{"id":345400,"date":"2025-08-15T00:06:17","date_gmt":"2025-08-15T00:06:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/345400\/"},"modified":"2025-08-15T00:06:17","modified_gmt":"2025-08-15T00:06:17","slug":"hoffen-und-bangen-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/345400\/","title":{"rendered":"Hoffen und Bangen in Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Berlin. Sie sitzen nicht mit am Tisch und k\u00f6nnen nun nur noch hoffen. Die europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten und der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj haben dem Mann im Wei\u00dfen Haus Warnungen, Hinweise und Bitten mit auf den Weg nach Alaska gegeben. Aber es ist nicht sicher, ob Donald Trump sie alle richtig und wichtig findet &#8211; oder ob er sich mehr vom russischen Kriegsf\u00fchrer Wladimir Putin beeindrucken l\u00e4sst. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">In der Nacht zum Samstag wird die Welt es erfahren. Kreml-Angaben vom Donnerstagvormittag zufolge kommen der US-Pr\u00e4sident und der russische Staatschef um 11.30 Uhr lokaler Zeit am Freitag auf einem Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt in Anchorage in Alaska (21.30 Uhr MESZ) zusammen. Danach sei eine gemeinsame Pressekonferenz geplant. <\/p>\n<p>Gemeinsame Pressekonferenz von Trump und Putin?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Allerdings hatte Trump in dem Telefonat am Mittwoch mit Bundeskanzler Friedrich Merz und mehrere europ\u00e4ischen Amtskollegen sowie Selenskyj noch versichert, er werde nach dem Gespr\u00e4ch zuerst den ukrainischen Pr\u00e4sidenten und danach die Europ\u00e4er informieren. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Trump holt Putin mit dem Treffen zur\u00fcck auf die Weltb\u00fchne. Seit Beginn seines v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 isolierten ihn die westlichen Staaten. Nun will Trump mit Putin \u00fcber eine Waffenruhe in der Ukraine sprechen. Zusagen kann er ihm ohne Selenskyj nicht machen, aber er kann ihn im Nachhinein zu Zusagen zwingen. Denn ohne die milit\u00e4rische und geheimdienstliche Hilfe der USA, kann sich das \u00fcberfallene Land nicht lange erfolgreich gegen Moskau wehren. Druck auf Putin wiederum kann Trump mit weiteren Sanktionen gegen Russland machen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755216376_412_CTMZ4FTJKJE6TMFT6ISRFINJOE.png\" \/>US-Radar<\/p>\n<p class=\"CallToActionBasestyled__Text-sc-1k69918-5 fbjGwD\">Was die Vereinigten Staaten bewegt: Die USA-Experten des RND ordnen ein und liefern Hintergr\u00fcnde. Jeden zweiten Dienstag.<\/p>\n<p>Trump holt Putin zur\u00fcck auf die Weltb\u00fchne <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Als Ausgangslage haben die Europ\u00e4er f\u00fcnf zentrale Punkte genannt: An Folgetreffen m\u00fcsse die Ukraine beteiligt werden und ein Waffenstillstand am Anfang stehen, Verhandlungen m\u00fcssten Sicherheitsgarantien f\u00fcr Kiew umfassen und Teil einer gemeinsamen transatlantischen Strategie sein. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Zu den dramatischsten Themen z\u00e4hlt der f\u00fcnfte Punkt: \u201eterritoriale Fragen\u201c. Merz spricht dabei nur von der ukrainisch-russischen \u201eKontaktlinie\u201c. Er betonte: \u201eEine rechtliche Anerkennung russischer Besetzungen steht nicht zur Debatte.\u201c Allerdings hatte Trump schon von \u201eGebietstausch\u201c gesprochen. Die Europ\u00e4er haben ihm aber verdeutlicht, was Abtretungen von russisch besetzten Gebieten bedeuten w\u00fcrde: Freie Fahrt f\u00fcr Putin wie auf einer Autobahn nach Kiew. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Diese Bildkombo zeigt US-Pr\u00e4sident Donald Trump (l) und den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/BM3QXVPV6JIMLPTXMCI5JNP6T4.jpeg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">Diese Bildkombo zeigt US-Pr\u00e4sident Donald Trump (l) und den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin.<\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: Uncredited\/AP\/dpa<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Nach dem Gespr\u00e4ch hatten die europ\u00e4ische und die ukrainische Seite dem Vernehmen nach das Gef\u00fchl, Trump habe aufmerksam zugeh\u00f6rt. Die ukrainische Delegation applaudierte sogar. Merz und Gro\u00dfbritanniens Premier Keir Starmer \u00e4u\u00dferten Hoffnungen auf Waffenruhe und Frieden. