{"id":344469,"date":"2025-08-14T15:26:20","date_gmt":"2025-08-14T15:26:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344469\/"},"modified":"2025-08-14T15:26:20","modified_gmt":"2025-08-14T15:26:20","slug":"stellenabbau-an-flughafen-leipzig-halle-und-dresden-entlassungen-drohen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344469\/","title":{"rendered":"Stellenabbau an Flughafen Leipzig\/Halle und Dresden: Entlassungen drohen"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Leipzig\/Dresden. Bei der Mitteldeutschen Flughafen AG kommt es zu drastischen personellen Einschnitten. Nach Informationen dieser Zeitung fallen an den Flugh\u00e4fen Leipzig\/Halle und Dresden schon in diesem Jahr 172 Stellen weg. Bei einer Gesamtbelegschaft von 1200 bis 1300 Besch\u00e4ftigten entspricht dies etwa jedem achten Arbeitsplatz. Die entsprechenden Sparpl\u00e4ne stehen nun fest. Besonders einschneidend sind die Ma\u00dfnahmen, da jetzt betriebsbedingte K\u00fcndigungen m\u00f6glich sind. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Am Donnerstag hat der Vorstand die Mitarbeiter bei Veranstaltungen sowohl in Schkeuditz am Airport Leipzig als auch in Dresden auf den harten Sparkurs eingeschworen. Hintergrund ist die Sanierung des Flughafenkonzerns, dessen gr\u00f6\u00dfter Anteilseigner der Freistaat Sachsen ist, gefolgt vom Land Sachsen-Anhalt. Dabei dr\u00e4ngt die Zeit: Bis 2026 muss die MFAG, wie das Unternehmen abgek\u00fcrzt wird, ein positives Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erzielen \u2013 und das erstmals in der Unternehmensgeschichte. <\/p>\n<p>Sparkurs an Flugh\u00e4fen: \u201eGeht nicht, gibt\u2019s nicht\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das EBIT gibt Aufschluss dar\u00fcber, ob ein Unternehmen aus seinem Kerngesch\u00e4ft heraus profitabel arbeitet \u2013 ohne dass Finanzierungskosten oder Steuern das Ergebnis verzerren. 2024 lag das operative Ergebnis der MFAG bei minus 28 Millionen Euro. Bis 2026 will die Flughafenholding das Ergebnis um rund 30 Millionen Euro aus eigener Kraft verbessern.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das Unternehmen habe den Gesellschaftern diese \u201eschwarze Null\u201c als Ziel versprochen, so Managementkreise. Einen Plan B gebe es nicht: \u201eGeht nicht, gibt\u2019s nicht\u201c, lautet die Ansage.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Muss drastisch sparen: G\u00f6tz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Mitteldeutschen Flughafen AG, die die Airports in Leipzig\/Halle und Dresden betreibt.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DEXVZXFYP5IGFD4UPUVCQXEOR4.jpeg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">Muss drastisch sparen: G\u00f6tz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Mitteldeutschen Flughafen AG, die die Airports in Leipzig\/Halle und Dresden betreibt.<\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: Jan Woitas\/dpa<\/p>\n<p>Bisherige Bem\u00fchungen reichen nicht<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dass die MFAG Stellen abbauen wird, war bereits bekannt. Im Interview mit dieser Zeitung hatte der Vorstandsvorsitzende G\u00f6tz Ahmelmann noch im M\u00e4rz gesagt: \u201eWir versuchen, K\u00fcndigungen zu vermeiden, schlie\u00dfen aber nichts aus.\u201c Jetzt stehen K\u00fcndigungen konkret im Raum.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der versch\u00e4rfte Sparkurs ist laut F\u00fchrungskreisen notwendig geworden, weil die bisherigen Bem\u00fchungen nicht ausreichten. \u201eNach eineinhalb Jahren Personalabbauma\u00dfnahmen steht fest: Es reicht nicht. Wir m\u00fcssen mehr tun\u201c, best\u00e4tigen Unternehmenskreise.<\/p>\n<p>Flugh\u00e4fen Leipzig\/Halle und Dresden mit hohen Verlusten<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Zur Einordnung: Die MFAG befindet sich in der Sanierung. Das Unternehmen steht erheblich unter Druck und verfolgt einen drastischen Sparkurs. Die Flugh\u00e4fen in Leipzig und Dresden weisen seit Jahren hohe Verluste aus. Das Unternehmen k\u00e4mpft mit einem kostspieligen Investitionsstau, einer \u00fcberdimensionierten Infrastruktur und den hohen Kosten in der Luftfahrtbranche. Zudem ist der Corona-Schock noch immer nicht verdaut. Zuletzt hatte mit Wizz Air nach Ryanair die n\u00e4chste Billigairline den R\u00fcckzug aus Sachsen verk\u00fcndet.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Auf Anfrage erkl\u00e4rte Maret Montavon, Leiterin Kommunikation und politische Beziehungen der MFAG: \u201eWir haben in der MFAG mit dem \u201aZukunftsprogramm 23\u2018 seit 2022 viele Hebel genutzt, um das Unternehmen zu stabilisieren und mit dem nachfolgenden Programm \u201aZukunft 30\u2032 seit 2024 dieses noch mal um ein Vielfaches intensiviert.