{"id":348371,"date":"2025-08-16T03:39:12","date_gmt":"2025-08-16T03:39:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/348371\/"},"modified":"2025-08-16T03:39:12","modified_gmt":"2025-08-16T03:39:12","slug":"bauprojekt-four-frankfurt-zwischen-superlativ-und-skepsis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/348371\/","title":{"rendered":"Bauprojekt \u201eFour Frankfurt\u201c zwischen Superlativ und Skepsis"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/frankfurt\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_frankfurt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 16.08.2025, 04:43 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.fnp.de\/autor\/soeren-kemnade-w1edgb6v3.html\" title=\"Zur Autorenseite von S&#xF6;ren Kemnade\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" kemnade=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00f6ren Kemnade<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Das Bauprojekt \u201eFour Frankfurt\u201c k\u00f6nnte noch 2025 fertig werden. Erste Mieter ziehen jetzt ein. Bei der Planung des Komplexes wurde K\u00fcnstliche Intelligenz eingesetzt.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Frankfurt &#8211; Mitten in Frankfurts Bankenviertel w\u00e4chst eines der <a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/frankfurt\/herzen-frankfurts-ausgestaltung-wird-konkreter-groesste-baustelle-im-93545481.html\" class=\"id-import-Link\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;ambitioniertesten Hochhausprojekte Europas in den Himmel&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.fnp.de\/frankfurt\/herzen-frankfurts-ausgestaltung-wird-konkreter-groesste-baustelle-im-93545481.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:8,&quot;storyElementCount&quot;:25}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ambitioniertesten Hochhausprojekte Europas in den Himmel<\/a>: das \u201eFour Frankfurt\u201c. Vier T\u00fcrme, bis zu 233 Meter hoch, vereinen B\u00fcros, Wohnungen, Einzelhandel, Gastronomie und ein Hotel \u2013 ein Mammutprojekt, das st\u00e4dtebauliche Ma\u00dfst\u00e4be setzen soll. Doch es gibt auch Kritik.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der erste Turm des Komplexes, der T1, wurde bereits 2023 fertiggestellt. Nun ziehen die ersten Mieter ein. So hat das global t\u00e4tige M und A-Beratungshaus Lincoln International k\u00fcrzlich rund 2800 Quadratmeter B\u00fcrofl\u00e4che im T1 angemietet. \u201eDie herausragende Architektur, die zentrale Lage und die zukunftsweisende Ausstattung des Four haben uns \u00fcberzeugt\u201c, so Michael Drill, Deutschlandchef des Unternehmens. W\u00e4hrend viele Firmen angesichts von Homeoffice-Trends ihre Fl\u00e4chen reduzieren, setzt Lincoln bewusst auf Expansion \u2013 ein \u201eBekenntnis zum Standort und zur Relevanz hochwertiger, urbaner B\u00fcrowelten\u201c.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Karolina Thoben, Leiterin des Bereichs B\u00fcrovermietung beim Projektentwickler Gro\u00df und Partner, sieht sich in ihrem Konzept best\u00e4tigt: \u201eModerne, flexible und repr\u00e4sentative B\u00fcrofl\u00e4chen, die perfekt auf die Bed\u00fcrfnisse dynamischer Unternehmen zugeschnitten sind.\u201c<\/p>\n<p>Frankfurter B\u00fcromarkt zeigt erste Erholungstendenzen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Tats\u00e4chlich zeigt der Frankfurter B\u00fcromarkt erste Erholungstendenzen. Nach einem Einbruch w\u00e4hrend der Pandemie und der Homeoffice-Welle zieht die Nachfrage wieder an \u2013 zumindest in Toplagen. Laut Jones Lang LaSalle (JLL) wurden im ersten Halbjahr 2025 in Frankfurt rund 340\u2009000 Quadratmeter B\u00fcrofl\u00e4che neu vermietet \u2013 ein Mehrjahreshoch. Besonders gefragt sind Fl\u00e4chen in zentraler Lage und mit moderner Ausstattung. Projekte wie das Four profitieren davon, w\u00e4hrend \u00e4ltere Geb\u00e4ude \u2013 selbst solche mit nur 20 Jahren auf dem Buckel \u2013 zunehmend Schwierigkeiten haben, Mieter zu finden.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Doch gleichzeitig bleibt das Transaktionsvolumen am Investmentmarkt gering. Investoren halten sich zur\u00fcck \u2013 auch wegen der hohen Zinsen und unsicheren Zukunftserwartungen. F\u00fcr Entwickler wie Gro\u00df und Partner k\u00f6nnte das bedeuten: Hoffnung auf langfristige Vermietung statt kurzfristiger Verk\u00e4ufe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/39227217-four-four-frankfurt-Qfe.