{"id":346481,"date":"2025-08-15T10:10:27","date_gmt":"2025-08-15T10:10:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/346481\/"},"modified":"2025-08-15T10:10:27","modified_gmt":"2025-08-15T10:10:27","slug":"hamburger-cum-ex-skandalbank-wollte-millionen-steuern-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/346481\/","title":{"rendered":"Hamburger Cum-Ex-Skandalbank wollte Millionen Steuern zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Schlappe f\u00fcr die Hamburger Cum-Ex-Skandalbank Warburg: Im Streit um Steuerr\u00fcckforderungen der Hamburger Finanzverwaltung in dreistelliger Millionenh\u00f6he hat das Unternehmen eine weitere juristische Niederlage hinnehmen m\u00fcssen. Hamburgs Finanzsenator Dressel zeigt sich hochzufrieden. <\/strong><\/p>\n<p>Der Bundesfinanzhof in M\u00fcnchen wies eine Beschwerde der Warburg-Gruppe wegen einer nicht zur Revision zugelassenen Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg aus dem November 2023 als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck (Beschluss VIII B 17\/24). Die Hamburger Richter hatten darin Steuerr\u00fcckforderungen des Fiskus in H\u00f6he von insgesamt 155 Millionen Euro gegen die Bank f\u00fcr rechtens erkl\u00e4rt (Az: 6 K 228\/20).<\/p>\n<p>Warburg-Gruppe forderte 155 Millionen Euro zur\u00fcck<\/p>\n<p>Bei Cum-Ex-Gesch\u00e4ften handelten Aktienh\u00e4ndler rund um den Dividendenstichtag Aktien mit (\u201ecum\u201c) und ohne (\u201eex\u201c) Aussch\u00fcttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten hin und her. Am Ende war dem Fiskus nicht mehr klar, wem die Papiere geh\u00f6rten. Finanz\u00e4mter erstatteten Kapitalertragsteuern, die gar nicht gezahlt worden waren. Dem deutschen Staat entstand dadurch ein Milliardenschaden.<\/p>\n<p>  MOPO<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/158-collage-1.png\" alt=\"\" class=\" size-full\"\/><\/p>\n<p><strong>Die WochenMOPO \u2013 ab Freitag neu und \u00fcberall, wo es Zeitungen gibt!<br \/>Diese Woche u.a. mit diesen Themen:<\/strong><br \/>\u2013 <strong>Mieten-Irrsinn: <\/strong>1400 Euro f\u00fcr 18 Quadratmeter<br \/>\u2013 <strong>Aus Rache geoutet: <\/strong>Ein bisexueller Pastor erz\u00e4hlt<br \/>\u2013 <strong>Urlaub im Bezirk Mitte:<\/strong> F\u00fcnfter Teil unserer Ferien-Serie<br \/>\u2013 <strong>Wilhelmsburg: <\/strong>Ein Projekt hilft \u00e4lteren Menschen, Jobs zu finden<br \/>\u2013 <strong>Gro\u00dfe R\u00e4tselbeilage:<\/strong> Knobelspa\u00df f\u00fcr jeden Tag<br \/>\u2013 <strong>20 Seiten Sport:<\/strong> St. Paulis Transfer-Endspurt: Welche Baustellen noch offen sind<br \/>\u2013 <strong>20 Seiten Plan7: <\/strong>Neues Burlesque-Festival in Hamburg<\/p>\n<p>Die Steuerverwaltung hatte die Summe f\u00fcr die Jahre 2007 bis 2011 unter anderem wegen der im Rahmen betr\u00fcgerischer Cum-Ex-Gesch\u00e4fte erfolgten Erstattung nie gezahlter Kapitalertragsteuern zur\u00fcckgefordert.<\/p>\n<p>Die Bank hatte den Standpunkt vertreten, dass die Forderungen verj\u00e4hrt seien. Dennoch hatte sie die 155 Millionen Euro nach eigenen Angaben 2020 unter Vorbehalt gezahlt, seither aber versucht, die Summe auf juristischem Weg zur\u00fcckzubekommen.<\/p>\n<p>In seinem am Donnerstag ver\u00f6ffentlichten Beschluss vom 25. Juli erkannte der VIII. Senat des Bundesfinanzhofs nun keine Gr\u00fcnde, die der Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg, keine Revision gegen sein Urteil zuzulassen, entgegenstehen.<\/p>\n<p>Finanzsenator: Beschluss schafft h\u00f6chstrichterliche Klarheit<\/p>\n<p>\u201eNach vielen Jahren streitiger Diskussion ist es gut, dass wir h\u00f6chstrichterlich Klarheit haben und die Rechtsauffassung der Steuerverwaltung damit im Ergebnis auch vom Bundesfinanzhof best\u00e4tigt wurde\u201c, sagte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n<p><strong>Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/cum-ex-linke-sieht-versagen-von-buergermeister-tschentscher\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Cum-Ex: Linke sieht \u201eVersagen\u201c von B\u00fcrgermeister Tschentscher<\/a><\/p>\n<p>Die steuerliche Behandlung der Warburg Bank hatte in den vergangenen Jahren auch die Politik besch\u00e4ftigt. 2020 war bekannt geworden, dass die Hamburger Steuerverwaltung 2016 eine R\u00fcckforderung \u00fcber 2009 zu Unrecht erstattete Steuern in H\u00f6he von 47 Millionen Euro nach damaligem Rechtsstand zun\u00e4chst hatte in die Verj\u00e4hrung laufen lassen. Weitere 43 Millionen Euro aus dem Jahr 2010 waren 2017 erst auf Weisung des Bundesfinanzministeriums eingefordert worden.<\/p>\n<p>PUA pr\u00fcfte m\u00f6gliche Einflussnahme von SPD-Politikern<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/spd-und-gruene-sehen-bei-cum-ex-keine-einflussnahme\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA) der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft hatte daraufhin eine m\u00f6gliche Einflussnahme f\u00fchrender Hamburger SPD-Politiker auf den Steuerfall gepr\u00fcft.<\/a> Hintergrund waren drei Treffen der Warburg-Gesellschafter Christian Olearius und Max Warburg mit dem damaligen B\u00fcrgermeister und sp\u00e4teren Bundeskanzler Olaf Scholz in den Jahren 2016 und 2017.<\/p>\n<p>Ein Beleg f\u00fcr eine Einflussnahme wurde dabei bis zum Abschluss des PUA Anfang dieses Jahres nicht erbracht. Scholz, der sich nach eigenen Angaben nicht an die Gespr\u00e4che mit den Bankern erinnern kann, hatte entsprechende Vorw\u00fcrfe stets zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" class=\"vg_wort_pixel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/vgzm.1021513-mopo-1614943.gif\" alt=\"\" style=\"width: 1px; height: 1px; position: absolute; pointer-events: none;\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schlappe f\u00fcr die Hamburger Cum-Ex-Skandalbank Warburg: Im Streit um Steuerr\u00fcckforderungen der Hamburger Finanzverwaltung in dreistelliger Millionenh\u00f6he hat das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":346482,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692],"class_list":{"0":"post-346481","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115032242549410733","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/346481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=346481"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/346481\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/346482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=346481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=346481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=346481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}