{"id":343309,"date":"2025-08-14T04:43:12","date_gmt":"2025-08-14T04:43:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/343309\/"},"modified":"2025-08-14T04:43:12","modified_gmt":"2025-08-14T04:43:12","slug":"wiesbaden-fluechtlinge-ziehen-in-palasthotel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/343309\/","title":{"rendered":"Wiesbaden: Fl\u00fcchtlinge ziehen in Palasthotel"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die k\u00fcnftige Nutzung des Wiesbadener Palasthotels k\u00f6nnte zu einer ernsthaften Belastungsprobe f\u00fcr die Kooperation von <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"SPD\" data-rtr-id=\"c2d4fa5cdfe3231ed958e72fcd36d6afd3774812\" data-rtr-score=\"43.85532591414944\" data-rtr-etype=\"organisation\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/spd\" title=\"SPD\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SPD<\/a>, Gr\u00fcnen, Linken und Volt im Stadtparlament werden. Die Zukunft des ehemaligen Grandhotels ist weiterhin ungekl\u00e4rt, aber nun sind die ersten Fl\u00fcchtlingsfamilien in das sanierungsbed\u00fcrftige Geb\u00e4ude eingezogen, und weitere sollen in den n\u00e4chsten Wochen folgen. Das hat Sozialdezernentin Patricia Becher (SPD), die zudem Aufsichtsratsvorsitzende der st\u00e4dtischen Eigent\u00fcmergesellschaft GWW\/GWG ist, auf Anfrage best\u00e4tigt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Insgesamt 13 Familien sollen in dem Haus vorerst f\u00fcr ein Jahr untergebracht werden. Trifft das Linksb\u00fcndnis in diesem Herbst keine Entscheidung \u00fcber das Geb\u00e4ude, k\u00f6nnten die Fl\u00fcchtlingsfamilien dort auch l\u00e4nger wohnen. Es sei aber nicht vorgesehen, das Palasthotel dauerhaft zu einer Fl\u00fcchtlingsunterkunft zu machen, sagte Becher.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Entwicklung rund um das ehemalige Hotel ist nicht ohne Brisanz. Die GWW hatte fr\u00fcheren Mietern der Sozialwohnungen in dem Geb\u00e4ude neue Wohnungen in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Wiesbaden\" data-rtr-id=\"69d5fc480fc1fc03846b046ecde7f0a239cedbcb\" data-rtr-score=\"50.77297297297297\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/wiesbaden\" title=\"Wiesbaden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wiesbaden<\/a> besorgt, damit diese aus dem Haus ausziehen und damit die dringend notwendige Sanierung erm\u00f6glichen. So war es gelungen, fast 80 der 85 Wohnungen freizubekommen.<\/p>\n<p>Langfristige Nutzung soll im Herbst entschieden werden<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Nun aber stockt eine m\u00f6gliche Sanierung, und die GWW habe einen \u201edauerhaften Leerstand\u201c in der Innenstadt vermeiden wollen, f\u00fchrte Becher weiter aus. Daher habe das Jobcenter die 13 Wohnungen f\u00fcr die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Fl\u00fcchtlinge\" data-rtr-id=\"4dd49ae10f17468059dd276404b10b6085707732\" data-rtr-score=\"15.667726550079491\" data-rtr-etype=\"keyword\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/fluechtlinge\" title=\"Fl\u00fcchtlinge\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fl\u00fcchtlinge<\/a> bis zum Sommer n\u00e4chsten Jahres befristet gemietet. Nach Auskunft von Ariane W\u00fcrzberger, Leiterin des Jobcenters, handelt es sich bei den Mietern um Familien, die als anerkannte Fl\u00fcchtlinge B\u00fcrgergeld beziehen und zuvor lange in Unterk\u00fcnften gelebt haben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eEs sind alles kleinere Familien und keine Gro\u00dffamilien\u201c, erl\u00e4uterte W\u00fcrzberger und erg\u00e4nzte: \u201eEine Familie besteht aus f\u00fcnf Personen, die anderen haben zwischen zwei und vier Familienmitglieder.\u201c Die GWW habe die M\u00f6glichkeit, diese Mietvertr\u00e4ge vorzeitig zu k\u00fcndigen, wenn die Politik \u00fcber die Zukunft des Palasthotels entschieden habe.<\/p>\n<p>KI-Artikelchat nutzen<\/p>\n<p>Mit der kostenlosen Registrierung nutzen Sie Vorteile wie den Merkzettel.&#13;<br \/>\n                Dies ist&#13;<br \/>\n                kein Abo und kein Zugang zu FAZ+&#13;<br \/>\n                Artikeln.<\/p>\n<p>Sie haben Zugriff mit Ihrem Digital-Abo.