{"id":345170,"date":"2025-08-14T21:58:19","date_gmt":"2025-08-14T21:58:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/345170\/"},"modified":"2025-08-14T21:58:19","modified_gmt":"2025-08-14T21:58:19","slug":"tschechen-hafen-in-hamburg-99-jahre-pacht-gehen-zu-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/345170\/","title":{"rendered":"Tschechen-Hafen in Hamburg: 99 Jahre Pacht gehen zu Ende"},"content":{"rendered":"<p>\n                <strong>Video:<\/strong><br \/>\n                2002: Das nahe Ende des Tschechen-Hafens (4 Min)\n            <\/p>\n<p>\n            Stand: 14.08.2025 05:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Der Hamburger Hafen hat ein Geheimnis, das viele nicht kennen: Seit 1929 gibt es dort den sogenannten Tschechen-Hafen, wo einst die Elbe-Schifffahrt florierte. Aber das Ende dieser Epoche ist absehbar.   <\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/aktuell-team\/marc-oliver-rehrmann,marcoliverrehrmann100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marc-Oliver Rehrmann<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\nHierhin verirren sich nur die wenigsten: In der N\u00e4he der Elbbr\u00fccken, dort wo gerade der neue Stadtteil Grasbrook entsteht, zeigt sich der Hamburger Hafen von seiner tristen Seite. Zwei Grundst\u00fccke geh\u00f6ren hier zum Tschechen-Hafen: ein trostloser Parkplatz und ein Gel\u00e4nde mit einer Handvoll Gewerbe-Bauten. Vom einst so lebhaften Handel mit tschechischen Binnenschiffen ist nichts zu erahnen. Die goldene \u00c4ra des Tschechen-Hafens lag in den <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/70er-Jahre-Katastrophen-Terror-und-Atomkraft,siebzigerjahre168.html\" title=\"70er-Jahre: Willy Brandt, RAF-Terror und Anti-AKW-Proteste\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1970er-<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/80er-Jahre-Barschel-Affaere-Hitler-Tagebuecher-Mauerfall,achtzigerjahre116.html\" title=\"80er-Jahre: Barschel-Aff\u00e4re, Hitler-Tageb\u00fccher, Mauerfall\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">80er-Jahren<\/a>. Inzwischen sind die Hafenbecken verwaist. Sie sind hier ohnehin derart verschlickt, dass schon lange kein Schiff mehr am Anleger festmachen k\u00f6nnte. Ein verwittertes Schild in tschechischer Sprache ist der einzige Hinweis, dass diese Ecke des Hamburger Hafens eine besondere Geschichte zu erz\u00e4hlen hat.<\/p>\n<p>    Mit dem Versailler Vertrag fing es an<\/p>\n<p class=\"\">\nDer Tschechen-Hafen geht zur\u00fcck auf den <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/erster_weltkrieg\" title=\"Erster Weltkrieg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ersten Weltkrieg<\/a>. Das Deutsche Reich musste nach seiner Niederlage den Tschechen einen zollfreien Zugang zum Meer erm\u00f6glichen. Dies ist im <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Versailler-Vertrag-Unterzeichnung-Inhalt-und-Folgen,versaillervertrag104.html\" title=\"Versailler Vertrag: Unterzeichnung, Inhalt und Folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Versailler Vertrag aus dem Jahr 1919<\/a> festgeschrieben. Ab 1922 laufen die Verhandlungen dar\u00fcber, welche Grundst\u00fccke die Tschechen im Hamburger Hafen erhalten sollen. Die Hansestadt bietet zun\u00e4chst den \u00f6stlichen Teil des Spreehafens an. Die Tschechen sind nicht einverstanden. Erst im November 1929 unterzeichnen beide Seiten den Pachtvertrag. Die Tschechen erhalten die Ufer-Grundst\u00fccke am Moldau- und am Saalehafen. Nutzfl\u00e4che: 28.540 Quadratmeter. Pachtdauer: 99 Jahre.