{"id":348393,"date":"2025-08-16T03:52:15","date_gmt":"2025-08-16T03:52:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/348393\/"},"modified":"2025-08-16T03:52:15","modified_gmt":"2025-08-16T03:52:15","slug":"verkehrsunfaelle-unfallforscher-berlin-kann-von-helsinki-lernen-panorama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/348393\/","title":{"rendered":"Verkehrsunf\u00e4lle &#8211; Unfallforscher: Berlin kann von Helsinki lernen &#8211; Panorama"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"teaserText\" data-schema-org-speakable=\"true\">Verkehrsunf\u00e4lle sind kein Schicksal. Die Leiterin der Unfallforschung der Versicherer pl\u00e4diert f\u00fcr mehr \u00dcberwege f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger, mehr Zebrastreifen, mehr Kontrollen und einen Blick nach Helsinki.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> (dpa\/bb) &#8211; Ein Blick nach Helsinki k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Experten helfen, die Zahl der Opfer von Verkehrsunf\u00e4llen in Berlin zu verringern. \u201eHelsinki ist ein sehr positives Beispiel\u201c, sagte die Leiterin der Unfallforschung der Versicherer (UDV), Kirstin Zeidler, der Deutschen Presse-Agentur mit Hinweis auf den deutlichen R\u00fcckgang der Zahl der Verkehrstoten in der finnischen Hauptstadt.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eHelsinki hat massiv und ausdauernd an vielen Stellschrauben gedreht. Man hat dort sehr viel f\u00fcr die Sicherheit von Fu\u00dfg\u00e4ngern und Radfahrern getan\u201c, sagte Zeidler. Das gilt nicht nur f\u00fcr weitr\u00e4umige Tempo-30-Zonen in der Innenstadt und in Wohngegenden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eVor allem wurde deutlich in Infrastruktur investiert, etwa in Radwege und \u00dcberwege f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger, aber auch in Verkehrserziehung\u201c, sagte Zeidler. Auch die Verkehrskontrollen und der \u00d6PNV seien erheblich ausgebaut worden.\u00a0<\/p>\n<p>Helsinki ist deutlich kleiner als Berlin<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Helsinki und das mehr als f\u00fcnfmal so gro\u00dfe Berlin seien schwer zu vergleichen etwa mit Blick Verkehrsdichte, Verkehrsverhalten oder auch die L\u00e4nge der Wege. \u201eTrotzdem lie\u00dfe sich von dort einiges \u00fcbernehmen\u201c, sagte Zeidler.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">In Berlin gebe es gerade bei der Infrastruktur Nachholbedarf. \u201eDabei sollten wir in den Blick nehmen: Wo kommen sich Fu\u00dfg\u00e4nger, Radfahrer und motorisierte Fahrzeuge im Stra\u00dfenverkehr in die Quere?\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">F\u00fcr Radfahrer seien vor allem Kreuzungen und Grundst\u00fccksein- und -ausfahrten die Unfall-Hotspots. \u201eWenn wir da was erreichen wollen, m\u00fcssen wir f\u00fcr freie Sicht sorgen\u201c, sagte Zeidler.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/875e75f4-98cf-45b1-b8bb-c695f8082c9f.jpg\"   alt=\"Die Leiterin der Unfallforschung der Versicherer, Kirstin Zeidler, sieht in Berlin bei der Verkehrssicherheit Nachholbedarf. (Archivbild)\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Die Leiterin der Unfallforschung der Versicherer, Kirstin Zeidler, sieht in Berlin bei der Verkehrssicherheit Nachholbedarf. (Archivbild) (Foto: Jens Kalaene\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eSehen und gesehen werden ist an Kreuzungen und Einm\u00fcndungen oft ein Problem. Es hilft zum Beispiel, gro\u00dfe Sichtdreiecke zu schaffen und auch illegales Parken an diesen Stellen zu verhindern.\u201c\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Wichtig seien au\u00dferdem getrennte Ampelphasen: \u201eWenn Autos und Lkw Rot haben, bekommen Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer Gr\u00fcn und umgekehrt. Das halten wir f\u00fcr die beste L\u00f6sung, weil es Ber\u00fchrungspunkte vermeidet und sich vergleichsweise schnell umsetzen l\u00e4sst.\u201c<\/p>\n<p>Fu\u00dfg\u00e4nger brauchen mehr \u00dcberwege<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eBei Fu\u00dfg\u00e4ngern ist das Hauptunfallszenario, wenn sie die Fahrbahn \u00fcberqueren und es zur Kollision kommt\u201c, erkl\u00e4rte Zeidler. Dort, wo entsprechender Bedarf bestehe, seien deshalb viel mehr \u00dcberwege n\u00f6tig.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eIch bin ein gro\u00dfer Fan der Mittelinsel. Sie ist sehr sicher, wie unsere Forschung zeigt.\u201c Gerade \u00c4ltere und Kinder profitierten davon, wenn sie in zwei Phasen \u00fcber die Stra\u00dfe gehen k\u00f6nnten.\u00a0\u201eIst der Platz daf\u00fcr nicht da, sind Zebrastreifen oder Fu\u00dfg\u00e4ngerampeln gute Alternativen.\u201c Berlin habe hier gro\u00dfen Nachholbedarf wie andere Gro\u00dfst\u00e4dte in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a> auch.<\/p>\n<p>Helsinki als Vorbild bei Vision Zero<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eHelsinki hat auch die Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen sehr stark ausgebaut\u201c, sagte Zeidler. \u201eWir wissen: H\u00f6chstgeschwindigkeiten sind das eine, dass sie ohne ausreichende Kontrollen regelm\u00e4\u00dfig nicht eingehalten werden, das andere.\u201c Das gelte genauso f\u00fcr andere Verkehrsverst\u00f6\u00dfe.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eEs gibt die M\u00f6glichkeit, feste Blitzer an typischen Unfallschwerpunkten aufzustellen, zum Beispiel vor Schulen und Seniorenheimen\u201c, sagte Zeidler. \u201eUnd man braucht zus\u00e4tzlich auch mobile Blitzer, von denen nicht bekannt ist, wo sie stehen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Helsinki gilt als Vorbild beim Umsetzen der Vision Zero, der sich auch der Berliner Senat verpflichtet f\u00fchlt. Das Ziel ist, die Zahl der Get\u00f6teten und Schwerverletzten im Stra\u00dfenverkehr auf null zu verringern.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Berlin ist davon noch weit entfernt. Im vergangenen Jahr kamen in der deutschen Hauptstadt 55 Menschen im Stra\u00dfenverkehr ums Leben, davon waren 24 Fu\u00dfg\u00e4nger. Helsinki machte Ende Juli Schlagzeilen, weil es dort ein Jahr lang keinen Verkehrstoten mehr gegeben hatte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250816-930-918491\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Verkehrsunf\u00e4lle sind kein Schicksal. 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