{"id":344609,"date":"2025-08-14T16:51:11","date_gmt":"2025-08-14T16:51:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344609\/"},"modified":"2025-08-14T16:51:11","modified_gmt":"2025-08-14T16:51:11","slug":"northvolt-krise-koennte-steuerzahler-weitere-300-millionen-kosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/344609\/","title":{"rendered":"Northvolt-Krise k\u00f6nnte Steuerzahler weitere 300 Millionen kosten"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 14.08.2025 16:54 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Krise des Batterieherstellers Northvolt k\u00f6nnte laut einem Handelsblatt-Bericht noch mehr kosten als bislang angenommen. Von weiteren 300 Millionen Euro Steuergeldern ist die Rede.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnfang vergangener Woche hie\u00df es noch Aufatmen im Fall der Northvolt-Krise: Das US-Unternehmen Lyten teilte mit, alle verbliebenen Standorte des insolventen schwedischen Batterieherstellers Northvolt zu \u00fcbernehmen &#8211; auch die im Bau befindliche Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch nun gibt es m\u00f6glicherweise abermals schlechte Nachrichten. Wie aus einem <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/northvolt-krise-koennte-steuerzahler-wohl-weitere-millionen-kosten\/100147712.html\" title=\"Handelsblatt-Bericht zur Northvolt-Krise\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Bericht des Handelsblatts<\/a> hervorgeht, k\u00f6nnte die Krise den Steuerzahlern noch teurer zu stehen kommen als bisher angenommen. Wom\u00f6glich k\u00f6nnten weitere 300 Millionen Euro verloren gehen. Das Bundeswirtschaftsministerium erkl\u00e4rte dem Bericht zufolge, man schaue sich die Entwicklungen bei Northvolt genau an.<\/p>\n<p>    600 Millionen Euro \u00fcber Wandelanleihe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWegen anhaltender Finanzierungsprobleme hatte das Unternehmen Mitte M\u00e4rz einen Insolvenzantrag f\u00fcr den Betrieb in Schweden gestellt. Das deutsche Tochterunternehmen Northvolt Germany ist zwar eine eigenst\u00e4ndige Gesellschaft, als Teil des insolventen Mutterkonzerns aber indirekt von dem Verfahren betroffen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnklar blieb lange, wie es mit der geplanten Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein weitergehen soll. F\u00fcr die Ansiedlung gab es eine staatliche F\u00f6rderung, bei der ein Millionenverlust f\u00fcr den Steuerzahler droht. Northvolt hatte von der staatlichen F\u00f6rderbank KfW \u00fcber eine Wandelanleihe rund 600 Millionen Euro erhalten. Diese k\u00f6nnen wom\u00f6glich nicht zur\u00fcckgezahlt werden.<\/p>\n<p>    Bundesregierung \u00fcbernahm 80-prozentige Garantie<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch das war wohl nicht alles. 2020 hatte die damalige schwarz-rote Bundesregierung zudem eine Garantie von 80 Prozent f\u00fcr Bankkredite an Northvolt in H\u00f6he von 525 Millionen US-Dollar \u00fcbernommen. Als Northvolt das Restrukturierungsverfahren starten musste, soll ein Gro\u00dfteil der R\u00fcckzahlung noch ausgestanden haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Risikoposition des Bundes betrage &#8222;somit gegenw\u00e4rtig 376 Millionen US-Dollar zuz\u00fcglich Finanzierungskosten&#8220; &#8211; so soll es laut Handelsblatt ein Fachreferent des Bundeswirtschaftsministeriums am 4. Dezember 2024 im Wirtschaftsausschuss des Bundestags berichtet haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der Sitzung sei auch der damalige Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr\u00fcne) befragt worden. Habeck soll seinerzeit best\u00e4tigt haben, dass der Schaden bei Northvolt um etwa 300 Millionen Euro h\u00f6her ausfallen k\u00f6nnte. Im Zweifel sei &#8222;dieses Geld im Feuer&#8220;, habe Habeck laut Protokoll erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>    \u00dcbernahme im viertel Quartal?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBis zur \u00dcbernahme durch das US-Unternehmen d\u00fcrften \u00fcbrigens noch Monate vergehen: Lyten rechnet damit, die \u00dcbernahmen im vierten Quartal abzuschlie\u00dfen, nachdem alle erforderlichen beh\u00f6rdlichen Genehmigungsprozesse in Schweden, Deutschland und der EU durchlaufen wurden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Abschluss der Erwerbe stehe noch unter dem Vorbehalt der Erf\u00fcllung bestimmter Vollzugsbedingungen, die noch einige Monate in Anspruch nehmen w\u00fcrden, hie\u00df es vom Bundeswirtschaftsministerium. Das Ministerium schaue sich die Entwicklungen mit Blick auf den Standort Heide und auch die Auswirkungen auf eine Wandelanleihe genau an und pr\u00fcfe dies.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 14.08.2025 16:54 Uhr Die Krise des Batterieherstellers Northvolt k\u00f6nnte laut einem Handelsblatt-Bericht noch mehr kosten als bislang&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":344610,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,18261,171,174,794,56005,173,172],"class_list":{"0":"post-344609","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-insolvenzantrag","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-northvolt","17":"tag-steuerzahler","18":"tag-unternehmen","19":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115028156954493584","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/344609","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=344609"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/344609\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/344610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=344609"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=344609"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=344609"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}