{"id":346954,"date":"2025-08-15T14:31:09","date_gmt":"2025-08-15T14:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/346954\/"},"modified":"2025-08-15T14:31:09","modified_gmt":"2025-08-15T14:31:09","slug":"die-stimmung-kippt-tausende-vw-beschaeftigte-kehren-der-ig-metall-den-ruecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/346954\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Stimmung kippt&#8220;: Tausende VW-Besch\u00e4ftigte kehren der IG Metall den R\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Die Stimmung kippt&#8220;<br \/>\n                Tausende VW-Besch\u00e4ftigte kehren der IG Metall den R\u00fccken<\/p>\n<p>\t\t\t\t              15.08.2025, 16:14 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Aus Frust \u00fcber den j\u00fcngsten Tarifabschluss sollen einem Medienbericht zufolge seit Jahresbeginn mehr als 2000 Mitarbeiter am Stammsitz Wolfsburg aus der Gewerkschaft ausgetreten sein, Tendenz steigend. Der m\u00e4chtigen Arbeitnehmervertretung droht eine Zerrei\u00dfprobe.<\/strong><\/p>\n<p>Bei Volkswagen, Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Industriekonzern, brodelt es: Nach Informationen der &#8222;Wirtschaftswoche&#8220; haben allein am Stammsitz Wolfsburg seit Jahresbeginn mehr als 2000 Besch\u00e4ftigte die IG Metall verlassen. Insidern zufolge k\u00f6nnte diese Zahl in den kommenden Wochen auf 3000 steigen \u2013 trotz Neueintritten. Der massive Mitgliederschwund trifft die gr\u00f6\u00dfte deutsche Gewerkschaft zu einem denkbar ung\u00fcnstigen Zeitpunkt, denn in wenigen Monaten stehen bei VW Betriebsratswahlen an, die den Machtkampf innerhalb der Arbeitnehmervertretung weiter anheizen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Austrittswelle wird vor allem auf die Unzufriedenheit vieler Besch\u00e4ftigter mit den Ergebnissen der j\u00fcngsten Tarifverhandlungen zur\u00fcckgef\u00fchrt. Zwar konnte die IG Metall eine Besch\u00e4ftigungsgarantie bis 2030 und den Erhalt aller deutschen Werke aushandeln, doch der Preis daf\u00fcr war hoch: Der Abbau von 35.000 Stellen, Einschnitte bei Entgeltstrukturen und die Verlagerung der Golfproduktion nach Mexiko sorgen f\u00fcr Unmut unter den Mitarbeitern. Hochrangige Gewerkschafter warnen, dass die Austritte erst der Anfang sein k\u00f6nnten. &#8222;Die Frustration ist gro\u00df, und die Stimmung kippt&#8220;, hei\u00dft es aus Gewerkschaftskreisen.<\/p>\n<p>Laut der &#8222;Wirtschaftswoche&#8220; wollte weder die Gewerkschaft noch der Betriebsrat die aktuellen Zahlen offiziell kommentieren. Der Organisationsgrad bei Volkswagen liege aber weiterhin \u00fcber 90 Prozent, werden Konzernkreise zitiert. Dennoch sind die internen Spannungen un\u00fcbersehbar \u2013 und sie k\u00f6nnten die Arbeitnehmervertretung k\u00fcnftig nachhaltig schw\u00e4chen. Hochrangige Gewerkschafter warnen angeblich bereits, dass die Austrittswelle noch deutlich gr\u00f6\u00dfer werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Machtkampf zwischen Cavallo und Patta<\/p>\n<p>F\u00fcr die IG Metall und Betriebsratschefin Daniela Cavallo kommt das zur denkbar ung\u00fcnstigsten Zeit: In acht Monaten stehen bei Volkswagen Betriebsratswahlen an. Cavallo, die als Verhandlungsf\u00fchrerin der Arbeitnehmerseite ma\u00dfgeblich f\u00fcr den umstrittenen Tarifabschluss verantwortlich gemacht wird, steht dabei vor einer gro\u00dfen Herausforderung. Ihr sch\u00e4rfster Konkurrent ist Frank Patta, ein ehemaliges IG-Metall-Mitglied, der die Ergebnisse der Verhandlungen scharf kritisiert.<\/p>\n<p>Patta wirft der aktuellen Betriebsratsf\u00fchrung vor, zu viele Zugest\u00e4ndnisse an den Konzern gemacht zu haben, insbesondere bei der Verlagerung der Golfproduktion und den Eingriffen in Entgelt- und Arbeitsstrukturen. Insidern zufolge haben Cavallo und Patta ein schwieriges Verh\u00e4ltnis \u2013 was den bevorstehenden Wahlkampf anheizen d\u00fcrfte. F\u00fcr die IG Metall steht viel auf dem Spiel: Ein geschw\u00e4chter Betriebsrat k\u00f6nnte die Verhandlungsposition der Arbeitnehmerseite bei k\u00fcnftigen Tarifrunden erheblich beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Volkswagen steht viel auf dem Spiel. Der Konzern befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Umbruchs. Besonders das Stammwerk in Wolfsburg steht vor gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen: Die Produktion des Verbrenner-Golfs endet 2027, k\u00fcnftig sollen dort Elektrofahrzeuge wie der ID.3 gefertigt werden. Auch andere Standorte wie Osnabr\u00fcck und Dresden sind von Unsicherheiten betroffen. Zwar konnten betriebsbedingte K\u00fcndigungen bis 2030 ausgeschlossen werden, doch der massive Stellenabbau und die Einschnitte bei Gehalt und Arbeitszeitmodellen hinterlassen tiefe Spuren in der Belegschaft. Viele Besch\u00e4ftigte f\u00fchlen sich von der Gewerkschaft und dem Betriebsrat im Stich gelassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Die Stimmung kippt&#8220; Tausende VW-Besch\u00e4ftigte kehren der IG Metall den R\u00fccken 15.08.2025, 16:14 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":346955,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,744,171,174,19726,9008,173,172,373,55],"class_list":{"0":"post-346954","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-ig-metall","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-stellenabbau","17":"tag-tarifverhandlungen","18":"tag-unternehmen","19":"tag-unternehmen-maerkte","20":"tag-volkswagen","21":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115033268867316530","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/346954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=346954"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/346954\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/346955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=346954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=346954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=346954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}