{"id":349596,"date":"2025-08-16T15:33:28","date_gmt":"2025-08-16T15:33:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349596\/"},"modified":"2025-08-16T15:33:28","modified_gmt":"2025-08-16T15:33:28","slug":"tierschutz-und-inklusion-gehoeren-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349596\/","title":{"rendered":"\u201eTierschutz und Inklusion geh\u00f6ren zusammen\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eTierschutz hat recht! Und das ist auch gut so! Die jahrelange Arbeit f\u00fcr einen angemessenen Ort f\u00fcr den Tierschutz und die Tierw\u00fcrde f\u00fcr Wuppertal ist gesellschaftlich notwendig und rechtlich begr\u00fcndet. Die Vorsitzende Richterin machte unmissverst\u00e4ndlich klar, dass in der Auseinandersetzung zwischen dem Verein Pechpfoten und der Diakonie Aprath das Recht auf der Seite des Tierschutzvereins liegt.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als Prozessbeobachter sah ich, wie sich gestern zwei engagierte Akteurinnen und Akteure in einem Rechtsstreit gegen\u00fcberstanden, die beide einen wichtigen Beitrag f\u00fcr unsere Gesellschaft leisten. Der Verein Pechpfoten mit seinem Einsatz f\u00fcr Tiere und die Diakonie Aprath als sozialer Tr\u00e4ger sollten nicht vor Gericht gegen\u00fcberstehen, sondern gemeinsam an der Umsetzung von Tierschutz und Menschenw\u00fcrde arbeiten.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Richterin Ute Laukamp hat bisher noch kein Urteil gesprochen, sondern beide Seiten aufgefordert, sich au\u00dfergerichtlich im Rahmen einer Mediation sich zu einigen. Sollte das nicht gelingen, wird in rund sechs Wochen zugunsten der Pechpfoten entschieden werden. Ich hoffe sehr, dass es gelingt, den begonnenen Dialog zwischen Diakonie und den Pechpfoten fortzusetzen und zu einer gerechten, pragmatischen und Menschen \u2013 wie tierfreundlichen L\u00f6sung zu kommen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Beide Seiten stehen f\u00fcr wichtige Werte unserer Stadt: Tierschutz, Inklusion und soziales Engagement. Das Projekt bietet Chancen f\u00fcr eine Win-win-Situation, ein jahrelanger Rechtsstreit w\u00fcrde nur Verlierer hervorbringen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Richterin erinnerte in der Verhandlung daran, dass der Konflikt urspr\u00fcnglich aus einer gemeinsamen Vision heraus entstanden ist: Der Aufbau eines Tierschutzzentrums als Inklusionsprojekt, bei dem Klientinnen und Klienten der Diakonie Aprath aktiv eingebunden werden: zum Beispiel bei der Pflege der Tiere oder durch die Mitarbeit in einem geplanten Caf\u00e9. Der Verein Pechpfoten, der seit 2016 Tiere an neue Besitzer vermittelt, \u00fcbernahm daf\u00fcr das 1,8 Hektar gro\u00dfe Gel\u00e4nde per Erbpachtvertrag und unterzeichnete einen Kooperationsvertrag mit der Diakonie Aprath. Dabei hatte diese unter der vorherigen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung das Grundst\u00fcck selbst aktiv angeboten.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Diese Kooperation geriet jedoch ins Stocken, als sich Ende 2023 abzeichnete, dass die Erwartungen in Bezug auf den Umfang der angedachten inklusiven Leistungen trotz des gemeinsamen Vertrages auseinanderdriften. Im Juni 2024 k\u00fcndigte die Diakonie Aprath den Vertrag au\u00dferordentlich und unterzeichnete auch nicht die Baulast \u2013 woraufhin der Verein den Rechtsweg beschritt.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die urspr\u00fcngliche Idee, Tierschutz mit Inklusion zu verbinden, ist nicht nur richtig, sie ist beispielhaft. Deshalb w\u00e4re es ein wichtiges Signal f\u00fcr Wuppertal, wenn im weiteren Verfahren nicht Konfrontation, sondern Kompromiss und Miteinander den Weg bestimmen. Aufgrund der rechtlichen Lage sieht es so aus, dass wir am Ende zwei Nachbarn h\u00e4tten, die sich im Dauerkonflikt einander gegen\u00fcberstehen. Die sinnvolle Alternative ist, dann doch lieber gute Nachbarn zu sein und mit viel Pragmatismus letztlich mehr Tierschutz und mehr gesellschaftliche Inklusion konkret m\u00f6glich zu machen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Tierschutz und soziale Arbeit d\u00fcrfen nicht gegeneinander ausgespielt werden \u2013 sie geh\u00f6ren gemeinsam in den Mittelpunkt einer verantwortungsbewussten Gesellschaft. Ich werde das Thema und das Projekt weiterhin aufmerksam begleiten und bin \u00fcberzeugt: Eine gute L\u00f6sung f\u00fcr alle Beteiligten ist m\u00f6glich. In Zeiten, in denen sozialen Einrichtungen unter hohem Druck stehen, ist Kooperation das Gebot der Stunde.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">H\u00f6chstes Lob verdienen alle Ehrenamtlichen der Pechpfoten, die mit ihrem gro\u00dfen Engagement und Arbeitsaufwand das historische Fachwerkhaus auf dem Gel\u00e4nde der Diakonie Aprath bereits zum Herzst\u00fcck des geplanten Zentrums umgebaut haben. Das Tierschutzzentrum ist auch Best Practice f\u00fcr b\u00fcrgerschaftliches Engagement.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eTierschutz hat recht! Und das ist auch gut so! 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