u00fcr wom\u00f6glich keine Steuern. Nun sind sie deshalb im Visier der Beh\u00f6rden.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Berliner Steuerfahnder nehmen derzeit Tausende Unterlagen sogenannter Influencer unter die Lupe. Dem Finanzamt f\u00fcr Fahndung und Strafsachen l\u00e4gen rund 4.000 Datens\u00e4tze im Zusammenhang mit Social-Media-Akteuren vor, teilte Finanzstaatssekret\u00e4r Wolfgang Schyrocki auf eine parlamentarische Anfrage aus der SPD-Fraktion mit.\u00a0<\/p>\n<p>Die Daten w\u00fcrden gesichtet, aufbereitet und im Anschluss den Berliner Finanz\u00e4mtern zur weiteren Bearbeitung \u00fcbermittelt. Berlin tausche sich dabei auch mit den Steueraufsichtsstellen der anderen Bundesl\u00e4nder aus. Zuerst hatte die &#8222;Berliner Morgenpost&#8220; \u00fcber das Thema berichtet.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Allein die Tatsache, dass Personen oder Unternehmen in diesen Datens\u00e4tzen aufgef\u00fchrt sind, l\u00e4sst nicht automatisch auf ein steuerliches Fehlverhalten schlie\u00dfen&#8220;, erkl\u00e4rte Schyrocki. &#8222;Wie in anderen Einkommensbereichen besteht<br \/>jedoch auch bei Einnahmen, die \u00fcber Social-Media-Plattformen erzielt werden, das Risiko, dass Eink\u00fcnfte nicht ordnungsgem\u00e4\u00df erkl\u00e4rt werden.&#8220; In dem Fall drohen Nachzahlungen und Strafen.\u00a0<\/p>\n<p>Hoher Steuerschaden in NRW<\/p>\n<p>Mitte Juli war bekanntgeworden, dass Influencer allein den Fiskus in Nordrhein-Westfalen um rund 300 Millionen Euro betrogen haben sollen. Die dortigen Steuerfahnder analysieren demnach ein Paket mehrerer Social-Media-Plattformen mit 6.000 Datens\u00e4tzen, aus denen sich der mutma\u00dfliche Millionen-Schaden ergibt. Auch andere Bundesl\u00e4nder sollen betroffen sein.<\/p>\n<p>Zur Herkunft der Berliner Datens\u00e4tze lagen keine Angaben vor. Laut Senatsfinanzverwaltung liegt jedoch die Vermutung nahe, dass es sich um<br \/>Daten aus den gleichen Datenpaketen wie in NRW handelt. Das dortige Landesamt zur Bek\u00e4mpfung der Finanzkriminalit\u00e4t hatte nicht offengelegt, um welche Daten es sich konkret handelt.\u00a0<\/p>\n<p>SPD-Politiker will nachhaken<\/p>\n<p>Die Anfrage gestellt hatte der Steuerexperte der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Schl\u00fcsselburg. Die Antwort der Senatsfinanzverwaltung reicht ihm nicht aus. \u00a0<\/p>\n<p>&#8222;W\u00e4hrend Nordrhein-Westfalen offensiv und transparent gegen m\u00f6glichen Steuerbetrug von Influencern vorgeht, beschr\u00e4nkt sich der Berliner Senat auf defensive Antworten&#8220;, kritisierte er. &#8222;Dabei liegen in Berlin selbst 4.000 Datens\u00e4tze auf dem Tisch.&#8220; Doch konkrete Zahlen oder Informationen \u00fcber Ermittlungen oder Nachveranlagungen bleibe der Senat schuldig.\u00a0<\/p>\n<p>Er werde hier nachhaken, so Schl\u00fcsselburg. &#8222;Denn hier geht es um Gerechtigkeit.&#8220; Eine Kassiererin im Supermarkt m\u00fcsse jeden Cent versteuern \u2013 und mit ihren Klicks mache sie Influencer reich, die dann oft ihre Steuern nicht ordentlich zahlten. &#8222;Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern schadet uns allen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Berliner Steuerfahnder nehmen Influencer in den Blick 13.08.2025, 17:22 Uhr Influencer zeigen ihr Leben in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":342511,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,296,1956,8436,5241,1890,29,30,153,95848],"class_list":{"0":"post-342510","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-berlin","13":"tag-berlin-und-brandenburg","14":"tag-berliner","15":"tag-blick","16":"tag-brandenburg","17":"tag-deutschland","18":"tag-germany","19":"tag-influencer","20":"tag-steuerfahnder"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115023576051486377","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342510","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=342510"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342510\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/342511"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=342510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=342510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=342510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}