\u201c<\/p>\n<p>Unternehmen setzt bei Sparkurs auf drei S\u00e4ulen<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das geschehe auf drei Wegen: erstens durch eine Steigerung des Umsatzes, etwa durch die DHL-Vertragsverl\u00e4ngerung. Zweitens seien Sachkosten reduziert worden. Hinzu kommt der Stellenabbau \u00fcber nat\u00fcrliche Fluktuation, Altersabg\u00e4nge und den Verzicht auf Nachbesetzungen. \u201eDennoch reicht das nicht aus\u201c, betonte Montavon. Trotz des Restrukturierungsprogramms und gesicherter Finanzierung bis 2026 sei \u201eein struktureller Stellenabbau notwendig, um die Ertragslage nachhaltig zu verbessern und ab 2026 erstmals ein positives Ergebnis zu erzielen.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wie geht es nun weiter? Das Unternehmen setzt zun\u00e4chst auf Freiwilligkeit: Besch\u00e4ftigte haben noch bis 31. August die M\u00f6glichkeit, sich f\u00fcr das Freiwilligenprogramm zu melden. Der Vorstand hofft, den Abbau so weitgehend einvernehmlich und freiwillig zu schaffen. Managementkreisen zufolge haben sich bereits um die 50 Personen freiwillig gemeldet \u2013 es bleiben also rund 120 Stellen, die noch abgebaut werden m\u00fcssen. Betroffen seien alle Bereiche \u2013 darunter die Verwaltung, aber auch operative Stellen, etwa in der Flugzeugabfertigung.<\/p>\n<p>Betriebsbedingte K\u00fcndigungen, wenn sich nicht genug Freiwillige melden<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Sollte der Abbau nicht auf freiwilliger Basis gelingen, wird es Entlassungen geben, wie informierte Kreise best\u00e4tigen. Die betriebsbedingten K\u00fcndigungen m\u00fcssten im Laufe des Septembers ausgesprochen werden. Wirksam w\u00fcrden die K\u00fcndigungen zum 1. Oktober. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das Vorgehen sei in der Betriebsvereinbarung zum Sozialplan mit Interessensausgleich geregelt, hei\u00dft es aus dem Unternehmen.<\/p>\n<blockquote><p>Unser Ziel ist es, das Ergebnis bis 2026 um rund 30 Millionen Euro aus eigener Kraft zu verbessern.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 hfNZxo\">Maret Montavon<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 kncpVQ\">Leiterin Kommunikation &amp; Politische Beziehungen<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Diesen Sozialplan und Interessensausgleich hatte das Unternehmen seit April 2025 mit dem Betriebsrat verhandelt. Wie diese Zeitung erfuhr, konnten sich die Beteiligten jedoch nicht einigen. Daher entschied Ende Juli die Einigungsstelle mit einem verbindlichen Spruch. Dies ist in solchen Verfahren der \u00fcbliche Weg, wenn keine Einigung zustande kommt. Ein Sozialplan ist eine bindende Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, die Ausgleichs- und Unterst\u00fctzungs\u00adleistungen f\u00fcr Besch\u00e4ftigte festlegt, die durch eine Betriebs\u00e4nderung Einkommens- oder Jobverluste erleiden.<\/p>\n<p>K\u00fcndigungen sind ab September rechtlich m\u00f6glich<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Betriebsvereinbarung gilt f\u00fcr alle Gesellschaften der MFAG an den Standorten Leipzig\/Halle und Dresden und regelt verbindlich Sozialauswahl, Abfindungen und das vorgeschaltete Freiwilligenprogramm, so Managementkreise.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der richterliche Spruch ist f\u00fcr beide Seiten bindend. Rechtlich sind damit ab dem 1. September 2025 betriebsbedingte K\u00fcndigungen m\u00f6glich. Die Auswahl erfolgt dabei nach den Sozialkriterien Alter, Betriebszugeh\u00f6rigkeit, Unterhaltspflichten und Schwerbehinderung \u2013 jeweils innerhalb derselben Organisationseinheit, Entgeltgruppe, Stellenbezeichnung, T\u00e4tigkeitsfeld und am vertraglich vereinbarten Arbeitsort. Die Mitteldeutsche Flughafen AG hatte zuletzt noch rund 1200 bis 1300 Stellen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wie die F\u00fchrungsriege der MFAG versichert, verfolgt das Unternehmen parallel zu den Personalma\u00dfnahmen eine \u201eklare Zukunftsstrategie\u201c. Das Unternehmen will das Frachtgesch\u00e4ft weiter st\u00e4rken \u2013 insbesondere im Online-Handel, neben DHL. Zudem setzt die MFAG darauf, den Passagierverkehr ausbauen zu k\u00f6nnen, sobald sich die Rahmenbedingungen verbessern. Gleichzeitig plant das Unternehmen, an beiden Standorten neue Fl\u00e4chen f\u00fcr Unternehmensansiedlungen zu entwickeln.<\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-5u8rgl-0 cBUuy\">LVZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig\/Dresden. Bei der Mitteldeutschen Flughafen AG kommt es zu drastischen personellen Einschnitten. 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