{"id":349748,"date":"2025-08-16T16:59:10","date_gmt":"2025-08-16T16:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349748\/"},"modified":"2025-08-16T16:59:10","modified_gmt":"2025-08-16T16:59:10","slug":"nach-alaska-gipfel-selenskyj-fordert-mitsprache-trump-irritiert-mit-vorschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349748\/","title":{"rendered":"Nach Alaska-Gipfel: Selenskyj fordert Mitsprache &#8211; Trump irritiert mit Vorschlag"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 16.08.2025 16:09 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Konkrete Ergebnisse brachte das Treffen von Trump und Putin nicht. Die Europ\u00e4er reagieren mit Solidarit\u00e4t f\u00fcr Kiew, der ukrainische Pr\u00e4sident Selenskyj will mitreden &#8211; und Trump kann sich Friedensgespr\u00e4che ohne Waffenruhe vorstellen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Staats- und Regierungschefs der gro\u00dfen europ\u00e4ischen L\u00e4nder pochen nach dem Ukraine-Gipfel von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin weiter auf Schutzversprechen f\u00fcr das angegriffene Land. &#8222;Wir sind uns dar\u00fcber im Klaren, dass die Ukraine unumst\u00f6\u00dfliche Sicherheitsgarantien ben\u00f6tigt, um ihre Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t wirksam zu verteidigen&#8220;, hei\u00dft es in einem gemeinsamen Statement.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach Angaben von Teilnehmern hatte Trump nach dem Treffen mit Putin in einer Schalte mit den europ\u00e4ischen Partnern die Bereitschaft bekr\u00e4ftigt, der Ukraine gemeinsam mit Europa entsprechende Sicherheitsgarantien zu geben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDiese Bereitschaft begr\u00fc\u00dfe man, schrieben Bundeskanzler Friedrich Merz, EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen, der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer, der finnische Pr\u00e4sident Alexander Stubb, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni, Polens Regierungschef Donald Tusk und EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa. Die Ukraine m\u00fcsse &#8222;unumst\u00f6\u00dfliche Sicherheitsgarantien&#8220; von ihren westlichen Verb\u00fcndeten erhalten, &#8222;um ihre Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t wirksam zu verteidigen&#8220;.<\/p>\n<p>    &#8222;Russland kann kein Veto einlegen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Europ\u00e4er erkl\u00e4rten zudem, dass Moskau sich nicht gegen einen EU- und NATO-Beitritt der Ukraine stellen d\u00fcrfe. &#8222;Russland kann kein Veto gegen den Weg der Ukraine in die EU und die NATO einlegen.&#8220; Die zuvor immer wieder erw\u00e4hnte Forderung der Europ\u00e4er nach einem Waffenstillstand findet in der Erkl\u00e4rung allerdings keine Erw\u00e4hnung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben dem gemeinsamen Statement \u00e4u\u00dferten sich die europ\u00e4ischen Spitzen auch separat: Macron mahnte auf der Plattform X, den Druck auf Russland beizubehalten. &#8222;Es ist wichtig, alle Lehren aus den vergangenen 30 Jahren zu ziehen &#8211; insbesondere aus der gut dokumentierten Neigung Russlands, seine eigenen Zusagen nicht einzuhalten.&#8220; Kanzler Merz begr\u00fc\u00dfte die Bem\u00fchungen von Trump, den Krieg zu beenden sowie &#8222;einen gerechten und dauerhaften Frieden&#8220; zu erreichen.<\/p>\n<p>    Weitere Gespr\u00e4che gefordert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuversichtlicher zeigte sich Starmer: &#8222;Die Bem\u00fchungen von Pr\u00e4sident Trump haben uns der Beendigung des v\u00f6lkerrechtswidrigen Krieges Russlands in der Ukraine n\u00e4her gebracht als je zuvor.&#8220; Die Bereitschaft der USA, der Ukraine gemeinsam mit Europa im Rahmen eines Abkommens robuste Sicherheitsgarantien zu geben, sei ein wichtiger Fortschritt und werde entscheidend dazu beitragen, Putin von weiteren Angriffen abzuhalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm gemeinsamen Statement der Europ\u00e4er hie\u00df es schlie\u00dflich, dass nun weitere Gespr\u00e4che folgen m\u00fcssten, an denen auch der ukrainische Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj teilnehmen m\u00fcsse. Man sei bereit, mit Trump und Selenskyj auf einen trilateralen Gipfel mit europ\u00e4ischer Unterst\u00fctzung hinzuarbeiten. Am Montag ist zun\u00e4chst ein Treffen von Selenskyj und Trump in Washington geplant.