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Registrierung<\/p>\n<p>            <a data-registered-resend=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-loggedin-continue=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-login=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-register=\"\" adobe-track=\"true\"\/><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Das soll nach Auskunft von Becher noch in diesem Herbst geschehen. Derzeit werde eine Vorlage f\u00fcr die Stadtverordneten erarbeitet. Darin wird es nicht nur um einen m\u00f6glichen Verkauf, sondern auch um Konzepte gehen, wie das traditionsreiche Haus k\u00fcnftig genutzt werden k\u00f6nnte. Im Erdgeschoss ist noch Einzelhandel und Gastronomie angesiedelt; der Stadtjugendring und das freie Theater \u201eK\u00fcnstlerhaus43\u201c z\u00e4hlen ebenfalls zu den Mietern und haben ihre befristeten Mietvertr\u00e4ge nun erst einmal verl\u00e4ngert bekommen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Lage ist kompliziert, f\u00fcr einige Wiesbadener sogar verfahren. Das ehemalige Grandhotel am Kochbrunnenplatz gegen\u00fcber der Hessischen Staatskanzlei wurde zwischen 1903 und 1905 erbaut. Das Geb\u00e4ude mit einer Bruttogeschossfl\u00e4che von rund 7700 Quadratmetern wurde immer wieder umgebaut und muss nun grundlegend saniert werden. GWW\/GWG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Keller hatte schon vor rund einem Jahr best\u00e4tigt, dass die gesch\u00e4tzten Sanierungskosten von rund 40 Millionen Euro von der Gesellschaft kaum zu tragen seien. Zudem, so Keller weiter, sei es die Aufgabe der GWW\/GWG, m\u00f6glichst vielen Wiesbadenern bezahlbaren Wohnraum zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Hotel, Seniorenheim oder bezahlbarer Wohnraum?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Nachdem im vergangenen Jahr bekannt geworden war, dass der Hotelbau dringend saniert werden muss, gab es verschiedene \u00dcberlegungen, wie mit dem Haus weiter verfahren werden soll. Die Wiesbadener Politik diskutiert im Aufsichtsrat der GWW\/GWG offenbar schon seit mehr als neun Jahren \u00fcber die Zukunft des imposanten Geb\u00e4udes im Herzen der Stadt. Pl\u00e4ne, dort wieder ein F\u00fcnfsternehotel zu er\u00f6ffnen, sind umstritten. Vor allem die SPD h\u00e4lt nichts davon. W\u00e4hrend eines Unterbezirksparteitages beschlossen die Sozialdemokraten, dass das Palasthotel im st\u00e4dtischen Eigentum bleiben soll. Ein zuvor interessierter Investor hat mittlerweile abgesagt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Im Linksb\u00fcndnis gibt es indes Diskussionsbedarf. Gesine Bonnet, Fraktionsvorsitzende der Gr\u00fcnen, sagte auf Anfrage: \u201eWir sehen es skeptisch, was den Verbleib des Geb\u00e4udes in st\u00e4dtischer Hand angeht.\u201c Ihrer Meinung nach k\u00f6nne auch ein Verkauf eine gute Option sein, zumal die Sanierungskosten von rund 40 Millionen Euro aufgrund der aktuellen Haushaltssituation sowohl f\u00fcr die Stadt als auch die GWW nicht einfach aufzubringen seien. \u201eEin Hotel ist nicht die schlechteste Option\u201c, sagte Bonnet weiter. Die Gr\u00fcnen wollen nun erst einmal auf die Vorlage warten und sich dann f\u00fcr eine Variante entscheiden. Bonnet mahnte zudem, dass sich die Politik mit der Entwicklung des Geb\u00e4udes nicht mehr allzu viel Zeit lassen solle.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Im Fr\u00fchjahr hatte die GWW\/GWG ein neues Konzept vorgestellt. Demnach sollen in dem Haus Seniorenwohnungen und Businesswohnungen angeboten werden. Die Erl\u00f6se aus der Vermietung dieser Businesswohnungen sollen zur Querfinanzierung der Seniorenwohnungen genutzt werden. Diese L\u00f6sung k\u00f6nnte jedoch erhebliche Zusch\u00fcsse aus dem Haushalt erfordern. Experten sind der Ansicht, dass die Quadratmetermiete rund 30 Euro betragen m\u00fcsse, um die Sanierungskosten zu refinanzieren. In Wiesbaden gibt es eine Mietpreisbremse.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Sollte sich in absehbarer Zeit keine L\u00f6sung f\u00fcr das Palasthotel finden, ist es laut Dezernentin Becher m\u00f6glich, dass vor\u00fcbergehend weitere neue Mieter in die leer stehenden Wohnungen einziehen. \u201eGleichwohl wollen wir wirklich mit einer Entscheidung vorankommen und w\u00fcnschen uns sehr, dass das noch in diesem Jahr entscheiden wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die k\u00fcnftige Nutzung des Wiesbadener Palasthotels k\u00f6nnte zu einer ernsthaften Belastungsprobe f\u00fcr die Kooperation von SPD, Gr\u00fcnen, Linken&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":343310,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-343309","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115025294401848351","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=343309"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343309\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/343310"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=343309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=343309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=343309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}