{"id":344301,"date":"2025-08-14T13:57:18","date_gmt":"2025-08-14T13:57:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344301\/"},"modified":"2025-08-14T13:57:18","modified_gmt":"2025-08-14T13:57:18","slug":"toronto-film-fest-will-doku-zum-7-oktober-nun-doch-zeigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344301\/","title":{"rendered":"Toronto Film Fest will Doku zum 7. Oktober nun doch zeigen"},"content":{"rendered":"<p>Nach massiver \u00f6ffentlicher Kritik hat das Toronto International Film Festival (TIFF) angek\u00fcndigt, einen zuvor gestrichenen Dokumentarfilm \u00fcber die Hamas-Angriffe vom 7. Oktober 2023 m\u00f6glicherweise doch wieder ins Programm aufzunehmen. <\/p>\n<p>Festivaldirektor Cameron Bailey erkl\u00e4rte, er habe den Film The Road Between Us: The Ultimate Rescue urspr\u00fcnglich hinzugef\u00fcgt, weil er eine bedeutende Geschichte erz\u00e4hle und einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt der Perspektiven im Festivalprogramm leiste. \u00bbAngesichts der sensiblen und relevanten Thematik glaube ich, dass dieser Film eine wichtige Geschichte erz\u00e4hlt, die sowohl lokal als auch international Resonanz findet\u00ab, so Bailey.<\/p>\n<p>Der Film des kanadischen Regisseurs Barry Avrich dokumentiert die Rettungsaktion des israelischen Ex-Generalmajors Noam Tibon, der w\u00e4hrend des Terrorangriffs auf das Kibbutz Nahal Oz seinen Sohn, den Journalisten Amir Tibon, und dessen Familie in Sicherheit brachte. \u00dcber ein Viertel der rund 400 Bewohner des Kibbuz kamen um oder wurden verschleppt.<\/p>\n<p>\u00bbUrheberrechtliche Bedenken\u00ab<\/p>\n<p>Besonders brisant ist das verwendete Bildmaterial: Der Film enth\u00e4lt Aufnahmen, die Hamas-Terroristen w\u00e4hrend ihrer Massaker selbst gemacht und teilweise live gestreamt haben.<\/p>\n<p class=\"u-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<p>Die Produzenten der Doku gaben kanadischen Medien zufolge an, die Vorf\u00fchrung sei kurzfristig abgesagt worden, nachdem das TIFF auf angebliche urheberrechtliche Bedenken hingewiesen hatte. Konkret ging es darum, dass keine Genehmigung der Hamas f\u00fcr die Nutzung der Videos vorliege. <\/p>\n<p>Derweil hatte die Festivalleitung erkl\u00e4rt, man habe die Einladung zur\u00fcckgezogen, weil bestimmte Bedingungen nicht erf\u00fcllt worden seien, darunter die rechtliche Freigabe aller verwendeter Aufnahmen. Man wolle sich vor m\u00f6glichen juristischen Konsequenzen sch\u00fctzen und Risiken im Zusammenhang mit der Vorf\u00fchrung eines Films \u00fcber ein hochsensibles Thema minimieren.<\/p>\n<p>\u00bbDas Festival h\u00e4tte wohl auch Hitler oder Goebbels um Copyright f\u00fcr Auschwitz-Aufnahmen gebeten\u00ab<\/p>\n<p>Diese Begr\u00fcndung stie\u00df auf scharfe Kritik. Israels Au\u00dfenminister Gideon Sa\u2019ar bezeichnete die Entscheidung als \u00bbabsurd und krankhaft\u00ab und zog einen drastischen Vergleich: \u00bbDas Festival h\u00e4tte wohl auch Hitler oder Goebbels um Copyright f\u00fcr Auschwitz-Aufnahmen gebeten.\u00ab Auch j\u00fcdische Organisationen in Kanada, darunter das Centre for Israel and Jewish Affairs, verurteilten die Entscheidung scharf. Dessen CEO Noah Shack erkl\u00e4rte: \u00bbDiese besch\u00e4mende Entscheidung sendet eine klare Botschaft: Die j\u00fcdische Gemeinschaft Torontos ist beim TIFF nicht mehr sicher oder willkommen.\u00ab<\/p>\n<p>Die Filmemacher zeigten sich entt\u00e4uscht und betonten, dass es sich um \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliches Material handle, f\u00fcr das keine Genehmigung von Terroristen eingeholt werden k\u00f6nne. \u00bbWir sind keine politischen Aktivisten, sondern Geschichtenerz\u00e4hler\u00ab, hie\u00df es in einer gemeinsamen Stellungnahme. \u00bbFilm ist ein Medium, das Debatten anst\u00f6\u00dft \u2013 auch \u00fcber unbequeme Themen. Ein Festival sollte die B\u00fchne bereiten, das Publikum entscheidet, was es sehen will.\u00ab<\/p>\n<p>Bailey wies Zensurvorw\u00fcrfe entschieden zur\u00fcck und bezeichnete sie als \u00bbeindeutig falsch\u00ab. Er betonte, dass das Festival weiterhin mit den Filmemachern zusammenarbeite, um die rechtlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr eine Vorf\u00fchrung zu kl\u00e4ren. \u00bbIch habe unsere Rechtsabteilung gebeten, gemeinsam mit den Filmemachern alle verf\u00fcgbaren Optionen zu pr\u00fcfen\u00ab, erkl\u00e4rte Bailey. Gleichzeitig bat er um \u00bbGeduld und Verst\u00e4ndnis, w\u00e4hrend wir uns in diesem komplexen Umfeld bewegen\u00ab. im<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach massiver \u00f6ffentlicher Kritik hat das Toronto International Film Festival (TIFF) angek\u00fcndigt, einen zuvor gestrichenen Dokumentarfilm \u00fcber die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":344302,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1771],"tags":[573,574,1778,29,214,30,411,570,576,95,572,80,1777,14,16,575,215,571],"class_list":{"0":"post-344301","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kino","8":"tag-berichte","9":"tag-blogs","10":"tag-cinema","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-germany","14":"tag-israel","15":"tag-juedische-allgemeine","16":"tag-juedisches-leben","17":"tag-kino","18":"tag-kommentare","19":"tag-kultur","20":"tag-movie","21":"tag-nachrichten","22":"tag-politik","23":"tag-religion","24":"tag-unterhaltung","25":"tag-wochenzeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115027472810999097","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/344301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=344301"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/344301\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/344302"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=344301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=344301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=344301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}