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"Four Frankfurt\"\/>Als eines der gr\u00f6\u00dften Bauprojekte innerhalb der Mainmetropole k\u00f6nnte das \u201eFour Frankfurt\u201c trotz Kritik ein Erfolg werden \u2013 auch dank wieder steigender B\u00fcronutzung nach der Pandemie. \u00a9\u00a0Helmut Fricke<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Was auf den rund 16\u2009000 Quadratmetern Grundfl\u00e4che entsteht, z\u00e4hlt zu den gr\u00f6\u00dften Bauvorhaben Europas. Dort, wo einst die Deutsche Bank residierte, entsteht ein Quartier f\u00fcr rund 5000 Menschen \u2013 neben B\u00fcros auch mit Wohnungen, einem Hotel, Einzelhandel, Gastronomie, Kita und einer \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Dachlandschaft. Mit dieser gemischten Nutzung der Fl\u00e4chen will der Entwickler Gro\u00df und Partner ein \u201eoffenes, lebendiges St\u00fcck Innenstadt\u201c schaffen, das Finanzplatz und Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, Skyline und Alltag miteinander verbindet. Der Anspruch ist \u201eUrbanit\u00e4t zum Anfassen\u201c. Ein Mix aus gef\u00f6rdertem Wohnraum und Eigentumswohnungen soll f\u00fcr soziale Durchmischung sorgen, architektonische Akzente die neue Silhouette Frankfurts pr\u00e4gen. Im Zusammenspiel mit \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen, Einkaufs- und Restaurantangeboten soll das Areal nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Aufenthaltsort sein.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Ein besonderes Merkmal des Four Frankfurt ist der Einsatz K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) im Planungsprozess. Das international t\u00e4tige Architekturb\u00fcro UNStudio (kurz UNS) setzt bei dem Projekt auf \u201eMachine Learning\u201c \u2013 also das maschinelle Lernen, das Trainieren von Computern aus Datens\u00e4tzen und Erfahrungswerten \u2013 und datenbasierte Modelle. Diese sollen Bauk\u00f6rper, Windverh\u00e4ltnisse, Sonneneinstrahlung und Nutzungsverteilung optimieren. Die KI sei dabei weit mehr als ein Hilfsmittel \u2013 sie \u00fcbernimmt zentrale Entscheidungen im Entwurfs- und Bauprozess. Michael M\u00fcller, damals noch Unternehmensentwickler bei UNS, erl\u00e4uterte auf einem Architekturforum in der ersten H\u00e4lfte des Jahres 2025, dass nur die KI in der Lage sei, die immense Datenmenge sinnvoll zu verarbeiten und bis ins Detail zu optimieren.<\/p>\n<p>\u201eDas Four Frankfurt ist eine klimasch\u00e4dliche und sozialpolitische Katastrophe\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Diese Entwicklung sorgt aber in der Architektenschaft f\u00fcr Unbehagen. Kritiker sehen die Gefahr, dass das Menschliche \u2013 Kreativit\u00e4t, soziale Interaktion, \u00e4sthetisches Gesp\u00fcr \u2013 durch berechnete Effizienz ersetzt wird. Architektur, so der Tenor, verkomme zur reinen Rechenaufgabe. Das Four Frankfurt stehe somit nicht nur sinnbildlich f\u00fcr eine neue \u00c4ra des Bauens, sondern auch f\u00fcr einen tiefgreifenden Wandel der Berufsrolle von Architektinnen und Architekten.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Auch st\u00e4dtebaulich polarisiert das Projekt. Bef\u00fcrworter loben das durchmischte Nutzungskonzept \u2013 Kritiker hingegen monieren eine zunehmende Verdichtung und stellen infrage, ob der massive Bauk\u00f6rper tats\u00e4chlich zur \u201eUrbanit\u00e4t\u201c beitr\u00e4gt oder nicht viel mehr als abschottende Palisadenwand die Skyline dominiert. Die Linken im R\u00f6mer kritisieren, dass nur 78 von insgesamt 600 Wohnungen tats\u00e4chlich gef\u00f6rderter Wohnraum sind. \u201eDas Four Frankfurt ist eine klimasch\u00e4dliche und sozialpolitische Katastrophe\u201c, schimpft Eyup Yilmaz. Er ist wohnungs- und planungspolitischer Sprecher der Fraktion \u201edie Linke\u201c im R\u00f6mer.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Bis 2030 sollen in Frankfurts Zentrum laut aktuellen Marktanalysen kaum neue B\u00fcrofl\u00e4chen entstehen. Das Four ist eines der wenigen Gro\u00dfprojekte, das realisiert wird \u2013 ein Vorteil auf einem zunehmend ausged\u00fcnnten Markt. Doch ob das Konzept dauerhaft tr\u00e4gt, h\u00e4ngt auch davon ab, wie sich der st\u00e4dtische Raum weiterentwickelt, welche Wohn- und Arbeitsbed\u00fcrfnisse die Menschen haben werden \u2013 und inwiefern die Balance zwischen Effizienz und Lebensqualit\u00e4t gelingt. (S\u00f6ren Kemnade)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Frankfurt Stand: 16.08.2025, 04:43 Uhr Von: S\u00f6ren Kemnade DruckenTeilen Das Bauprojekt \u201eFour Frankfurt\u201c k\u00f6nnte noch 2025 fertig&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":335504,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-348371","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115036367438353146","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/348371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=348371"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/348371\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/335504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=348371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=348371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=348371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}