{"id":349740,"date":"2025-08-16T16:55:13","date_gmt":"2025-08-16T16:55:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349740\/"},"modified":"2025-08-16T16:55:13","modified_gmt":"2025-08-16T16:55:13","slug":"in-zwei-tagen-von-wuppertal-nach-berlin-deutschland-mit-dem-rad-erfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349740\/","title":{"rendered":"In zwei Tagen von Wuppertal nach Berlin: Deutschland mit dem Rad erfahren"},"content":{"rendered":"<p class=\"Initial paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Weiter, immer nur weiter. Die sch\u00f6nste Form <a href=\"https:\/\/taz.de\/Fahrradfahren-auf-Kopfsteinpflaster\/!6078304\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">des Fahrradfahrens<\/a> ist f\u00fcr mich das \u00dcberwinden gro\u00dfer Distanzen. Irgendwo ganz anders anzukommen als dort, wo man gestartet ist, nur dank eigener Muskelkraft. Solche Touren sind f\u00fcr mich mehr als nur eine sportliche Herausforderung. Sie sind eine Erfahrung, bei der K\u00f6rper, Landschaft und Kultur zu einer Einheit verschmelzen. Danach ist man ersch\u00f6pft, doch die Erlebnisse wirken noch Wochen nach.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Am Wochenende der Sommersonnenwende bin ich erneut aufgebrochen, und diese Reise liegt mir besonders am Herzen: von meiner Heimatstadt Wuppertal bis zum Brandenburger Tor mit <a href=\"https:\/\/taz.de\/Brocken-mit-neuem-Besitzer\/!6094325\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">einem Abstecher auf den Brocken<\/a>. An einem einzigen Wochenende.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Selbst f\u00fcr mich als ge\u00fcbten Freizeitsportler ist das eine Reise, die ans Limit geht. 18 Stunden im Sattel \u2013 das ist keine Kleinigkeit. Es ist eine Lektion in Demut, Ausdauer und Resilienz, die zudem akribische Planung erfordert. Schon Tage vorher schaue ich auf die Wetter-App \u2013 Wind, Sonne, alles muss optimal sein, wenn ich es bis kurz vor Sonnenuntergang auf den Brocken schaffen will. Wenn man in meiner Fitnessklasse unterwegs ist, braucht man daf\u00fcr einen der l\u00e4ngsten Tage des Jahres und muss um 3 Uhr morgens losfahren.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Aber genau das macht es aus: der Start ins Dunkle hinein, sanft gleitend \u00fcber die Wuppertaler Nordbahntrasse, diesen Vorzeigeradweg, der durch Tunnel und \u00fcber Viadukte hoch \u00fcber der Stadt f\u00fchrt. Um diese Uhrzeit fliegt einem schon mal eine Fledermaus mitten ins Gesicht. Dann hinauf zum Kreuz Wuppertal-Nord und abw\u00e4rts zur Ruhr der Morgend\u00e4mmerung entgegen.<\/p>\n<p>      Vergessene Hansest\u00e4dte im Br\u00fcder-Grimm-Land<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Man sp\u00fcrt den Tag von Anfang an. Die Deutsche Alleenstra\u00dfe, dann das Ruhrtal, das langsam ins Sauerland \u00fcbergeht \u2013 und schlie\u00dflich der M\u00f6hnesee, der um diese Uhrzeit, 7 Uhr morgens, fast wie eine Art westf\u00e4lische Riviera wirkt. Tiefblau funkelt das Wasser und alles ist noch so ruhig, dass man die leichten Schaumkronen auf dem See zu h\u00f6ren scheint.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Dann R\u00fcthen, fr\u00fcher eine bedeutende Hansestadt, wie ein Schild verr\u00e4t, heute ein idyllischer Flecken mit Stadttor. Warburg, ebenfalls eine alte Hansestadt, immer noch beeindruckend. Trendelburg, \u00fcberragt von einem Turm, an dem ein Zopf herunterbaumelt: der Rapunzelturm. Br\u00fcder-Grimm-Land. Wer mit dem Rad durch Deutschland f\u00e4hrt, merkt schnell: Zwischen NRW und Berlin liegt mehr als Bielefeld, Hannover und Wolfsburg.