{"id":349154,"date":"2025-08-16T11:25:16","date_gmt":"2025-08-16T11:25:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349154\/"},"modified":"2025-08-16T11:25:16","modified_gmt":"2025-08-16T11:25:16","slug":"world-games-welche-herausforderungen-auf-karlsruhe-warten-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349154\/","title":{"rendered":"World Games: Welche Herausforderungen auf Karlsruhe warten"},"content":{"rendered":"<p>Ob Aerobic, Faustball, Tauziehen oder Rettungsschwimmen \u2013 bei den World Games stehen Sportarten im Rampenlicht, die bei Olympia nicht zum Wettkampfprogramm geh\u00f6ren. W\u00e4hrend die Athleten in Chengdu derzeit noch um Medaillen k\u00e4mpfen, sp\u00fcrt Karlsruhe schon jetzt R\u00fcckenwind: 2029 richtet die Stadt nach 1989 zum zweiten Mal das Gro\u00dfereignis aus.<\/p>\n<p>Dabei profitiert der Veranstalter von den vielen Erfolgen der deutschen Delegation: Platz zwei im Medaillenspiegel, nur Gastgeber China ist noch besser. Eine Bilanz, von der deutsche Athleten bei Olympischen Sommerspielen weit entfernt sind.<\/p>\n<p>Die Triumphe bei den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Wettk\u00e4mpfen in Chengdu bringen zus\u00e4tzlichen Schwung, wie ein Sprecher der Stadt Karlsruhe im dpa-Gespr\u00e4ch best\u00e4tigt: \u201eJede positive Entwicklung bei den World Games, wie der aktuelle Stand im Medaillenspiegel, bringt auch das gro\u00dfe Sportevent in Karlsruhe weiter voran. Wir k\u00f6nnen auf diesem Effekt aufbauen, aber werden zus\u00e4tzlich eigene Impulse setzen.\u201c<\/p>\n<p>Ethikkommission untersucht Vergabeprozess <\/p>\n<p>Bislang verlief allerdings nicht alles reibungslos. Eine Ethikkommission hatte den Vergabeprozess als \u201eunprofessionell\u201c und \u201enicht gerecht\u201c bezeichnet, nachdem die Stadt Hannover als Mitbewerber heftige Kritik ge\u00e4u\u00dfert hatte. \u201eDer DOSB hat die Ergebnisse des Berichtes der DOSB-Ethikkommission sehr ernst genommen\u201c, erkl\u00e4rt Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport. \u201eAus diesem Grund ist er der Empfehlung der Ethikkommission gefolgt und hat sich bei der Stadt und der Region Hannover sowie beim Landessportbund und dem Land Niedersachsen entschuldigt.\u201c<\/p>\n<p>Nach Angaben des Funktion\u00e4rs konnte der Konflikt dank vertrauensvoller Gespr\u00e4che ausger\u00e4umt werden. Zudem habe der DOSB Lehren aus der Situation gezogen. \u201eWir haben die notwendigen Schritte eingeleitet, um eine bessere Verzahnung der Arbeit zwischen Ehren- und Hauptamt zu gew\u00e4hrleisten\u201c, sagt Tabor. \u201eIm Prozess auf dem Weg zu einer deutschen Olympia-Bewerbung wurde etwa eine Steuerungsgruppe mit klaren Zust\u00e4ndigkeiten eingerichtet.\u201c<\/p>\n<p>Ein offener Punkt ist auch die weiter nicht endg\u00fcltig gesicherte Finanzierung des Events. \u201eNoch ist der Bundeshaushalt 2026 nicht beschlossen. Die finanzielle Unterst\u00fctzung der World Games ist dort aber hinterlegt\u201c, teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Karlsruhe auf Nachfrage mit. Dies gelte auch f\u00fcr die Zuwendung im Haushalt des Landes Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>Von getr\u00fcbter Vorfreude kann trotz offener Fragen keine Rede sein. Das gilt auch f\u00fcr die in Chengdu erfolgreichen Sportler, die sich darauf freuen, sich und ihre Sportart im eigenen Land zu pr\u00e4sentieren. Beachhandballerin Amelie M\u00f6llmann sagt: \u201eIch glaube, es ist der Traum jedes Sportlers, ein Gro\u00dfturnier vor heimischer Kulisse zu bestreiten. Der Gedanke, die World Games mit deutschen Fans, meiner Familie und meinen Freunden zu erleben, gibt mir G\u00e4nsehaut.\u201c In China gewann die 24-J\u00e4hrige mit der Nationalmannschaft Silber. Die World Games seien eine B\u00fchne, unbekanntere Sportarten popul\u00e4rer zu machen, meint sie. \u201eDas ist eine Riesenchance, die wir nutzen wollen.\u201c<\/p>\n<p>Kaum R\u00fcckschl\u00fcsse m\u00f6glich <\/p>\n<p>R\u00fcckschl\u00fcsse aus der fast zweiw\u00f6chigen Medaillenjagd in China lassen sich f\u00fcr das Gro\u00dfevent in Karlsruhe jedoch kaum ziehen, meint Tabor. \u201eEs l\u00e4sst sich sicher feststellen, dass die beiden St\u00e4dte schon allein wegen ihrer vollkommen unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfendimension und Infrastrukturvoraussetzungen nicht miteinander zu vergleichen sind\u201c, sagt er. \u201eAuch der enorme personelle Aufwand, mit dem die lokalen Organisatoren in Chengdu bei Hilfskr\u00e4ften und Volunteers wuchern k\u00f6nnen, ist bemerkenswert und in Deutschland in vergleichbarer Form weder umsetzbar noch notwendig.\u201c<\/p>\n<p>In Karlsruhe wollen die Organisatoren mit einem kompakten Programm, kurzen Wegen und den Erfahrungen der World-Games-Premiere vor mehr als 30 Jahren punkten. Allerdings m\u00fcssten sie sich Gedanken machen, wie die Wettk\u00e4mpfe terminiert werden, meint Tabor.<\/p>\n<p>In Chengdu \u00fcberschattete der Tod des Orientierungsl\u00e4ufers Mattia Debertolis die World Games. Der 29-j\u00e4hrige Italiener war w\u00e4hrend eines Rennens bewusstlos zusammengebrochen und trotz sofortiger medizinischer Versorgung in einer Klinik vier Tage sp\u00e4ter verstorben. Die Organisatoren sprachen ihre Betroffenheit aus. Tabor bezeichnet die Wetterbedingungen vor Ort als \u201emindestens grenzwertig\u201c \u2013 bisweilen seien sie \u201e\u00fcber die Grenzen des Ertr\u00e4glichen hinaus\u201c gegangen.<\/p>\n<p>\u00a9 dpa-infocom, dpa:250816-930-918919\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ob Aerobic, Faustball, Tauziehen oder Rettungsschwimmen \u2013 bei den World Games stehen Sportarten im Rampenlicht, die bei Olympia&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":349155,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1844],"tags":[1634,3364,29,7488,30,8903,265],"class_list":{"0":"post-349154","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-karlsruhe","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dpa","12":"tag-germany","13":"tag-karlsruhe","14":"tag-sport"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115038199900526768","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/349154","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=349154"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/349154\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/349155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=349154"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=349154"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=349154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}