<\/p>\n<p>                    Der Tschechen-Hafen im Versailler Vertrag<\/p>\n<p>Im Artikel 363 des Versailler Vertrages hei\u00dft es: &#8222;In den H\u00e4fen Hamburg und Stettin verpachtet Deutschland der Tschecho-Slowakei f\u00fcr einen Zeitraum von 99 Jahren Landst\u00fccke, die (&#8230;) dem unmittelbaren Durchgangsverkehr der Waren von oder nach diesem Staate dienen sollen.&#8220;<\/p>\n<p>    Hafenarbeiter: &#8222;Es war eine sch\u00f6ne Zeit&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nHarald Hintz ist einer, der fr\u00fcher im Tschechen-Hafen gearbeitet hat. 16 Jahre lang: von 1986 bis 2002. &#8222;Es war eine sch\u00f6ne Zeit&#8220;, erz\u00e4hlt der Rentner dem NDR bei einem Rundgang durch den Tschechen-Hafen im Jahr 2013. Einst lagen hier Tag f\u00fcr Tag Dutzende tschechische Binnenschiffe. Das Klubschiff &#8222;Praha&#8220; verw\u00f6hnte die Arbeiter mit b\u00f6hmischer K\u00fcche, ein Werkstattschiff erm\u00f6glichte Reparaturen auf dem Wasser. Hintz war als technischer Inspektor angestellt &#8211; als einer von mehr als 100 deutschen Arbeitern im Tschechen-Hafen. &#8222;Im Grunde genommen bin ich das M\u00e4dchen f\u00fcr alles gewesen&#8220;, sagt Hintz.<\/p>\n<p>    Die gro\u00dfen Bierflaschen hie\u00dfen &#8222;Elefantenspritzen&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nDie Tschechen haben den Hamburger Hafen als Drehscheibe f\u00fcr ihre Waren genutzt. Die Frachtschiffe bringen beispielsweise Kaffee, Kakao, Futtermittel, St\u00fcckgut und Getreide in die Heimat. Exportiert werden sp\u00e4ter h\u00e4ufig Industrieg\u00fcter. In den 1980er-Jahren verf\u00fcgt die Tschechoslowakische Elbe-Schiffahrtsgesellschaft (\u010cSPLO) \u00fcber mehr als 600 Binnenschiffe und Transportschuten. Bei den Deutschen ist ein Job im Moldau- und Saalehafen begehrt. Die Tschechen bezahlen die Deutschen besser als die eigenen Landsleute. &#8222;Die Deutschen haben das Acht- bis Zehnfache verdient&#8220;, wei\u00df Hintz. &#8222;Ein tschechischer Arbeiter bekam auf dem Werkstattschiff nur einen Stundenlohn von drei D-Mark. Daf\u00fcr hat er aber auch Unterkunft und Essen frei gehabt.&#8220; Und das Geld h\u00e4tten die Tschechen auf dem Schwarzmarkt zu einem guten Kurs umtauschen k\u00f6nnen, berichtet Hintz 2013.<\/p>\n<p class=\"\">\nAuf dem Klubschiff &#8222;Praha&#8220; kehren deutsche und tschechische Hafenarbeiter ein. &#8222;Die 0,75 Liter-Flaschen mit tschechischem Bier hie\u00dfen bei uns &#8218;Elefantenspritze'&#8220;, erinnert sich Hintz. Und wenn es ein Fu\u00dfballturnier der Hafenfirmen gab, machten auch die Tschechen mit.<\/p>\n<p>    Nur linientreue Kommunisten<\/p>\n<p class=\"\">\nZur Zeit des Kalten Krieges d\u00fcrfen auf tschechischer Seite nur linientreue Kommunisten in Hamburg arbeiten. &#8222;Es kam nicht jeder her&#8220;, sagt Hintz. Die M\u00e4nner h\u00e4tten nur eine Arbeitsgenehmigung f\u00fcr ein halbes Jahr erhalten. &#8222;Die Genehmigung konnte aber verl\u00e4ngert werden, wenn sich jemand als t\u00fcchtiger Arbeiter erwiesen hatte&#8220;, erz\u00e4hlt Hintz. Die einfachen Arbeiter durften nicht mit Frau und Kinder nach Hamburg kommen. &#8222;Es w\u00e4re ja auch gar kein Platz f\u00fcr die Familien da gewesen.&#8220; Oberstes Gebot f\u00fcr alle Tschechen: Nur nicht auff\u00e4llig werden, damit sie nicht gleich zur\u00fcckgeschickt werden. Es halten sich bis heute Ger\u00fcchte, dass der tschechische Geheimdienst im Moldau- und Saalehafen aktiv war.<\/p>\n<p>    Das Ende kommt mit der Wende<\/p>\n<p class=\"\">\nDer Niedergang des Hafengel\u00e4ndes begann mit der politischen Wende im Ostblock Ende der 1980er-Jahre. Die staatliche Reederei wird privatisiert, die meisten Schiffe werden abgegeben. F\u00fcr Hintz beginnt eine bittere Zeit. &#8222;Es wurde nach und nach alles verkauft.