<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/7868278\/1200\/grafik-ONLINE-taz-2508016-Fahrradroute-Deutschland-05-1.png\" data-pswp-width=\"\" data-pswp-height=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/grafik-ONLINE-taz-2508016-Fahrradroute-Deutschland-05-1.png\" alt=\"Eine Karte des Verlaufs der Fahrradfahrt des Autoren von Wuppertal nach Berlin, abgebildet sind verschiedene Orte, die im Text eine Rolle spielen\" title=\"Eine Karte des Verlaufs der Fahrradfahrt des Autoren von Wuppertal nach Berlin, abgebildet sind verschiedene Orte, die im Text eine Rolle spielen\" height=\"1066\" type=\"image\/png\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"8\">Mittagspause am alten Wasserschloss W\u00fcllmersen. Frische Forelle und Brot aus der Region, zum Nachtisch selbst gemachtes Eis. Nebenan zelten Jugendgruppen, im Nachbartrakt finden Yogakurse statt. Am Rand grasen Strau\u00dfe. So idyllisch ist also Nordhessen. Und der Reinhardswald, bundesweit in den Schlagzeilen wegen eines geplanten Windparks, ist tats\u00e4chlich eine wundersch\u00f6ne Natur\u00adoase.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"9\">Wenn da nicht immer der Blick auf die Uhr w\u00e4re: Pausen kann ich mir kaum erlauben. Weiter, immer nur weiter. Ein letzter Anstieg, dann rolle ich hinab zur Weser. Die gr\u00f6\u00dferen Fl\u00fcsse strukturieren meine Reise, drei von ihnen werde ich auf dem Wasser queren: Weser, Saale und Elbe. Die F\u00e4hrnutzung erfordert logistisches Geschick, ich muss die Fahrpl\u00e4ne stets im Blick haben. An der Weser ist zum Beispiel der direkte Weg mit der M\u00e4rchenf\u00e4hre gesperrt, denn der F\u00e4hrmann ist seit einem Jahr im Ruhestand. Also geht es ein paar Kilometer weiter \u00fcbers Wasser, nach Wahmbeck.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"10\">\u00dcber 200 Kilometer habe ich nun geschafft, doch noch immer sind es \u00fcber 100 bis zum Brocken. Der folgende Abschnitt ist ein bisschen wie eine schwierige Phase im Leben. Ich fahre auf einer vielbefahrenen Stra\u00dfe, sp\u00fcre oft Gegenwind und leichte Anstiege \u2013 nichts, was einen wirklich antreibt. Mentale St\u00e4rke ist gefragt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"11\">Doch dann taucht irgendwann die Burg Adelebsen auf, ein erstes Zeichen, dass es trotz aller Strapazen weitergeht. Bald sehe ich die Burg Plesse am Horizont, und nach einem weiteren steilen Anstieg liegt pl\u00f6tzlich m\u00e4rchenhaft der Harz vor mir. Jetzt wei\u00df ich, dass ich ankommen werde.<\/p>\n<p>      Am gef\u00fchlten Mittelpunkt Deutschlands<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"13\">Bad Lauterberg, Braunlage, Elend, Schierke, Brocken: Wenn man es wirklich bis ganz nach oben geschafft hat \u2013 bei vier Versuchen ist mir das erst einmal gelungen \u2013 dann f\u00fchlt sich das unwirklich an, gerade zur Sommersonnenwende. Der Blick ist irre weit, links Niedersachsen, rechts Sachsen-Anhalt und ein paar Kilometer weiter im S\u00fcden: Th\u00fcringen. Ganz so, als h\u00e4tte ich in diesem Augenblick den Mittelpunkt Deutschlands entdeckt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-17\" pos=\"14\">Ich passiere Burgen, W\u00e4lder, Hunderte mittelst\u00e4ndische Betriebe, viele wirken hochmodern. Landmarken wie die Diskothek \u201eFor You\u201c, ein seit 1968 quasi unver\u00e4nderter Club. Ich sp\u00fcre, wie sich die Orte langsam wandeln: der aufger\u00e4umte Stil des Sauerlands, die Fachwerkh\u00e4user des Weserberglands, jedes mit einem biblischen Spruch, die n\u00fcchterne Architektur des katholischen Eichsfelds, die kantigen D\u00f6rfer Sachsen-Anhalts und am Ende das etwas lieblichere Brandenburg.