{"id":348657,"date":"2025-08-16T06:45:12","date_gmt":"2025-08-16T06:45:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/348657\/"},"modified":"2025-08-16T06:45:12","modified_gmt":"2025-08-16T06:45:12","slug":"vor-einem-frankfurter-drogenkonsumraum-sollen-sitzgelegenheiten-eingerichtet-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/348657\/","title":{"rendered":"Vor einem Frankfurter Drogenkonsumraum sollen Sitzgelegenheiten eingerichtet werden"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/frankfurt\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_frankfurt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 16.08.2025, 08:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.fnp.de\/autor\/matthias-bittner-i0orgobwq.html\" title=\"Zur Autorenseite von Matthias Bittner\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" bittner=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Matthias Bittner<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/39326776-produktion-29-11-2022-hessen-frankfurt-main-polizeioberkommissar-niklas-moeller-schutzmann-.jpeg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"PRODUKTION - 29.11.2022, Hessen, Frankfurt\/Main: Polizeioberkommissar Niklas M&#xF6;ller (r), Schutzmann vor Ort, geht in der Niddastra&#xDF;e im Bahnhofsviertel am Konsumraum der &#x201E;Integrativen Drogenhilfe&#x201C; vorbei. Seit mehr als einem Jahr ist er Ansprechpartner f&#xFC;r Institutionen, Gewerbetreibende und B&#xFC;rgerinnen und B&#xFC;rger im Stadtteil, einem Brennpunkt der Mainmetropole. Mit seinen Rundg&#xE4;ngen st&#xE4;rkt er die Sicherheit im Quartier. (zu dpa-Korr &#x201E;Zwischen Wochenmarkt und Bordell - Schutzmann im Bahnhofsviertel&#x201C;) Foto: Arne Dedert\/dpa +++ dpa-Bildfunk +++\"\/>Passanten und Drogenabh\u00e4ngige vor dem Konsumraum der \u201eIntegrativen Drogenhilfe\u201c in der Niddastra\u00dfe. \u00a9\u00a0Arne Dedert\/dpa<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Sechs Monate lang will die Stadt Frankfurt testen, welche Auswirkungen Sitzgelegenheiten rund um den Konsumraum in der Niddastra\u00dfe 49 haben. Sie sollen nicht nur die Menschenw\u00fcrde, sondern auch das Sicherheitsgef\u00fchl verbessern.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Frankfurt \u2013 Da es in Frankfurt bislang keine Erfahrungen mit Sitzgelegenheiten vor Einrichtungen der Drogenhilfe gibt, plant die Stadt ein sechsmonatiges Pilotprojekt. Im Umfeld des Konsumraums in der Niddastra\u00dfe 49 sollen dazu an geeigneten Standorten Sitzgelegenheiten aufgestellt werden. Vertreter von Ordnungsamt, Polizei, Ortsbeirat 1, Offensive Sozialarbeit Sicherheit Intervention und Pr\u00e4vention (OSSIP), Mobilit\u00e4ts- und Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt sowie der Tr\u00e4ger des Drogenraums stimmen die Standorte ab. Nach der Pilotphase erfolgt eine Validierung. Das teilt der Magistrat in einer aktuellen Stellungnahme mit.<\/p>\n<p>Besser als auf dem Boden zu sitzen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der Ortsbeirat 1 hatte darum gebeten, vor der Einrichtung der Integrativen Drogenhilfe sogenannte \u201eSitzpilze\u201c aufstellen zu lassen, damit Menschen sich dort regengesch\u00fctzt aufhalten k\u00f6nnen, w\u00e4hrend sie auf Einlass warten. Das soll verhindern, dass sie auf dem Boden sitzen m\u00fcssen, argumentierte das Stadtteilparlament. Sowohl Drogenkonsumenten als auch Mitarbeiter des Konsumraums h\u00e4tten den Wunsch nach Sitzgelegenheiten ge\u00e4u\u00dfert. Die Sitzm\u00f6bel entsch\u00e4rften einerseits die unw\u00fcrdige Situation vor der Einrichtung, andererseits tr\u00fcgen sie auch zu mehr Sauberkeit und Ordnung und somit zu mehr Akzeptanz bei, argumentierte das Gremium und verwies darauf, dass sich Sitzpilze in Frankfurt bereits bew\u00e4hrt h\u00e4tten, beispielsweise an den tempor\u00e4ren Haltestellen des Busersatzverkehrs der Bahn.