{"id":344115,"date":"2025-08-14T12:19:10","date_gmt":"2025-08-14T12:19:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344115\/"},"modified":"2025-08-14T12:19:10","modified_gmt":"2025-08-14T12:19:10","slug":"am-flughafen-frankfurt-super-star-kehrt-heim-lufthansa-zeigt-historische-flugzeuge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344115\/","title":{"rendered":"Am Flughafen Frankfurt: Super Star kehrt heim: Lufthansa zeigt historische Flugzeuge"},"content":{"rendered":"<p>        Am Flughafen Frankfurt<br \/>\n      Super Star kehrt heim: Lufthansa zeigt historische Flugzeuge<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Zum Jubil\u00e4um im kommenden Jahr spendiert sich die Lufthansa einen spektakul\u00e4ren Showroom. Als erstes Exponat ist in der Nacht ein Flugzeug eingetroffen, das mal als das sch\u00f6nste der Welt galt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg is-initial\">Noch fehlen die Fl\u00fcgel, doch die Lockheed Super Star zieht auf der Baustelle am Frankfurter Flughafen bereits alle Blicke auf sich. Im Vergleich zu den heutigen Flugzeug-Jumbos wirkt der im historischen <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/themen\/lufthansa-4177532.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lufthansa<\/a>-Kleid neu lackierte Flugzeugrumpf erstaunlich zierlich. Zusammen mit einer historischen Junkers Ju 52 soll das viermotorige Propeller-Flugzeug aus den 1950er Jahren zum Publikumsmagneten des neuen Besucher- und Konferenzzentrums direkt neben der Lufthansa-Zentrale werden.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Super Star aus der Constellation-Baureihe symbolisiert den H\u00f6hepunkt der propellergetriebenen Passagierflugzeuge und gleichzeitig die fliegerische Aufbruchstimmung Ende der <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/kultur\/film\/themen\/1950er-6407260.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">1950er<\/a> Jahre, sagt Projektleiter Wolfgang von Richthofen. Denn so sch\u00f6n und elegant, wie sie mit ihren vier 16-Zylinder-Motoren und dem m\u00e4chtigen dreiflossigen Leitwerk auf viele Zeitgenossen auch wirkte: Vergleichsweise schnell wurde die nur in 44 Exemplaren gebaute Super Star durch die aufkommenden D\u00fcsenjets wie der Boeing 707 verdr\u00e4ngt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Ohne Stopp \u00fcber den <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/weltgeschehen\/themen\/atlantik-4120154.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Atlantik<\/a><\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Auch bei der nach dem Weltkrieg gerade wieder neu gegr\u00fcndeten Lufthansa spielte sie nur eine Zwischenrolle. Die Gesellschaft setzte von 1958 bis 1960 vier Super Stars als Passagierflugzeuge f\u00fcr bis zu 99 G\u00e4ste ein. Bis zur Au\u00dferdienststellung im November 1965 flogen die viermotorigen Maschinen noch als Frachter. Im Linienverkehr verkehrten sie meist auf der Strecke Hamburg-<a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/themen\/frankfurt-4191612.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt<\/a>-New York ohne Zwischenstopp \u00fcber den Atlantik. Bis zu 17 Stunden dauerten diese Fl\u00fcge.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Fl\u00fcgel der Super Star werden bereits in der kommenden Woche erwartet. Noch \u00e4lter, n\u00e4mlich aus dem Jahr 1936, ist die Junkers Ju 52, die bis vor wenigen Jahren noch auf Rundfl\u00fcgen beispielsweise in Frankfurt oder zum Hamburger Hafenfest unterwegs war. Die in Lippstadt-Paderborn restaurierte &#8222;Tante Ju&#8220; mit der historischen Kennung D-AQUI soll noch im September nach Frankfurt gebracht werden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Dass beide Flugzeuge per Schwertransport anrollen m\u00fcssen, liegt daran, dass sie nicht mehr f\u00fcr den Luftverkehr zugelassen sind. Bei der Super Star hat die Lufthansa Technik ambitionierte Pl\u00e4ne aufgegeben, Nostalgie-Fl\u00fcge f\u00fcr Passagiere anzubieten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Vorstand stoppte Sanierung aus Kostengr\u00fcnden<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Ausstellungsmaschine ist anders als die Junkers streng genommen nie f\u00fcr Lufthansa geflogen. Zehn Jahre lang hatten Techniker der Lufthansa-Berlin-Stiftung in Auburn im US-Staat Maine versucht, aus drei Oldtimern des Typs eine flugf\u00e4hige Maschine zusammenzubauen.