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-18\" pos=\"15\">\u00dcberhaupt sp\u00fcre ich am n\u00e4chsten Tag, nach einer \u00dcbernachtung in Schierke, dass ich eine einstige Grenze passiert habe. Die St\u00e4dte strahlen mehr historische Substanz aus, aber ich sehe auch viel Leerstand und viel weniger Wirtschaftsleben als im Westen. Daf\u00fcr ehemalige LPGs, die heute versuchen, profitable Agrarbetriebe zu sein, und Kleingartenanlagen, deren verblichene Schriftz\u00fcge Namen wie \u201eNeue Zeit\u201c oder \u201eGute Hoffnung\u201c tragen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/taz.de\/!112039\/#matomo:pk_campaign=standard_wot-only&amp;pk_source=Online&amp;pk_medium=taz.de&amp;pk_kwd=textbox-wot-texte\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/wochentaz-kennzeichen-3zu2-klein-1.png\" loading=\"lazy\" height=\"363\" type=\"image\/png\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>wochentaz<\/p>\n<p class=\"bodytext first paragraph last\">Dieser Text stammt aus der <strong>wochentaz<\/strong>. Unserer Wochenzeitung von links! In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist \u2013 und wie sie sein k\u00f6nnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und <a href=\"https:\/\/taz.de\/!112039\/#matomo:pk_campaign=standard_wot-only&amp;pk_source=Online&amp;pk_medium=taz.de&amp;pk_kwd=textbox-wot-texte\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">nat\u00fcrlich im Abo<\/a>.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-20\" pos=\"16\">Zwischenstopp in Seeland. Sch\u00f6ner Name \u2013 gro\u00dfe Pl\u00e4ne. Nach dem Ende des Kohletagebaus in der Region sollte rund um den Concordiasee eine sch\u00f6ne neue Siedlung entstehen, mit Uferpromenade, Strandcafe\u0301 und kleinem Jachthafen. Alles gebaut in den 1990er Jahren, mit dieser typisch postmodernen Bl\u00fchende-Landschaften-Architektur, die mich ein wenig an die Expo 2000 erinnert.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-21\" pos=\"17\">Doch 2009 st\u00fcrzte ein Teil der B\u00f6schung ein, drei Menschen starben. Der See war lange gesperrt. So steht man hier, schaut \u00fcber das glitzernde Wasser zum Harz und wei\u00df nicht, welches Gef\u00fchl \u00fcberwiegt: leichte Trostlosigkeit oder die Vorstellung, was hier vielleicht eines Tages doch noch entstehen kann \u2013 ein voller Strand und Segelboote bis zum Horizont.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-22\" pos=\"18\">Kurz darauf Brumby. Die Kirche ist von Weitem ausgeschildert und dient als Autobahnkirche. Umso gr\u00f6\u00dfer die Freude, wenn man die Pforte des kleinen Parks \u00f6ffnet und pl\u00f6tzlich gro\u00dfe Ruhe sp\u00fcrt. Ein jahrhundertealter Park, darin eine Barockkirche \u2013 v\u00f6llig unerwartet in ihrer Pracht, wunderbar k\u00fchl an einem Sommertag. \u201eWir beten f\u00fcr den Frieden\u201c, steht dort auf Deutsch und Ukrainisch. Erst jetzt entdecke ich den Pfarrer, der in einem Liegestuhl sitzt. \u201eWohin fahren Sie?