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnte eindringlich vor einer Politik der Zugest\u00e4ndnisse an den Aggressor Putin. Es d\u00fcrfe keine Appeasement-Politik<b> <\/b>(Beschwichtigungspolitik) geben, wie sie einst der britische Premier Arthur Neville Chamberlain gegen\u00fcber Nazi-Deutschland betrieben habe: \u201eWas Europa braucht, ist kein weiterer Neville Chamberlain. Was Europa braucht, ist ein Winston Churchill.\u201c <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Alaska\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MP7UOD4TIJGUJL5SJ4HGY7AL6Y.jpg\" \/>Alaska und die \u201eletzte Grenze\u201c: Nirgends sind sich Russland und die USA so nah<\/p>\n<p class=\"CallToActionBasestyled__Text-sc-1k69918-5 fbjGwD\">Die Welt schaut am Freitag auf den 49. Bundesstaat, wo sich Trump und Putin zu Gespr\u00e4chen zur Zukunft der Ukraine treffen. Alaska ist selbst ein Beispiel f\u00fcr Grenzverschiebungen &#8211; aber auch f\u00fcr amerikanisch-russische Kooperation. Was sagen die Menschen vor Ort?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Chamberlain war wesentlich am M\u00fcnchner Abkommen 1938 beteiligt, das Deutschland das Recht gab, das Sudetenland zu annektieren. Er sah den Frieden in Europa damit gesichert. 1939 \u00fcberfiel Deutschland Polen und l\u00f6ste den Zweiten Weltkrieg aus. Sein Nachfolger Churchill steht f\u00fcr den entschlossenen Kampf gegen Adolf Hitler. <\/p>\n<p>Signal an die Schurken dieser Welt<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Strack-Zimmermann bezeichnete das Treffen von Putin und Trump als \u201eeinzige gro\u00dfe Show\u201c. \u201ePutin kann zu seiner Freude auf Augenh\u00f6he mit Trump sprechen.\u201c Er werde sich von seinem Ziel nicht abbringen lassen, die Ukraine komplett einzunehmen. Die FDP-Politikerin warnte eindringlich davor, den Konflikt \u201eeinzufrieren\u201c: \u201eDas ist ein fataler historischer und geopolitischer Fehler. Ein eingefrorener Konflikt ist ein Nicht-Frieden.\u201c Es entst\u00fcnden de facto russische Gebiete, auch wenn sie de jure v\u00f6lkerrechtlich nicht anerkannt werden w\u00fcrden. F\u00fcr \u201ejeden Schurken in dieser Welt\u201c w\u00e4re das das Signal: \u201eEr muss nur lange genug Krieg f\u00fchren, um das zu bekommen, was er will.\u201c <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755216377_445_L5BZYBQRYVBFBI4D7NT6XPMR6Y.png\" \/>Hauptstadt-Radar<\/p>\n<p class=\"CallToActionBasestyled__Text-sc-1k69918-5 fbjGwD\">Der RND-Newsletter aus dem Regierungsviertel. Immer donnerstags.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der au\u00dfenpolitische Sprecher der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, J\u00fcrgen Hardt, sagte dem RND, die von Merz initiierten Gespr\u00e4che mit Trump am Mittwoch seien als Erfolg zu werten. Das sei keine Garantie f\u00fcr einen guten Ausgang am Freitag, mache ihn aber m\u00f6glich. Trump sei der R\u00fccken gest\u00e4rkt worden gegen Putins absehbare L\u00fcgen und Finten. Er untersch\u00e4tze Trump immer wieder. \u201eWenn Trump den Eindruck hat, dass Putin es nicht ernst meint, dann wird schnell \u00fcber Sekund\u00e4rsanktionen gesprochen statt \u00fcber Gebietsabtretungen.\u201c <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Es sei v\u00f6llig klar: \u201eKeine Gebietsverhandlungen gegen und ohne die Ukraine, keine Verhandlungen \u00fcber europ\u00e4ische Sicherheit ohne Europ\u00e4er. Umfassende Friedensverhandlungen d\u00fcrfen kein Deckmantel f\u00fcr russische Aggression sein, das Sterben muss aufh\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der Vorsitzende des Europa-Ausschusses des Bundestags, Anton Hofreiter (Gr\u00fcne), sagte dem RND, Merz sollte unabh\u00e4ngig von dem Treffen in Alaska die humanit\u00e4re, finanzielle und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine erh\u00f6hen. \u201eEs ist auch im deutschen Sicherheitsinteresse, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland nicht verliert.\u201c Ferner forderte er: \u201eDie Nato sollte der Ukraine einen klaren, verbindlichen Beitrittspfad er\u00f6ffnen.\u201c Putin verlangt nicht nur, dass die Ukraine niemals in das transatlantische Milit\u00e4rb\u00fcndnis aufgenommen wird, sondern auch eine Verkleinerung der ukrainischen Armee. Die USA halten Diplomaten zufolge eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine nicht f\u00fcr eine Option. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin. Sie sitzen nicht mit am Tisch und k\u00f6nnen nun nur noch hoffen. 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