<\/p>\n<p>    Selenskyj will Dreier-Gipfel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSelenskyj selbst strebt ebenfalls ein Dreier-Treffen mit Trump und Putin an, um \u00fcber ein Ende Krieges zu sprechen. Aus dem Kreml hie\u00df es allerdings, dass dazu bisher nichts besprochen worden sei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWenn es keinen Dreier-Gipfel gebe oder sich Russland &#8222;einem fairen Ende des Krieges&#8220; verweigere, so Selenskyj, m\u00fcsse es weitere Sanktionen gegen Moskau geben. Diese seien ein wirkungsvolles Instrument.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer ukrainische Pr\u00e4sident forderte zudem &#8222;zuverl\u00e4ssige und langfristige Sicherheitsgarantien&#8220; f\u00fcr die Ukraine unter Beteiligung von Europa und den USA. Und er bestand darauf, dass Kiew bei allen die Ukraine betreffenden Verhandlungen eingebunden werde. Das gelte vor allem f\u00fcr territoriale Fragen.<\/p>\n<p>    Trump r\u00fcckt von Waffenstillstand ab<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Trump \u00e4u\u00dferte sich &#8211; einige Stunden nach der Presserkl\u00e4rung mit Putin in Alaska &#8211; erneut: Dabei r\u00fcckte er von der Forderung nach einem Waffenstillstand in der Ukraine als Bedingung f\u00fcr Friedensverhandlungen ab. Auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social schrieb er, alle seien sich einig gewesen, dass ein direktes Freidensabkommen der beste Weg f\u00fcr einen Frieden in der Ukraine sei &#8211; und kein Waffenstillstandsabkommen, das oft nicht halte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ukraine wies den Vorschlag umgehend zur\u00fcck. &#8222;Unsere Sichtweise ist: zuerst eine Waffenruhe und danach alles andere&#8220;, sagte der Berater im Pr\u00e4sidentenb\u00fcro, Serhij Leschtschenko, im ukrainischen Fernsehen. Sollten die Kampfhandlungen w\u00e4hrend der Gespr\u00e4che weiterlaufen, gebe es &#8222;gro\u00dfe Risiken f\u00fcr eine Erpressung der Ukraine&#8220;.<\/p>\n<p>    Medwedew wertet Gipfel als Erfolg<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd welche Reaktionen gibt es aus Moskau? Putin selbst \u00e4u\u00dferte sich nach dem Pressestatement mit Trump nicht erneut. Der fr\u00fchere russische Pr\u00e4sident Dmitri Medwedew wertete den Gipfel allerdings als Erfolg f\u00fcr sein Land. Das Treffen sei ruhig und ohne Ultimaten ein vollwertiger Mechanismus f\u00fcr Kontakte auf h\u00f6chster Staatsebene geschaffen worden, schrieb er bei Telegram. Putin habe die russischen Bedingungen f\u00fcr ein Kriegsende dargelegt. Im Ergebnis h\u00e4tten die USA zumindest vorerst keinen weiteren Druck auf Russland aufgebaut.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZudem habe das Treffen bewiesen, dass Verhandlungen \u00fcber ein Kriegsende und Kampfhandlungen zeitgleich laufen k\u00f6nnten, schrieb Medwedew. Vor allem h\u00e4tten Russland und die USA deutlich gemacht, dass es in erster Linie an der Ukraine und den Europ\u00e4ern liege, ein Ende der Kampfhandlungen zu erreichen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas betonte die Kompromisslosigkeit Europas gegen\u00fcber Russland. Die eigentliche Ursache des Krieges sei die imperialistische Au\u00dfenpolitik Russlands, schrieb sie auf X. Die &#8222;harte Realit\u00e4t&#8220; sei, dass Russland nicht die Absicht habe, den Krieg in absehbarer Zeit zu beenden, erg\u00e4nzte Kallas. W\u00e4hrend sich die Delegationen getroffen h\u00e4tten, habe Russland neue Angriffe auf die Ukraine gestartet. &#8222;Putin zieht die Verhandlungen weiter in die L\u00e4nge und hofft, damit durchzukommen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.08.2025 16:09 Uhr Konkrete Ergebnisse brachte das Treffen von Trump und Putin nicht. 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