\u201c \u2013 \u201eBerlin.\u201c \u2013 \u201eDas ist noch sehr weit, ich w\u00fcrde Ihnen bei dem Wetter empfehlen, eher nachts zu fahren\u201c, sagt er lakonisch. Im Garten sind Stuhlreihen aufgebaut. Eine Mitarbeiterin gehe in Rente, sagt er. \u201eZapfen Sie sich gerne ein Glas Bier, wenn Sie m\u00f6gen\u201c, sagt der Pfarrer zum Abschied. Ich bleibe beim Wasser.<\/p>\n<p>      Eine Landschaft, die bis Russland reicht<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-24\" pos=\"20\">Weiter geht es \u00fcber die Elbe, wie schon bei Weser und Saale auf einer Gierseilf\u00e4hre, die sich lautlos \u00fcber den Strom schiebt. Vielleicht etwas zu lautlos f\u00fcr die F\u00e4hrm\u00e4nner, denn heute l\u00e4uft laut Radio. Auf der Saale h\u00f6rte ich Sido, auf der Elbe gratuliert Radio Brocken Prinz William zum 43. Geburtstag. Am anderen Ufer verliert die Landschaft ihre Kleinteiligkeit. Die Felder werden gr\u00f6\u00dfer, die Abst\u00e4nde zwischen den D\u00f6rfern auch, die Kiefernw\u00e4lder werden mehr, eine Landschaft, die von hier bis nach Russland reicht. Es gibt wohl wenige Orte, wo man so sehr sp\u00fcrt, wie Deutschland Ost- und Westeuropa verbindet, wie an dieser Stelle.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-25\" pos=\"21\">Ich passiere Zerbst, wo das Denkmal Katharinas der Gro\u00dfen \u2013 Geborene von Anhalt-Zerbst \u2013 streng nach Osten blickt. Ein russischer Spender hat das jugendliche Bildnis der Zarin einst finanziert, sie ist auf Hochglanz poliert. Irgendjemand scheint die Skulptur regelm\u00e4\u00dfig zu pflegen. Der Hohe Fl\u00e4ming wird durchquert, Brandenburgs h\u00f6chste H\u00fcgel \u2013 einst Jagdrevier von Erich Honecker, heute eine liebliche Landschaft, perfekt zum Rennradfahren auf breiten, kaum befahrenen Alleen. Gut, dass die Strecke immer schattiger wird.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-27\" pos=\"22\">Von hier bis Berlin: fast nur Fahrradstra\u00dfen. Und dann irgendwann geht es nur noch geradeaus. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine so lange innerst\u00e4dtische Achse wie zwischen dem Scholzplatz am Olympiastadion und dem Berliner Schloss. Exakt zw\u00f6lf Kilometer schnurgerade. Vermutlich eine Sache der Preu\u00dfen, die diese Stra\u00dfen vor rund 200 Jahren anlegten. Sp\u00e4ter wurde die Achse von Albert Speer als Teil des Fiebertraums Welthauptstadt ausgebaut, seitdem hat sie sich ihrer Gesamtheit naturgem\u00e4\u00df als Sehensw\u00fcrdigkeit disqualifiziert.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-28\" pos=\"23\">Und so rolle ich \u00fcber eine Stra\u00dfe, die mit der Gr\u00f6\u00dfe der Champs E\u0301lyse\u0301es mithalten kann, sich aber in ihrem Understatement f\u00fcr mich nicht viel lauter anf\u00fchlt als all die Dorfstra\u00dfen, die ich auf meiner Tour passiert habe. Bis ich dann pl\u00f6tzlich, einfach so, durchs Brandenburger Tor fahre. Durchs Ziel. Und w\u00e4hrend ich kurz darauf bei G\u00f6zleme Kr\u00e4fte sammele, habe ich das Gef\u00fchl, Deutschland besser kennengelernt zu haben, als ich es in Museen, Reisef\u00fchrern und Geschichtsb\u00fcchern je k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weiter, immer nur weiter. Die sch\u00f6nste Form des Fahrradfahrens ist f\u00fcr mich das \u00dcberwinden gro\u00dfer Distanzen. 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