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Diese Ansicht teilt das Ordnungsamt im Gro\u00dfen und Ganzen. Das Drogenreferat glaubt, dass die Arbeit von OSSIP-Streetwork nicht beeintr\u00e4chtigt wird. Nach Mitteilung des Magistrats gibt es aber Bedenken, dass es sich Konsumraum-Nutzer im direkten Umfeld der Einrichtung gem\u00fctlich machten und l\u00e4nger dort verweilten als vorher. Das wiederum widerspr\u00e4che der Zielsetzung von OSSIP und erschwerten die Reinigungsma\u00dfnahmen. Aus fachlicher wie gesellschaftlicher Sicht bef\u00fcrwortet das Drogenreferat aber Sitzgelegenheiten im \u00f6ffentlichen Raum.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlicher Raum wird geordneter<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eB\u00e4nke oder sonstige mobile Sitzm\u00f6bel holen Menschen im Wortsinn vom Gehsteig und f\u00fchren zu einer ver\u00e4nderten Wahrnehmung von Menschen, die sich im \u00f6ffentlichen Raum aufhalten. Der \u00f6ffentliche Raum wirkt dadurch geordneter, die Lage erscheint kontrolliert. Dieser Aspekt des \u201esocial design\u201c tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich dazu bei, dass sich B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger weniger gest\u00f6rt f\u00fchlen und das Sicherheitsgef\u00fchl steigt\u201c, hei\u00dft es in der aktuellen Stellungnahme. Zu diesem Schluss kommt unter anderem der Forschungsverbund DRUSEC (Drugs and Urban Security). In seinen Handlungsempfehlungen f\u00fcr St\u00e4dte mit offenen Drogenszenen und Drogenkonsumr\u00e4umen vom November 2020 nennen es die Experten sogar notwendig, den \u00f6ffentlichen Raum im Umfeld von Drogenkonsumr\u00e4umen sozialvertr\u00e4glich zu halten und menschenw\u00fcrdig zu gestalten. Als Beispiele werden Sitzgelegenheiten, Regen- und Sonnenschutz oder Trinkwasserspender genannt.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Handlungsempfehlungen, gef\u00f6rdert vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung, sehen mehrfachen Nutzen in einer attraktiven Gestaltung des \u00f6ffentlichen Raums, der die Belange der \u00d6ffentlichkeit, aber auch die Bed\u00fcrfnisse von marginalisierten Gruppen ber\u00fccksichtigt: Neben dem oben erw\u00e4hnten steigenden Sicherheitsgef\u00fchl f\u00fcr Passanten minimiere ein sozialvertr\u00e4gliches Ambiente das Risiko, dass marginalisierte Menschen im Umfeld von Drogenhilfeeinrichtungen Opfer von Gewalt und Kriminalit\u00e4t w\u00fcrden, und steigere somit auch deren Sicherheitsgef\u00fchl.<\/p>\n<p>Ausbreitung wird verhindert<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Als weiteren positiven Aspekt eines sozialvertr\u00e4glichen Ambientes im Umfeld von Hilfeeinrichtungen nennt der Forschungsverbund, dass dadurch die Ausbreitung von Gruppen marginalisierter Menschen verhindert wird. Sozialr\u00e4umliche Ma\u00dfnahmen haben aus Sicht des Forschungsverbunds DRUSEC \u201edurchaus auch ordnungspolitischen Charakter\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Frankfurt Stand: 16.08.2025, 08:00 Uhr Von: Matthias Bittner DruckenTeilen Passanten und Drogenabh\u00e4ngige vor dem Konsumraum der \u201eIntegrativen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":348658,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-348657","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115037098758780436","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/348657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=348657"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/348657\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/348658"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=348657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=348657"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=348657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}