\u00a0Als Grundger\u00fcst diente ein Flugzeug der US-Gesellschaft TWA, das deutlich weniger Rost angesetzt hatte als die ebenfalls aufgekaufte Lufthansa-Maschine mit der Kennung D-ALAN.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die technische Restaurierung selbst sowie die notwendige technische Zertifizierung durch die Aufsichtsbeh\u00f6rden stellten sich als zu komplex heraus. Der Vorstand stoppte die Vollsanierung schlie\u00dflich 2018 aus Kostengr\u00fcnden, auch wenn die vielen Millionen gr\u00f6\u00dftenteils von Sponsoren bezahlt worden sein sollen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Teile wurden schlie\u00dflich nach <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/lokal\/hamburg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hamburg<\/a> zur Lufthansa Technik verschifft und dort in den heutigen musealen Zustand gebracht. Da die Arbeiten bereits weit fortgeschritten waren, gl\u00e4nzt das in M\u00fcnster neu lackierte Flugzeug mit authentischen Details in Cockpit und Kabine. Zu den Kosten f\u00fcr das Zentrum und die Restaurierung der beiden Flugzeuge macht das Unternehmen bislang keine Angaben.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Das Besucher- und Konferenzzentrum soll im April er\u00f6ffnet werden und \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sein. &#8222;Das Zentrum soll ein besonderer Ort werden&#8220;, sagt der Projektleiter aus der Fliegerfamilie Richthofen und hat dabei Mitarbeiter, Luftfahrt-Enthusiasten und Passagiere im Blick. Neben faszinierender Technik und Luftfahrt-Pioniergeist stellt sich der Konzern dort auch der eigenen, nicht immer glorreichen Geschichte.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Problematische Rolle im Nationalsozialismus\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Mit dem Jubil\u00e4um im kommenden Fr\u00fchjahr bezieht sich Lufthansa explizit auf die problematische Vorg\u00e4ngerin Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft, die 1926 auf Dr\u00e4ngen der deutschen Reichsregierung gegr\u00fcndet wurde. Laut Forschungen war das Unternehmen eng in die illegale Aufr\u00fcstung des Deutschen Reiches eingebunden und sp\u00e4ter wichtiger Teil des nationalsozialistischen Kriegsapparats. Tausende Zwangsarbeiter mussten unter ausbeuterischen Bedingungen f\u00fcr die erste Hansa arbeiten.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Auftrag f\u00fcr neue Firmengeschichte<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Erst im April 1955 und damit fast zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs durften erste Linienfl\u00fcge der neu gegr\u00fcndeten Deutschen Lufthansa AG abheben. Zun\u00e4chst hatten die Alliierten den Deutschen jeden Luftverkehr untersagt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Juristisch hat der heutige Konzern nichts mit der in der Weimarer Republik gegr\u00fcndeten Vorg\u00e4ngerin zu tun, sicherte sich aber nach dem Weltkrieg die Markenrechte an Namen, Farbgebung und Kranich-Symbol. 1999 trat der Konzern dem Entsch\u00e4digungsfonds f\u00fcr Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer bei. Eine neue Firmengeschichte soll im M\u00e4rz 2026 erscheinen. Das Unternehmen hat dazu die Historiker Hartmut Berghoff, Manfred Grieger und J\u00f6rg Lesczenski beauftragt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Mitteilung Lufthansa zu Ankunft Super Star<\/p>\n<p>\n    dpa\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Flughafen Frankfurt Super Star kehrt heim: Lufthansa zeigt historische Flugzeuge Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":344116,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-344115","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115027087496969242","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/344115","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=344115"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/344115\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/344116"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=344115"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=344115"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=344115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}