{"id":346415,"date":"2025-08-15T09:34:10","date_gmt":"2025-08-15T09:34:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/346415\/"},"modified":"2025-08-15T09:34:10","modified_gmt":"2025-08-15T09:34:10","slug":"ihk-ostwuerttemberg-analysiert-blitzumfrage-unter-mitgliedsunternehmen-zu-us-zoellen-industrie-und-handelskammer-ostwuerttemberg-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/346415\/","title":{"rendered":"IHK Ostw\u00fcrttemberg analysiert Blitzumfrage unter Mitgliedsunternehmen zu US-Z\u00f6llen, Industrie- und Handelskammer Ostw\u00fcrttemberg, Story"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Einigung zwischen der EU und den USA im Zollstreit erwarten die deutschen Unternehmen k\u00fcnftig mehrheitlich weitere Beeintr\u00e4chtigungen im transatlantischen Handel. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Blitzumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter mehr als 3.300 Betrieben aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter rund 360 aus Baden-W\u00fcrttemberg. Unter ihnen befinden sich auch Vertreter aus Ostw\u00fcrttemberg. Die US-Handelspolitik hat sp\u00fcrbare und teils gravierende Folgen f\u00fcr die exportorientierten Unternehmen in Deutschland und der Region.<\/p>\n<p>In der Umfrage berichten 86 Prozent der befragten Unternehmen in Baden-W\u00fcrttemberg von negativen Auswirkungen der bisherigen US-Handelspolitik und damit deutlich mehr als bundesweit (72 Prozent). Ein \u00e4hnliches Bild zeigt sich in Ostw\u00fcrttemberg. \u201eWir sind eine stark vom Exportgesch\u00e4ft abh\u00e4ngige Region. Mehr als 50 Prozent unserer produktiven Wertsch\u00f6pfung des Industriesektors geht in den Export. Am st\u00e4rksten betroffen sind die Bereiche der Zulieferer f\u00fcr die Automobilbranche, aber auch der Maschinen- und der Anlagenbau. Wir haben in diesen Branchen laut einer Studie zur Transformationsstrategie rund elf Prozent unserer Wertsch\u00f6pfung und neun Prozent der Mitarbeiter. Zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle kann man in dieser Situation nicht gebrauchen\u201c, erkl\u00e4rt IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thilo Rentschler zu der Umfrage und Situation in Ostw\u00fcrttemberg. Die Automobilbranche hat zudem das Problem, dass die Z\u00f6lle nur schwer \u00fcber h\u00f6here Preise an die Verbraucher in den USA weitergegeben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der neue Normalzustand im US-Gesch\u00e4ft sorgt in den Betrieben weiter f\u00fcr hohe Kosten und Belastungen. Als gr\u00f6\u00dfte Belastung nennen die betroffenen Unternehmen im Land mit einer \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit von 80 Prozent die Unsicherheit und mangelnde Zuverl\u00e4ssigkeit der US-Zollpolitik. \u201eEs bleibt zu hoffen, dass durch die Vereinbarung mit der Trump-Administration nun eine gewisse Planbarkeit und Berechenbarkeit kommt\u201c, sagt Thilo Rentschler. Weitere zentrale Probleme sind laut Umfrage die H\u00f6he des \u201eBasiszollsatzes\u201c von 15 Prozent, die kostenintensiven und b\u00fcrokratischen Zollverfahren und die geringere Wettbewerbsf\u00e4higkeit auf dem US-Markt.<\/p>\n<p>Die handelspolitischen Unsicherheiten hinterlassen auch in der globalen Marktstrategie deutscher Unternehmen deutliche Spuren: 54 Prozent der befragten Unternehmen mit direktem US-Gesch\u00e4ft geben an, weniger mit den Vereinigten Staaten handeln zu wollen. In Ostw\u00fcrttemberg waren es 64 Prozent der Befragten. 26 Prozent reduzieren deutschlandweit ihre US-Investitionen oder legen sie auf Eis \u2013 mit 43 Prozent liegt dieser Wert bei Firmen aus der Region h\u00f6her.<\/p>\n<p>Angesichts der aktuellen Herausforderungen im US-Gesch\u00e4ft nehmen knapp zwei Drittel der deutschen Unternehmen verst\u00e4rkt neue M\u00e4rkte in den Blick. F\u00fcr 46 Prozent aller Befragten in Deutschland gewinnt der europ\u00e4ische Binnenmarkt als stabiler und berechenbarer Wirtschaftsraum an Bedeutung. Der Wert lag in Ostw\u00fcrttemberg bei sehr hohen 64 Prozent, in Baden-W\u00fcrttemberg bei 50 Prozent. Auch der asiatisch-pazifische Raum r\u00fcckt st\u00e4rker in den Fokus, ebenso wie weitere europ\u00e4ische L\u00e4nder au\u00dferhalb der EU, mit denen Handelsabkommen bestehen, wie beispielsweise das Vereinigte K\u00f6nigreich. Dar\u00fcber hinaus gewinnen M\u00e4rkte wie Mexiko und Kanada an Attraktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Thilo Rentschler ordnet den Zollstreit f\u00fcr die regionalen Unternehmen ein. \u201eDiese Drohungen und irrationalen Entscheidungen, die von Donald Trump kommen, sind Gift f\u00fcr Unternehmensplanungen. Unternehmer brauchen vor allem Planungssicherheit, wenn sie Entscheidungen treffen wollen \u00fcber Investitionen, \u00fcber die Erweiterung von Kapazit\u00e4ten, aber auch im Alltag, wenn es um das ganz normale Tagesgesch\u00e4ft geht. Drohen, schimpfen, beleidigen: Das kennt man bislang nur von Despoten und Diktatoren. Dass sich der Repr\u00e4sentant einer demokratischen Weltmacht so verh\u00e4lt, ist neu. Dabei schadet Trump vor allem seiner Volkswirtschaft. Immerhin ist Europa der gr\u00f6\u00dfte Binnenmarkt der Welt\u201c, sagt der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach der Einigung zwischen der EU und den USA im Zollstreit erwarten die deutschen Unternehmen k\u00fcnftig mehrheitlich weitere&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":346416,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,5587,96659,31429,13676,13,5665,14,15,96658,5399,96660,12,11748,113,4649,4017,4018,173,4016,64,625,4019,4020,5588,211],"class_list":{"0":"post-346415","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-baden","11":"tag-befragten","12":"tag-dihk","13":"tag-eis","14":"tag-headlines","15":"tag-ihk","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-ostwuerttemberg","19":"tag-region","20":"tag-rentschler","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-studie","23":"tag-trump","24":"tag-umfrage","25":"tag-united-states","26":"tag-united-states-of-america","27":"tag-unternehmen","28":"tag-us","29":"tag-usa","30":"tag-verbraucher","31":"tag-vereinigte-staaten","32":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","33":"tag-wuerttemberg","34":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115032101188165323","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/346415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=346415"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/346415\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/346416"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=346415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=346415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=346415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}