&#8220; Es bleiben nur 30 Schiffe. Die Situation ist auf Jahre hinaus un\u00fcbersichtlich. Hintz spricht von Betr\u00fcgereien und beklagt, dass sich viele Tschechen damals bereichert h\u00e4tten. In den <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/Die-90er-Jahre-Wiedervereinigung-und-Katastrophen,neunzigerjahre114.html\" title=\"90er-Jahre: Wiedervereinigung, Ungl\u00fccke und Rechte Gewalt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">90er-Jahren<\/a> lohnt sich die Binnenschifffahrt nicht mehr. L\u00e4ngst k\u00f6nnen die Waren schneller und g\u00fcnstiger per Lastwagen transportiert werden. Viele tschechische Firmen setzen zudem auf die Bahn. 2001 meldet Europas einstmals drittgr\u00f6\u00dfte Binnenschiffsreederei \u010cSPLO schlie\u00dflich Konkurs an.<\/p>\n<p>    Aus dem Klubschiff wird ein Hotelschiff<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/klubschiff105.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/klubschiff105.webp\" alt=\"Das Klubschiff &quot;Praha&quot; liegt im Saalehafen in Hamburg\" title=\"Das Klubschiff &quot;Praha&quot; diente jahrzehntelang als R\u00fcckzugsort f\u00fcr die Tschechen im Hamburger Hafen. | HHLA Archiv\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Das Klubschiff &#8222;Praha&#8220; diente jahrzehntelang als R\u00fcckzugsort f\u00fcr die Tschechen im Hamburger Hafen.<\/p>\n<p class=\"\">\nDas Klubschiff &#8222;Praha&#8220; liegt nach dem Konkurs noch einige Jahre lang stumm im Saalehafen. Seit Mitte der <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/50er-Jahre,fuenfzigerjahre140.html\" title=\"50er-Jahre: Marktwirtschaft oder Sozialismus?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1950er-Jahre<\/a> diente es als eine Art Seemannsheim f\u00fcr die Besatzungen der tschechischen Schlepper und Frachtk\u00e4hne. Jetzt geht nur noch darum, einen K\u00e4ufer zu finden. Mal hie\u00df es, die &#8222;Praha&#8220; solle k\u00fcnftig als schwimmendes Studentenwohnheim im Iran dienen. Dann ist von Interessenten aus Schweden die Rede. Einige Zeit lang wird das Klubschiff als Party-Location f\u00fcr Hamburger Nachtschw\u00e4rmer wiederbelebt. &#8222;Sp\u00e4ter ist es dann nach Prag gebracht worden, wo es dann ein Hotelschiff war&#8220;, wei\u00df der fr\u00fchere Angestellte Hintz.<\/p>\n<p>    Das Werkstattschiff liegt bei einer Hamburger Werft<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/werkstattschiff105.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/werkstattschiff105.webp\" alt=\"Das Werkstattschiff, das einst im Moldauhafen lag.\" title=\"Das ausgediente Werkstattschiff wartet auf einer Hamburger Werft auf seine neue Bestimmung. | NDR, Marc-Oliver Rehrmann\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Das ausgediente Werkstattschiff wartet auf einer Hamburger Werft auf seine neue Bestimmung.<\/p>\n<p class=\"\">\nAuch das zweite schwimmende Denkmal des Tschechen-Hafens ist nicht verschrottet worden. Das Werkstattschiff &#8222;Vltava&#8220; (auf Deutsch: Moldau) wurde 1980 auf der Werft in Lauenburg gebaut. &#8222;Das Werkstattschiff war einmalig auf der Elbe&#8220;, schw\u00e4rmt Hintz 2013. &#8222;Es war eine schwimmende kleine Werft.&#8220; In zwei Schichten erledigten die Arbeiter f\u00e4llige Reparaturen an den tschechischen Binnenschiffen. &#8222;Aber wir haben auch Auftr\u00e4ge von deutschen Firmen ausgef\u00fchrt&#8220;, berichtet Hintz stolz.<\/p>\n<p class=\"\">\nZurzeit liegt die &#8222;Vltava&#8220; im Elbwasser auf der Julius Grube Werft in Hamburg. Nach Informationen von NDR.de hatte die Otto Group mit Sitz in Hamburg das Werkstattschiff vor lange Zeit gekauft, um es zu einem Eventschiff f\u00fcr die Hafencity umzubauen. Die Bauarbeiten an Bord haben aber noch nicht begonnen. Dies best\u00e4tigte die Werft im Gespr\u00e4ch mit dem NDR im Sommer 2025.