{"id":343923,"date":"2025-08-14T10:34:10","date_gmt":"2025-08-14T10:34:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/343923\/"},"modified":"2025-08-14T10:34:10","modified_gmt":"2025-08-14T10:34:10","slug":"armutsforscher-kritisieren-statistisches-bundesamt-scharf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/343923\/","title":{"rendered":"Armutsforscher kritisieren Statistisches Bundesamt scharf"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 14.08.2025 11:23 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Bisher ermittelte das Statistische Bundesamt Zahlen zur Armut nach zwei Methoden. Zuletzt wurden offenbar die Ergebnisse einer davon gel\u00f6scht.\u00a0Mehr als eine Million Arme seien deshalb aus der Statistik verschwunden, so Kritiker.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n30 teils prominente Armutsforscher werfen dem Statistischen Bundesamt vor, die Armutsquoten in Deutschland kleinrechnen zu wollen. Experten wie der langj\u00e4hrige Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, und der K\u00f6lner Sozialwissenschaftler Christoph Butterwegge beklagen in einem Protestbrief an die Pr\u00e4sidentin des Bundesamtes, Ruth Brand, die Statistiker h\u00e4tten ihre Berechnungsmethode auf eine m\u00f6gliche Variante reduziert und die Ergebnisse einer anderen Variante von der Homepage gel\u00f6scht.<\/p>\n<p>    Knapp eine Million Arme aus Statistik verschwunden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchneider sagte dem <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/armutsforscher-klagen-manipulationsvorwurf-gegen-statistisches-bundesamt-XIN3WCNJI5HXTAOVLW65GLKY74.html\" title=\"Armutsforscher kritisieren Statistisches Bundesamt\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Redaktionsnetzwerk Deutschland<\/a>, der Vorgang sei brisant, da nach der verbliebenen Berechnungsmethode die Armutsquote deutschlandweit 2023 bei 15,5 Prozent gelegen habe, nach der gel\u00f6schten aber bei 16,6 Prozent. Die Armut sei damit &#8222;mal eben um mehr als eine Millionen Menschen geringer&#8220;. Es dr\u00e4nge sich die Frage nach Manipulation oder zumindest einem interessengeleiteten Vorgehen auf.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass die Ergebnisse der zweiten Berechnungsmethode nicht mehr ver\u00f6ffentlicht w\u00fcrden und nach Darstellung der Autoren sogar r\u00fcckwirkend gel\u00f6scht wurden, betrachten die Unterzeichner als einen nicht akzeptablen Eingriff in die wissenschaftliche Freiheit.<\/p>\n<p>    Beh\u00f6rdliche Willk\u00fcr?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs grenze &#8222;an beh\u00f6rdliche Willk\u00fcr, wenn ein Bundesamt Ergebnisse von allgemeinem wissenschaftlichen und \u00f6ffentlichen Interesse zur\u00fcckh\u00e4lt und damit die gesamte Fachdiskussion und \u00f6ffentliche Rezeption beschnitten werden&#8220;. Die Autoren des Briefes fordern Brand auf, die Entscheidung r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls armutsgef\u00e4hrdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens hat. Die Berechnungsmethoden unterscheiden sich insbesondere bei der Definition und Erfassung des Haushaltsnettoeinkommens.<\/p>\n<p>    Bundesamt: Bessere Vergleichbarkeit durch Umstellung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Statistische Bundesamt begr\u00fcndet die Umstellung mit einer EU-weiten Vergleichbarkeit. Bei dieser Methode w\u00fcrden die Einkommensarten jeweils einzeln und ausf\u00fchrlich abgefragt, statt nur als Gesamtsumme, so die Beh\u00f6rde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo k\u00f6nne eher als im bisherigen Verfahren vermieden werden, dass Auskunftspflichtige Einkommen, die insbesondere nicht aus Erwerbsarbeit stammen, unber\u00fccksichtigt bleiben. Das betreffe zum Beispiel staatliche Leistungen wie Kindergeld, Kinderzuschlag, BAf\u00f6G, Pflegegeld oder Wohngeld.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Armutsforscher lassen das nicht gelten. In ihrem Protestbrief kritisieren sie die Ansicht, wonach die neue Methode methodisch \u00fcberlegen sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 14.08.2025 11:23 Uhr Bisher ermittelte das Statistische Bundesamt Zahlen zur Armut nach zwei Methoden. 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