{"id":349809,"date":"2025-08-16T17:33:12","date_gmt":"2025-08-16T17:33:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349809\/"},"modified":"2025-08-16T17:33:12","modified_gmt":"2025-08-16T17:33:12","slug":"pixum-gruender-daniel-attallah-100-millionen-euro-mit-fotobuechern-aus-koeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/349809\/","title":{"rendered":"Pixum-Gr\u00fcnder Daniel Attallah: 100 Millionen Euro mit Fotob\u00fcchern aus K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Ein Cocktail beim Abendessen, die Kinder spielend am Strand, ein Selfie mit dem Partner \u2013 an solchen Urlaubsfotos kommt gerade in den Sommermonaten kaum jemand auf Social Media vorbei. W\u00e4hrend auf Instagram und Co. nur einige wenige Schnappsch\u00fcsse landen, ist die Fotomediathek des Smartphones randvoll. Was passiert mit den Bildern? Im Normalfall nichts.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Zumindest bis zum Jahresende, denn in der Weihnachtszeit sind Fotos beliebte Geschenke. Die gro\u00dfen deutschen Foto-Dienstleister machen den Gro\u00dfteil ihres Gesch\u00e4fts in dieser Zeit; die K\u00f6lner Firma Pixum verkauft in den ersten drei Dezemberwochen sogar so viel wie in den ersten drei Monaten des Jahres. Nur: Die Zeiten, in denen man stundenlang vor dem PC sa\u00df, Fotos sortiert und daraus in aufwendiger Kleinarbeit ein Fotobuch gestaltet hat, sind vorbei. Ohnehin entstehen Fotob\u00fccher immer \u00f6fter am Smartphone und nicht am Desktop.<\/p>\n<p>KI kann fast alles \u2013 au\u00dfer Emotionen<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Fotobranche setzt deshalb immer st\u00e4rker auf Unterst\u00fctzung durch k\u00fcnstliche Intelligenz. Die KI kann Fotos optimieren, Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ein Layout machen, Bilder ausw\u00e4hlen, die sich gut f\u00fcr ein Fotoalbum eignen.\u00a0Am Ende soll man mit wenigen Klicks einen tollen Fotobuchvorschlag haben, bei dem man wenig bis nichts ver\u00e4ndern muss.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"4\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">So zumindest die Theorie. Denn was die KI nicht kann, ist die Emotionen erkennen, die mit Bildern verkn\u00fcpft sind. Warum findet man das Bild der Tochter besonders s\u00fc\u00df, wo sie verschmitzt in die Kamera schaut? Aber nicht das, wo sie im Sand buddelt?\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"5\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Hinzu kommt: Je einfacher die Software ist, desto komplexer ist die Programmierung. \u201eTechnologisch sind wir an vielen Stellen den halben Weg gegangen. Wir k\u00f6nnen schon B\u00fccher erstellen, aber noch nicht die Sprache interpretieren\u201c, sagt Daniel Attallah, der den K\u00f6lner Foto-Dienstleister Pixum gegr\u00fcndet hat. \u201eDie Technologie ist so komplex, dass wir das nicht selbst k\u00f6nnen. Ein Modell wie ChatGPT zu generieren und zu trainieren kostet 100 Millionen Dollar, nur allein an Strom und Rechenleistung.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"dm-blockquote__quote-text\" data-v-3a231a3f=\"\"><p>Wir werden 2025 das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte haben<\/p><\/blockquote>\n<p>Daniel Attallah, Pixum-Gr\u00fcnder<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"7\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Und auch Hersteller wie Apple m\u00fcssen mitspielen: Der Iphone-Konzern erlaubt es noch nicht, dass eine App wie die von Pixum eigenst\u00e4ndig auf die Fotomediathek zugreifen darf. Man kann die App \u00f6ffnen und dann h\u00e4ndisch Fotos anw\u00e4hlen. Aber automatisch darf sich die App Fotos nicht ziehen. \u201eDer Konsument wird die Nutzung von KI zur Erkennung, Sortierung und sinnvoller Platzierung von Fotos zuk\u00fcnftig jedoch erwarten. Oder sich jemanden suchen, der es kann. Unser Wettbewerb ist immer nur einen Klick entfernt\u201c, sagt Attallah.