{"id":342775,"date":"2025-08-13T23:47:12","date_gmt":"2025-08-13T23:47:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342775\/"},"modified":"2025-08-13T23:47:12","modified_gmt":"2025-08-13T23:47:12","slug":"laenderchefs-im-norden-fordern-strompreiszonen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/342775\/","title":{"rendered":"L\u00e4nderchefs im Norden fordern Strompreiszonen"},"content":{"rendered":"<p>In Deutschland gelten bisher f\u00fcr alle Stromkunden die gleichen B\u00f6rsenpreise \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wie weit die Bundesl\u00e4nder beim Ausbau der erneuerbaren Energien sind. Ist das gerecht? F\u00fcr die Abschaffung der einheitlichen Stromgebotszone sprechen sich mehrere Regierungschefs in Norddeutschland aus. Ihre Hoffnung: Die <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/strompreis-q870344\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Strompreis<\/a>e in ihren Regionen k\u00f6nnten sinken \u2013 w\u00e4hrend sich die Energie im S\u00fcden verteuern d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Bremens B\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/andreas-bovenschulte-q496300\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Andreas Bovenschulte<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/spd-q49768\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SPD<\/a>) pl\u00e4diert bereits seit L\u00e4ngerem f\u00fcr unterschiedliche Strompreiszonen. Zuspruch daf\u00fcr kommt auch von Hamburgs Erstem B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher (SPD), vom schleswig-holsteinischen Ministerpr\u00e4sidenten Daniel G\u00fcnther (CDU) sowie vom brandenburgischen Regierungschef Dietmar Woidke (SPD). Das berichtet das &#8222;Handelsblatt&#8220;. Tschentscher zufolge sind unterschiedliche Stromgebotszonen demnach \u201eein starker marktwirtschaftlicher Anreiz f\u00fcr einen sinnvollen regionalen Ausbau der Stromnetze und der regenerativen Stromproduktion sowie f\u00fcr den Einsatz innovativer Technologien\u201c.<\/p>\n<p>Stromnetzausbau stockt<\/p>\n<p>Im Norden ist die Windstromproduktion stark ausgebaut worden. Der Stromnetzausbau, um die Energie in den S\u00fcden zu transportieren, wo viel Industrie ans\u00e4ssig ist, aber hinkt hinterher. Um Stromleitungen nicht zu \u00fcberlasten, sind teure Ma\u00dfnahmen zur Sicherung und Stabilisierung des Netzes notwendig.<\/p>\n<p>Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Woidke sagte dem &#8222;Handelsblatt&#8220;, durch Strompreiszonen g\u00e4be es in den Regionen mit gutem Ausbaustand bei den Erneuerbaren deutlich g\u00fcnstigere Strompreise \u2013 was auch gut f\u00fcr Unternehmensansiedlungen sei. Zugleich steige in den Regionen mit h\u00f6heren Strompreisen der Druck, Netze und erneuerbare Energien auszubauen. Es k\u00f6nne nicht angehen, &#8222;dass die L\u00e4nder bestraft werden, die beim Ausbau der Erneuerbaren gut aufgestellt sind&#8220;.<\/p>\n<p>Bovenschulte sieht keine Mehrheit<\/p>\n<p>Bremens B\u00fcrgermeister Bovenschulte h\u00e4lt Strompreiszonen f\u00fcr volkswirtschaftlich sinnvoll: &#8222;Insofern gibt es keinen Grund, die Forderung fallen zu lassen.\u201c Es gebe derzeit allerdings politisch keine Mehrheit daf\u00fcr. Aus dem S\u00fcden kam von Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) und Baden-W\u00fcrttembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Gr\u00fcne) eine gemeinsame Reaktion: \u201eVon diesem Vorschlag halten wir gar nichts und deswegen werden wir uns mit aller Macht dagegenstellen.&#8220; Eine Schw\u00e4chung der wirtschaftlich starken Regionen im S\u00fcden und Westen durch h\u00f6here Strompreise k\u00f6nne nicht im Interesse der norddeutschen Bundesl\u00e4nder liegen. Ein Sprecher des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie verwies zudem auf den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD, in dem es hei\u00dft: \u201eWir halten an einer einheitlichen Stromgebotszone fest.\u201c<\/p>\n<p>\n    Die Energieexpertin des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung Claudia Kemfert <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.873140.de\/publikationen\/wochenberichte\/2023_21_3\/strompreiszonen_sind_auch_keine_loesung_____besser_die_oekostromluecke_im_sueden_schliessen__kommentar.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00e4u\u00dferte sich in der Vergangenheit skeptisch zur Wirkung von Strompreiszonen mit Verweis auf Studien<\/a>. Vor allem sei es wichtig, die L\u00fccke beim \u00d6kostrom im S\u00fcden schnell zu schlie\u00dfen, schrieb Kemfert. Der Windenergieausbau in Bayern m\u00fcsse schnell geschehen. Das freue auch die Industrie: &#8222;Eile ist geboten. Sonst hei\u00dfen die Bayerischen Motorenwerke wohl bald Bremer Motorenwerke.&#8220;\n<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc81xhsiu83rb2j8rnh1e\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/wirtschaft\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Deutschland gelten bisher f\u00fcr alle Stromkunden die gleichen B\u00f6rsenpreise \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wie weit die Bundesl\u00e4nder beim&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":342776,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-342775","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115024130620062430","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342775","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=342775"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342775\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/342776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=342775"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=342775"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=342775"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}