<\/p>\n<p>    Die Pacht l\u00e4uft bis 2028 &#8211; dann ist Schluss<\/p>\n<p class=\"\">\nDer Pachtvertrag mit den Tschechen l\u00e4uft noch bis November 2028. Dann sind die 99 Jahre abgelaufen und das Gel\u00e4nde f\u00e4llt automatisch an die Stadt Hamburg zur\u00fcck. So sieht es der Vertrag vor. Immer wieder hie\u00df es in den <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/2010er-Jahre-Fluechtlingskrise-Dieselgate-Wetter-Extreme,zweitausendzehner102.html\" title=\"2010er-Jahre: Fl\u00fcchtlingskrise, Dieselgate, Wetter-Extreme\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2010er-Jahren<\/a> auf tschechischer Seite, man wolle den Moldau- und den Saalehafen wiederbeleben. Passiert ist bis heute nichts. F\u00fcr die Tschechen ist das Gel\u00e4nde auch nicht mehr attraktiv.<\/p>\n<p class=\"\">\nDie Stadt Hamburg hat ohnehin kaum eine Handhabe, aus dem bestehenden Pachtvertrag herauszukommen. Zwar sind K\u00fcndigungsm\u00f6glichkeiten vorgesehen. Aber eine K\u00fcndigung k\u00f6nnte nicht einseitig erfolgen. Dazu w\u00e4re ein komplexes Verfahren notwendig. Die Stadt Hamburg sieht aber auch keine Dringlichkeit, vor Ablauf der 99-j\u00e4hrigen Pachtzeit noch etwas zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>    Neue Zukunft im neuen Stadtteil Grasbrook<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/grasbrook310.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/grasbrook310.webp\" alt=\"So soll der Grasbrook in Zukunft aussehen.\" title=\"Auf dieser Visualisierung des neuen Stadtteils Grasbrook ist f\u00fcr das heutige Gel\u00e4nde des Tschechen-Hafens eine neue Bebauung vorgesehen. | Fotofrizz_&amp; moka Studio, Fotofrizz_&amp; moka Studio\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Auf dieser Visualisierung des neuen Stadtteils Grasbrook ist f\u00fcr das heutige Gel\u00e4nde des Tschechen-Hafens eine neue Bebauung vorgesehen.<\/p>\n<p class=\"\">\nKlar ist: Die Nachbarschaft des Tschechen-Hafens wird sich in den kommenden Jahren stark wandeln. Denn in Sichtweite entsteht das neue Stadtviertel Grasbrook &#8211; mit 3.000 Wohnungen und 16.000 Arbeitspl\u00e4tzen. F\u00fcr den Moldauhafen ist eine neue Moldauhafenbr\u00fccke geplant, die ab 2026 gebaut werden soll. Sie soll von den nahegelegenen Elbbr\u00fccken aus die U-Bahn ins Quartier bringen. Die ersten Geb\u00e4ude im neuen Moldauhafen-Quartier sollen im Jahr 2028 errichtet werden.<\/p>\n<p>    Wohnungen sind hier nicht erlaubt<\/p>\n<p class=\"\">\nAuch die heutigen Fl\u00e4chen des Tschechen-Hafens sollen in dem neuen Stadtteil aufgehen &#8211; und zwar im Hafentor-Quartier. Die Hafenbeh\u00f6rde HPA und die Hafencity GmbH wollen die Grundst\u00fccke zu einem &#8222;urbanen gewerblichen Quartier&#8220; entwickeln. Vorgesehen sind Gewerbe-Bauten, die in erster Linie f\u00fcr Hafenbetriebe zur Verf\u00fcgung stehen sollen. &#8222;Wohnungen sind in dieser Lage wegen des hohen L\u00e4rmpegels nicht m\u00f6glich&#8220;, sagt eine Hafencity-Sprecherin im Gespr\u00e4ch mit NDR Info. Unmittelbar neben den Grundst\u00fccken f\u00fchrt eine viel befahrene, mehrspurige Stra\u00dfe entlang.<\/p>\n<p class=\"\">\nEine Besonderheit wird es weiterhin geben: Die Fl\u00e4chen des Tschechen-Hafens werden auch \u00fcber das Jahr 2028 hinaus ein Teil des Hafengebiets bleiben &#8211; w\u00e4hrend alle weiteren Fl\u00e4chen des neuen Grasbrook-Stadtteils an die Hafencity-GmbH \u00fcbertragen worden sind.<\/p>\n<p class=\"\">\nAber noch ist der neue Stadtteil mit dem alten Tschechen-Hafen Zukunftsmusik. F\u00fcrs Erste verf\u00e4llt das Gel\u00e4nde an Saale- und Moldauhafen weiter. So lange bleibt nur die Erinnerung an l\u00e4ngst vergangene goldenen Zeiten.