{"id":344362,"date":"2025-08-14T14:30:11","date_gmt":"2025-08-14T14:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344362\/"},"modified":"2025-08-14T14:30:11","modified_gmt":"2025-08-14T14:30:11","slug":"personen-aus-frankreich-sammeln-unterschriften-fuer-die-schweiz-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344362\/","title":{"rendered":"Personen aus Frankreich sammeln Unterschriften f\u00fcr die Schweiz &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Marc Wilmes arbeitet t\u00e4glich mit Unterschriften\u00adsammel\u00adb\u00f6gen. Mit seiner Firma in der Ostschweiz ber\u00e4t er Initiativkomitees, bereitet die B\u00f6gen zur Beglaubigung vor und leitet sie den Gemeinden weiter. Dabei hat er schon Unstimmigkeiten festgestellt. <\/p>\n<blockquote class=\"blockquote \">\n<p>\n        Sie kommen r\u00fcber, sammeln, gehen wieder nach Frankreich und lassen diese Unterschriften \u00fcber die Pseudofirma laufen.\n    <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"article-paragraph\">So spricht Wilmes etwa von einem neuen Ph\u00e4nomen in der Romandie \u2013 von einer Scheinfirma. Hinter dieser st\u00fcnden Leute aus Frankreich, die f\u00fcr die Schweiz sammeln. \u00abSie kommen r\u00fcber, sammeln, gehen wieder nach Frankreich und lassen diese Unterschriften \u00fcber die \u2013 sage ich jetzt mal \u2013 Pseudofirma laufen. Und diese l\u00e4uft \u00fcber eine Treuhandfirma in Lausanne\u00bb, sagt Wilmes. Er wisse das, weil ihm die Organisation selbst Unterschriften verkaufen wollte. F\u00fcr 6.50 Franken pro Unterschrift. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">F\u00fcr die erw\u00e4hnte \u00abPseudofirma\u00bb gibt es weder einen Internetauftritt noch einen Handelsregister-Eintrag. SRF konnte die Firma bisher auch nicht erreichen. <\/p>\n<p>          Das war der Unterschriftenskandal<\/p>\n<p>    Box aufklappen<br \/>\n    Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Im Jahr 2024 haben sich Meldungen zu m\u00f6glicherweise gef\u00e4lschten Unterschriften verdichtet. Im September 2024 hat eine Recherche der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/abstimmungen-unterschriften-betrug-bei-volksinitiativen-384143367276\" target=\"_blank\" data-urn=\"\" data-title=\"\" rel=\"nofollow noopener\">Tamedia-Zeitungen<\/a>\u00a0dann das mutmassliche Ausmass der F\u00e4lschungen publik gemacht.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Kommerzielle Anbieter f\u00fcr Unterschriftensammlungen sollen im grossen Stil Unterschriften gef\u00e4lscht haben. Gef\u00e4lschte Unterschriften wurden gem\u00e4ss der Recherche bei rund einem Dutzend Initiativen gefunden. Besonders ausgepr\u00e4gt scheint das Problem in der Westschweiz. Viele Sammelorganisationen haben ihren Sitz im Kanton Waadt. Die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/sammlung-von-unterschriften-bundesanwaltschaft-ermittelt-wegen-verdachts-auf-wahlfaelschung\" data-urn=\"urn:srf:article:390053746\" data-title=\"Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf Wahlf\u00e4lschung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesanwaltschaft hat inzwischen mehrere Strafanzeigen eingereicht<\/a>.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Marc Wilmes sieht einen starken Anstieg der ung\u00fcltigen Unterschriften in der Romandie bei solchen Organisationen. Noch immer werde viel zu viel Geld verdient. \u00abUnd das bringt Akteure auf den Plan, die alles andere vorhaben, als seri\u00f6se Unterschriften zu sammeln\u00bb, sagt Wilmes weiter.<\/p>\n<p>                                                        F\u00fcr die Beh\u00f6rden nichts Neues<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die Staatskanzlei des Kantons Waadt sagt auf Anfrage, sie kenne einen Fall, bei dem ein franz\u00f6sischer Staatsb\u00fcrger mit Schweizer Adresse Unterschriften f\u00fcr eine Initiative beglaubigen lassen wollte. Sie habe das der Bundeskanzlei gemeldet. Allerdings sei das Unterschriftensammeln f\u00fcr Initiativen nicht Schweizerinnen und Schweizern vorbehalten. Alle mit Mandat k\u00f6nnten das tun. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die Bundeskanzlei \u00e4ussert sich nicht zu diesem spezifischen Fall, schreibt aber, sie erfahre inzwischen fr\u00fchzeitig von verd\u00e4chtigen F\u00e4llen und potenziell unlauteren Sammelt\u00e4tigkeiten. So k\u00f6nne sie Beh\u00f6rden und Komitees informieren und allenfalls anweisen. Das tue die Bundeskanzlei etwa, wenn Organisationen ohne Auftrag und gegen den Willen der Komitees Unterschriften zur Beglaubigung einreichen. <\/p>\n<p>                                                        Die Politik ist gefragt<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Kampagnenspezialist Marc Wilmes w\u00fcnscht sich von der Politik beherzteres Eingreifen, strengere Regeln oder Verbote. Die zust\u00e4ndige Kommission des St\u00e4nderats hat vor der Sommerpause darauf verzichtet und will sich in rund einem Jahr wieder damit befassen. Die Kommission des Nationalrats hat die Diskussion noch vor sich. Ihre Pr\u00e4sidentin, Nationalr\u00e4tin Greta Gysin von der Gr\u00fcnen-Partei, wagt keine Prognose.<\/p>\n<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen. 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