{"id":344294,"date":"2025-08-14T13:53:15","date_gmt":"2025-08-14T13:53:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344294\/"},"modified":"2025-08-14T13:53:15","modified_gmt":"2025-08-14T13:53:15","slug":"duesseldorf-klage-gegen-kunstakademie-so-malt-ina-q-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344294\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Klage gegen Kunstakademie &#8211; so malt Ina Q."},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Farben sind ihr wichtig, sagt sie, und das sieht man ihren Werken an. Zu ihren Vorbildern geh\u00f6ren unter anderem \u2013 und auch das ist nicht zu verkennen \u2013 Frida Kahlo, Salvador Dal\u00ed und Otto Dix. Seit einigen Jahren malt sie vor allem mit Acryl auf Leinwand, will es demn\u00e4chst aber mit \u00d6lfarben versuchen. \u201eIch habe viel ausprobiert und experimentiere gerne\u201c, sagt sie, \u201ehabe aber im farbgewaltigen Surrealismus meinen Stil gefunden.\u201c<\/p>\n<p>Scharfe Kritik am Auswahlverfahren der Kunstakademie      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In ihrer Bewerbungsmappe f\u00fcr die Kunstakademie waren 23 Gem\u00e4lde enthalten, teils gro\u00dfformatige Leinw\u00e4nde, teils kleine Werke, auch Zeichnungen mit Bleistift sind dabei, die meisten sind bunt, manche aber auch monochrom. Im M\u00e4rz 2023 hatte sich die heute 30-J\u00e4hrige damit um einen Platz im Studiengang Freie Kunst beworben und danach gegen die Ablehnung geklagt. Weil die Richterin ihr in der Verhandlung kaum Aussicht auf Erfolg einr\u00e4umte, zog Ina Q. sie letztlich zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Entscheidung, die ihr leicht fiel, sagt sie. \u201eIch habe als K\u00fcnstlerin f\u00fcr mich, meine Kunst und die Kunstfreiheit eingestanden, das ist das, was wichtig ist.\u201c Und sie bleibt bei ihrem Standpunkt: Das Auswahlverfahren sei von Willk\u00fcr und elit\u00e4rer Ausgrenzung gepr\u00e4gt, \u201everkleidet als Expertise\u201c.<\/p>\n<p>\u201eSystem, das Kunstfreiheit predigt und Zensur praktiziert\u201c      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Kunstakademie indes wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Verfahren \u00e4u\u00dfern. So viel ist bekannt: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/duesseldorf\/kultur\/kunstakademie-duesseldorf-kriterien-fuer-erfolgreiche-bewerbung_aid-132754849\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Im Schnitt wird jeder achte Bewerber angenommen, die Pr\u00fcfungskommissionen haben jeweils acht Mitglieder.<\/a> Sie alle vergeben Noten von 1 bis 3 (hervorragend geeignet bis nicht geeignet) f\u00fcr k\u00fcnstlerische Gestaltungsf\u00e4higkeit, Realisierungsf\u00e4higkeit und Konzeption. Q. bekam von sieben Pr\u00fcfern dreimal eine 3, einer gab ihr dreimal eine 2, insgesamt nicht ausreichend f\u00fcr ein <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/studium\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Studium<\/a>. Dazu seien in den schriftlichen Bewertungen, die sie einsehen konnte, teils enorm abwertende \u00c4u\u00dferungen \u00fcber ihre Werke und sie selbst als K\u00fcnstlerin gefallen, sagt Q. Insgesamt zeige sich hier \u201eein System, das Kunstfreiheit predigt und Zensur praktiziert\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Q. hatte im Vorfeld der Verhandlung und auch im Verwaltungsgericht gefordert, dass ihr anhand nachvollziehbarer und klar formulierter Kriterien eine R\u00fcckmeldung zu ihrer Mappe gegeben wird. Ein Ansinnen, das die Verwaltungsrichterin zwar nachvollziehen konnte, aber letztlich abwies. Kunst liege im Auge des Betrachters, hie\u00df es dazu in der vergangenen Woche, und das seien in diesem Fall nun einmal die Mitglieder der Kommission. Der Beurteilungsspielraum sei besonders bei der Freien Kunst sehr gro\u00df, so die Richterin. Dazu sei K\u00fcnstler kein <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/beruf\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beruf<\/a>, f\u00fcr den es einen qualifizierten Abschluss brauche, die Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr die rechtliche Pr\u00fcfung seien deutlich abgesenkt.<\/p>\n<p>Kunstakademie D\u00fcsseldorf empfiehlt abgelehnten Bewerbern einen neuen Versuch      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Abgelehnten Bewerbern empfiehlt die Kunstakademie \u00fcbrigens einen neuen Versuch \u2013 ein Weg, den Ina Q. nicht gehen m\u00f6chte. Mit der Idee, Kunst nicht nur zu betreiben, sondern auch zu studieren, hat sie abgeschlossen. Fr\u00fcher wollte sie mal als Kunsttherapeutin arbeiten, hat daf\u00fcr auch die Ausbildung zur Ergotherapeutin absolviert. Inzwischen malt sie lieber in ihrer Freizeit, ist aber auch f\u00fcr Auftragsarbeiten offen. Ihre Werke zeigt sie zum Beispiel bei Instagram, viele davon h\u00e4ngen aber auch bei der Familie, Freunden und Bekannten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor Kurzem ist sie f\u00fcr einen neuen Job nach Dortmund gezogen. In ihrer Wohnung stand als Erstes fest, welches Zimmer der Atelierraum wird. Kunst sei letztlich immer ein Akt radikaler Subjektivit\u00e4t, sagt sie. \u201eIch male immer schon, mein Leben, meine Innenwelt mit Traumata, das ist f\u00fcr mich Kunstfreiheit.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Farben sind ihr wichtig, sagt sie, und das sieht man ihren Werken an. 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