{"id":349104,"date":"2025-08-16T10:59:12","date_gmt":"2025-08-16T10:59:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349104\/"},"modified":"2025-08-16T10:59:12","modified_gmt":"2025-08-16T10:59:12","slug":"drogenhilfe-in-berlin-elend-ist-auf-strasse-gedrueckt-worden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349104\/","title":{"rendered":"Drogenhilfe in Berlin: Elend ist auf Stra\u00dfe gedr\u00fcckt worden"},"content":{"rendered":"<p>Im U-Bahnhof liegen Folien, im Park Spritzen: Sind die Probleme mit Crack, Heroin und anderen Drogen in der Hauptstadt gr\u00f6\u00dfer geworden? Wie die Chefin des Suchthilfevereins Fixpunkt die Lage bewertet.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Nach Einsch\u00e4tzung einer Suchthilfeexpertin wird der Drogenkonsum in Berlin sichtbarer. Die Menschen h\u00e4tten sich fr\u00fcher in Brachen oder B\u00fcschen aufgehalten und es habe niemanden gest\u00f6rt, sagte Astrid Leicht vom Verein Fixpunkt dem \u00abTagesspiegel\u00bb. \u00abMittlerweile sind die alle zugebaut. Das Elend ist damit auf die Stra\u00dfe gedr\u00fcckt worden.\u00bb<\/p>\n<p>Mit Crack und dem massiven Kokainhandel sei nochmal eine neue Dynamik hineingekommen, sagte Leicht. Sie w\u00fcrden auch oft gefragt, ob es jetzt so viel mehr Konsumenten in der Stadt gebe. \u00abAber die Antwort ist: Wir haben dazu keine vern\u00fcnftigen Zahlen.\u00bb<\/p>\n<p>Es gab \u00abdefinitiv schon schlimmere Zeiten\u00bb<\/p>\n<p>Dreckecken gebe es in jeder Stadt und Drogen seien schon vor 20 Jahren konsumiert worden, ob hinter dem Bahnhof oder vor dem KaDeWe. \u00abWir haben in der Suchthilfe definitiv schon schlimmere Zeiten erlebt\u00bb, sagte Leicht der Zeitung. In den 1980ern habe es an \u00f6ffentlichen Treffpunkten der Heroinszene eine unglaubliche Verelendung gegeben.<\/p>\n<p>Auf die Frage, warum viele Berliner das Problem trotzdem st\u00e4rker wahrnehmen w\u00fcrden, sagte sie, fr\u00fcher habe es genug Wohnraum gegeben. Dann sei Berlin zugebaut worden und die Gentrifizierung sei losgegangen. \u00abViele von unseren Leuten haben dadurch ihre Wohnung verloren.\u00bb Auch die EU-Osterweiterung und die Fluchtbewegungen ab 2015 h\u00e4tten eine Rolle gespielt.<\/p>\n<p>Was ihrer Meinung nach hilft &#8211; und was nicht<\/p>\n<p>Ihrer Einsch\u00e4tzung nach ist das Problem in der Politik erkannt, ihr gehe es aber zu langsam, nicht abgestimmt genug und in die falsche Richtung. \u00abJeder sagt, dass reine Verdr\u00e4ngung nichts bringt, de facto wird sie aber praktiziert.\u00bb Wenn man mit Hundertschaften \u00fcber den Leopoldplatz marschiere und den G\u00f6rlitzer Park abschlie\u00dfe, habe das keinen Effekt auf den Drogenhandel. \u00abDa geht\u2019s nur um \u00f6ffentlichkeitswirksames Auftreten.\u00bb<\/p>\n<p>Es m\u00fcsse andere Formen des Umgangs mit Drogenkonsum geben. Die Polizei d\u00fcrfe den Fokus nicht auf repressives Handeln gegen Konsumenten legen. Nehme man dem Konsumenten sein Kokain weg, sei klar, dass er sich erneut Kokain kaufen werde. Hart solle die Polizei nur gegen Waffen und Streitereien beziehungsweise Revierk\u00e4mpfe unter Drogenh\u00e4ndlern vorgehen.<\/p>\n<p>In der Schweiz gebe es in Konsumr\u00e4umen einen Toleranzbereich, wo Abh\u00e4ngige anderen Abh\u00e4ngigen Drogen verkaufen d\u00fcrften. \u00abDas holt den Handel raus aus dem \u00f6ffentlichen Raum und erh\u00f6ht auch f\u00fcr Konsumenten die Sicherheit\u00bb, sagte Leicht dem \u00abTagesspiegel\u00bb. In Deutschland gehe das bislang nicht.<\/p>\n<p>dpa-infocom GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im U-Bahnhof liegen Folien, im Park Spritzen: Sind die Probleme mit Crack, Heroin und anderen Drogen in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":349105,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-349104","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115038097698127068","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/349104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=349104"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/349104\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/349105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=349104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=349104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=349104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}