{"id":348533,"date":"2025-08-16T05:35:14","date_gmt":"2025-08-16T05:35:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/348533\/"},"modified":"2025-08-16T05:35:14","modified_gmt":"2025-08-16T05:35:14","slug":"auf-dem-klimapfad-durch-den-grunewald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/348533\/","title":{"rendered":"Auf dem Klimapfad durch den Grunewald"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Berlin. Unser Redakteur J\u00f6rg Krauth\u00f6fer bietet Wandertipps durch Berlin und Brandenburg.  Heute geht es auf dem Klimapfad durch den Grunewald.<\/p>\n<p class=\"\">Unser Redakteur J\u00f6rg Krauth\u00f6fer teilt w\u00f6chentlich seine besten Wandertipps f\u00fcr Berlin und Brandenburg. Ob entspannte Kiezspazierg\u00e4nge, versteckte Pfade durch idyllische Parklandschaften, gem\u00fctliche Runden f\u00fcr die ganze Familie oder l\u00e4ngere Streckenwanderungen \u2013 J\u00f6rg hat f\u00fcr jeden etwas Passendes dabei. Auf dem Programm steht heute die Rundwanderung auf dem Grunewalder Klimapfad. Die interaktive Ausstellung gibt es seit 2017 und sie informiert an insgesamt 11 Stationen \u00fcber den Klimawandel und wie die Berliner W\u00e4lder damit umgehen.<\/p>\n<p>    Infos zur Wanderstrecke<\/p>\n<ul>\n<li>Start\/Ziel: Grunewaldturm (Bus 218)<\/li>\n<li>Distanz: 4,61  Kilometer<\/li>\n<li>Wegbeschaffenheit: Forstwege,, Waldwege<\/li>\n<li>H\u00f6henmeter: 50 m \u2b06\ufe0f 50 m \u2b07\ufe0f<\/li>\n<li>Leichte Wanderung<\/li>\n<li>Familienfreundlich, Kinderwagen und Rollst\u00fchle sind kein Problem<\/li>\n<li>Toiletten am Start &#8211; und Zielpunkt vorhanden<\/li>\n<li>Gastronomie: Grunewaldturm<\/li>\n<\/ul>\n<p>   Wandern in Berlin &#8211; Der Wald, der Geschichten erz\u00e4hlt<\/p>\n<p class=\"\">Los geht es an der Bushaltestelle am Grunewaldturm. Eine h\u00f6lzerne Palisadenwand empf\u00e4ngt uns und liefert die ersten Informationen zum <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/forsten\/walderlebnis\/wald-berlin-klima\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Klimapfad.<\/a> Seit 2017 existiert dieser Wanderweg bereits. Er war eine der dreizehn dezentralen Au\u00dfenstellen der damaligen Internationalen Gartenausstellung. Entlang des 4 km langen Rundwegs werden an 11 Informationsinseln, den sogenannten \u201eWaldwohnzimmern\u201c, zahlreiche Themen zur Anpassung der Berliner W\u00e4lder an den Klimawandel inszeniert. Der Trail ist bestens ausgeschildert. Man muss sich nur an den Holzpf\u00e4hlen mit den orangefarbenen H\u00fctchen orientieren. Verlaufen geht nicht, sodass man diese Tour auch ohne F\u00fchrung f\u00fcr sich entdecken kann.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409748851_1755181347_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Wandertipps f\u00fcr Berlin und Brandenburg\" title=\"Wieviele Tonnen CO\u2082 verursacht ein Berliner pro Jahr? An der Infoinsel Nummer 3 gibt es die Antwort.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Wieviele Tonnen CO\u2082 verursacht ein Berliner pro Jahr? An der Infoinsel Nummer 3 gibt es die Antwort.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | J\u00f6rg Krauth\u00f6fer\n    <\/p>\n<p class=\"\">Ein breiter Forstweg f\u00fchrt uns vom Grunewaldturm nach Osten und zu den ersten Stationen des Klimapfades. Es gibt einen Selfie-Point und einen h\u00f6lzernen Aussichtsturm, der einen fantastischen Blick in die Baumkronen der Laubriesen gew\u00e4hrt und \u00fcber die Waldpflege informiert. Ein paar Meter weiter zeigen farbige Holzs\u00e4ulen sehr detailliert und eindr\u00fccklich den CO\u2082-Verbrauch eines Berliner Einwohners.