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/hafengeburtstag1068.webp\" alt=\"Schiffsparade im Hamburger Hafen\" title=\"Schiffsparade im Hamburger Hafen | imago\/Hoch Zwei Stock\/Angerer\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Spannende Reportagen und exklusive Berichte rund um den Hamburger Hafen, die Schifffahrt und die norddeutsche Geschichte.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/hafen-hamburg-160.webp\" alt=\"Luftbild des Petroleumhafens in Hamburg.\" title=\"Luftbild des Petroleumhafens in Hamburg. | picture alliance \/ imageBROKER \/ Holger Weitzel\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>In Waltershof sollen neue Fl\u00e4chen f\u00fcr den Containerumschlag entstehen. Hamburg will, dass sich der Bund an den hohen Kosten f\u00fcr die Westerweiterung des Hafens beteiligt.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/landstrom268.webp\" alt=\"Techniker verbinden die Landstromkabel eines Containerschiffs zum Start f\u00fcr die Landstromversorgung von Containerschiffen am Eurogate-Containerterminal in Hamburg.\" title=\"Techniker verbinden die Landstromkabel eines Containerschiffs zum Start f\u00fcr die Landstromversorgung von Containerschiffen am Eurogate-Containerterminal in Hamburg. | picture alliance \/ dpa, Christian Charisius\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. Die Partei spricht von einer ern\u00fcchternden Bilanz.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/hadag-faehre-102.webp\" alt=\"Die frisch getaufte Hadag-F\u00e4hre &quot;Grasbrook&quot; legt an den Landungsbr\u00fccken ab.\" title=\"Die frisch getaufte Hadag-F\u00e4hre &quot;Grasbrook&quot; legt an den Landungsbr\u00fccken ab. | NDR, Reinhard Postelt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>250 Fahrg\u00e4ste haben Platz an Bord der neuen Hafenf\u00e4hre. Sie verf\u00fcgt \u00fcber einen Hybrid-Antrieb und soll auf fast allen Linien eingesetzt werde.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/waltershof122.webp\" alt=\"Pflanzen wachsen zwischen den Gleisen einer stillgelegten Gleisanlage in Waltershof im Hamburger Hafen.\" title=\"Pflanzen wachsen zwischen den Gleisen einer stillgelegten Gleisanlage in Waltershof im Hamburger Hafen. | picture alliance\/dpa, Marcus Brandt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Westerweiterung des Hafens kommt voran: In Waltershof sollen neue Fl\u00e4chen geschaffen werden f\u00fcr den Containerumschlag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Video: 2002: Das nahe Ende des Tschechen-Hafens (4 Min) Stand: 14.08.2025 05:00 Uhr Der Hamburger Hafen hat ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":345171,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[147,49503,29,2265,30,2989,692,12428,1989,96399,96400,96398,96397],"class_list":{"0":"post-345170","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-ausland","9":"tag-binnenschifffahrt","10":"tag-deutschland","11":"tag-elbe","12":"tag-germany","13":"tag-geschichte","14":"tag-hamburg","15":"tag-hamburger-geschichte","16":"tag-hamburger-hafen","17":"tag-moldauhafen","18":"tag-saalehafen","19":"tag-tschechen","20":"tag-tschechen-hafen"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/345170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=345170"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/345170\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/345171"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=345170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=345170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=345170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}