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409748859_1755181379_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Wandertipps f\u00fcr Berlin und Brandenburg\" title=\"Die Moorlandschaft zwischen Pechsee und Barschsee ist Lebensraum f\u00fcr viele Insektenarten. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Die Moorlandschaft zwischen Pechsee und Barschsee ist Lebensraum f\u00fcr viele Insektenarten.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | J\u00f6rg Krauth\u00f6fer\n    <\/p>\n<p>   Pechsee, Himmelsauge und Barssee <\/p>\n<p class=\"\">Ein h\u00f6lzerner Steg f\u00fchrt uns auf eine kleine Anh\u00f6he zum Aussichtspunkt Pechsee. Hier wurde im 15. Jahrhundert Pech gebrannt und als Brennstoff verwendet. Der Name \u201ePechsee\u201c kommt vermutlich von der dunklen Farbe seines Wassers, das durch den hohen Gehalt an organischen Stoffen wie Humins\u00e4uren eine fast schwarze, pechige F\u00e4rbung gehabt haben soll. In den 1950er-Jahren wurde hier noch gebadet. Mit der einsetzenden Grundwassergewinnung im Grunewald verschwand das Wasser, und der See verlandete. Heute ist dieses Naturjuwel das am besten erhaltene Kesselmoor im westlichen Grunewald und das Zuhause unz\u00e4hliger Insektenarten.<\/p>\n<p class=\"\">Wir laufen zur\u00fcck zum Wanderweg und folgen diesem nach S\u00fcdosten. \u00dcber einen weiteren Holzsteg erreichen wir einen ganz besonderen Ort. \u201eHimmelsauge\u201c nennt sich die kleine Lichtung im Wald, umgeben von B\u00e4umen und Str\u00e4uchern. Fr\u00f6sche quaken, und Libellen summen. Das Himmelsauge ist eigentlich nur eine kleine Pf\u00fctze, und der Wasserstand h\u00e4ngt davon ab, wie viel es zuletzt geregnet hat. Seltene Kr\u00e4uter wie die Wasser-Minze wachsen hier.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409749859_1755186874_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Wandertipps f\u00fcr Berlin und Brandenburg\" title=\"Das Himmelsauge ist eigentlich nur eine kleine Pf\u00fctze, und der Wasserstand h\u00e4ngt davon ab, wie viel es zuletzt geregnet hat.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Das Himmelsauge ist eigentlich nur eine kleine Pf\u00fctze, und der Wasserstand h\u00e4ngt davon ab, wie viel es zuletzt geregnet hat.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | J\u00f6rg Krauth\u00f6fer\n    <\/p>\n<p class=\"\">Weiter geht die Wandertour auf dem Klimapfad, und wir erreichen den Barssee, der ein bedr\u00fcckendes Beispiel f\u00fcr die Auswirkungen der Grundwasserabsenkung ist. Fr\u00fcher diente der Barssee als Naherholungsziel und war besonders bei den Berlinern beliebt. Mit seiner Bootsanlegestelle zog er Besucher an, die sich hier an warmen Sommertagen erholten oder die umliegende Natur genossen. Der urspr\u00fcngliche Name \u201eBarschsee\u201c ist der Fischart geschuldet, die hier in rauen Mengen vorkam und bei den Einheimischen sehr beliebt war. Aber die Zeiten, in denen der See voller Leben war, sind l\u00e4ngst vorbei.<\/p>\n<p class=\"\">Offene Wasserfl\u00e4chen sind heute nicht mehr zu sehen, was den Eindruck erwecken k\u00f6nnte, dass der See komplett ausgetrocknet ist. Aber ein genauer Blick auf die Vegetation erz\u00e4hlt eine andere Geschichte. Unter der scheinbar trockenen Grasnarbe befindet sich ein Torfmoor. Moore sind nat\u00fcrliche Wasserreservoire, und ihre F\u00e4higkeit, Wasser zu speichern, ist ein Grund daf\u00fcr, dass in einer Ecke des Barssees immer noch Schilf w\u00e4chst. <\/p>\n<p>Wandern in Berlin &#8211; Unterwegs zur Saubucht<\/p>\n<p class=\"\">Unsere Wandertour f\u00fchrt uns weiter zum wildromantisch gelegenen Forsthaus Alte Saubucht, das inmitten einer faszinierenden Landschaft s\u00fcdlich des Barssees liegt. Dieses malerische Bauwerk birgt eine reiche Geschichte, die uns tief in die Vergangenheit zur\u00fcckf\u00fchrt. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war es der Sitz der Revierf\u00f6rsterei, ein wichtiger St\u00fctzpunkt f\u00fcr die Forstwirtschaft in der Region. Heute jedoch stehen die Geb\u00e4ude leer, und was aus dem idyllischen Areal einmal werden soll, ist noch ungewiss.<\/p>\n<p class=\"\">Seinen ungew\u00f6hnlichen Namen verdankt die Saubucht einer k\u00f6niglichen Idee aus der ersten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts. In den drei\u00dfiger Jahren jenes Jahrhunderts richtete man hier das Schwarzwildgehege \u201eSauw\u00e4rterei Karlsberg\u201c ein. Es diente als ein gro\u00dfes Jagdrevier, speziell f\u00fcr die h\u00f6fischen Gesellschaftsjagden der damaligen Zeit. Friedrich Wilhelm I., der \u201eSoldatenk\u00f6nig\u201c und Vater von Friedrich dem Gro\u00dfen, war ein gro\u00dfer Freund der Jagd, und das Sammeln von Wildbest\u00e4nden geh\u00f6rte zu den h\u00f6fischen Vergn\u00fcgungen. Die Gegend wurde damals von den Einheimischen schlicht \u201eSaubucht\u201c genannt \u2013 eine charmante Reminiszenz an das reiche Vorkommen von Wildschweinen im Gehege.<\/p>\n<p>  Blaue B\u00e4ume am Wegesrand<\/p>\n<p class=\"\">Ein Highlight erwartet uns an der zehnten Station: Wir stehen pl\u00f6tzlich in einem blauen Wald \u2013 zumindest sind die Baumst\u00e4mme blau gestrichen. Damit soll veranschaulicht werden, wie viel Kohlendioxid ein Mensch im Jahr erzeugt und welche Waldfl\u00e4che n\u00f6tig ist, um diese Menge CO\u2082 wieder aus der Luft zu entziehen. Im Schnitt ist es ein halber Hektar Wald, und genau auf dieser Fl\u00e4che sind die Baumst\u00e4mme blau markiert.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409748869_1755183448_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Wandertipps f\u00fcr Berlin und Brandenburg\" title=\"Im blauen Wald an Station 10 dreht sich alles um Kohlendioxid \u2013 genauer gesagt um die Menge, die ein Mensch innerhalb eines Jahres erzeugt. Die blaue Farbe markiert die Fl\u00e4che an B\u00e4umen, die n\u00f6tig ist, um diese Menge zu kompensieren.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Im blauen Wald an Station 10 dreht sich alles um Kohlendioxid \u2013 genauer gesagt um die Menge, die ein Mensch innerhalb eines Jahres erzeugt. Die blaue Farbe markiert die Fl\u00e4che an B\u00e4umen, die n\u00f6tig ist, um diese Menge zu kompensieren.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | J\u00f6rg Krauth\u00f6fer\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.komoot.com\/de-de\/tour\/2485266010\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><br \/>\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409732968_fc_1755007359_v16_9_1200.webp.webp\" alt=\"Einfach klicken und die Tour bei komoot.com ansehen\" style=\"width: 100%;\"\/><br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p class=\"\">Nach 4,6 Kilometern erreichen wir schlie\u00dflich unseren Ausgangspunkt am Grunewaldturm. Ziel des Klimapfades ist es nicht nur, Wissen \u00fcber den Klimawandel zu vermitteln, sondern auch dazu anzuregen, wie man selbst aktiv zum Schutz der Natur beitragen kann. Unser Beitrag steht fest: Wir fahren umweltbewusst mit dem Bus 218 zur\u00fcck in Richtung Innenstadt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin. Unser Redakteur J\u00f6rg Krauth\u00f6fer bietet Wandertipps durch Berlin und Brandenburg. 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