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Hinter den Kulissen arbeiten rund 20 Entwickler in Bulgarien an der Zukunft von Pixum. Die Firma hatte sich 2018 Know-how eingekauft, um ins mobile Gesch\u00e4ft einzusteigen. \u201eEs gab in Bulgarien eine App, die war schon in den App-Stores, der Gr\u00fcnder hatte aber wirtschaftlich aufgegeben. Wir haben nicht nur die App gekauft, sondern das komplette Team \u00fcbernommen\u201c, sagt Attallah. Damals wusste er noch nicht, dass diese Mannschaft die Zukunft seiner Firma sichern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Pixum peilt bestes Jahr der Firmengeschichte an<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Attallah, 1963 in K\u00f6ln geboren, hat Pixum vor 25 Jahren gegr\u00fcndet. Damals klebten Familien noch Bilder von entwickelten Filmen in Fotob\u00fccher ein.\u00a0Pixum war im Jahr 2000 der erste deutsche Online-Fotoservice f\u00fcr Fotoabz\u00fcge, Fotob\u00fccher, Gru\u00dfkarten und Fotoposter.\u00a0Mittlerweile arbeiten 170 Menschen f\u00fcr die Firma mit Sitz in K\u00f6ln-Rodenkirchen,\u00a0ein Standard-Buch mit Hardcover kostet rund 30 Euro. In diesem Jahr will Attallah einen Meilenstein schaffen: \u201eWir werden 2025 das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte haben.\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"11\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Pixum geh\u00f6rt zur Cewe-Gruppe, die mit dem Foto-Dienstleister Cewe den Platzhirsch der Branche unter dem Firmendach hat und 2024 mehr als 830 Millionen Euro umgesetzt hat. Die Markenbekanntheit von Cewe ist hoch, immerhin gibt es die Fotoprodukte in den Filialen der Drogeriekette Dm. Pixum, die kleine Schwester sozusagen, kommt Attallah zufolge auf einen Marktanteil von zw\u00f6lf bis 15 Prozent, doch belastbare Zahlen gebe es nicht. \u201eWir machen Tests zur Markenbekanntheit, die ist heute deutlich unter der von Cewe\u201c, sagt Attallah. Wenn Menschen gefragt werden, welche Fotobuch-Anbieter sie kennen, antwortet die H\u00e4lfte: Cewe. Nur circa jeder Siebte nennt hingegen Pixum.<\/p>\n<p>Pixum ist 96 von 100 Quartalen gewachsen<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"13\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Dem Gesch\u00e4ft von Pixum schadet das nicht. \u201eWir sind 25 Jahre alt und es gab noch nie ein Jahr, in dem wir nicht gewachsen sind\u201c, sagt Attallah. <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/wirtschaft\/pixum-chef-daniel-attallah-im-lockdown-haben-kunden-fotobuecher-von-aelteren-urlauben-erstellt-223385\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rund um Corona gab es Quartale, an deren Ende ein Minus unterm Strich stand,<\/a> doch das Gesamtjahr lief immer positiv. \u201eWir sind zufrieden. Wir wachsen solide, meist schneller als der Markt.\u201c Die Firma wachse zwischen f\u00fcnf und zehn Prozent jedes Jahr, das Segment der mobilen Endger\u00e4te sogar 30 bis 40 Prozent. \u201eDie Kameras der Smartphones sind so gut, dass die Leute die Fotos direkt vom Handy in ein Fotobuch laden wollen.\u201c Das gehe zwar auf Kosten des Desktop-Bereichs, doch auch dieses Segment wachse noch, wenn auch weniger dynamisch.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"14\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Der durchschnittliche Pixum-Kunde ist \u201eerstaunlich alt\u201c, wie Attallah sagt. Ein Viertel ist \u00e4lter als 50 Jahre, der Anteil der Unter-25-J\u00e4hrigen ist relativ gering. \u201eDas Bed\u00fcrfnis, Erinnerungen festzuhalten, beginnt mit der Einzigartigkeit der Erlebnisse\u201c, erkl\u00e4rt der Pixum-Gr\u00fcnder die Kundenstruktur. Fotob\u00fccher sind ein emotionales Produkt: \u201eZehn Tage Mallorca postet man auf Social Media, Hochzeit und Kind will man in einem Buch festhalten.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/wirtschaft\/doerte-gatermann-die-architektin-praegte-die-koelner-skyline-jetzt-widmet-sie-sich-dem-neumarkt-1-1077506\" class=\"dm-imagefeat__imagecontainer dm-imagefeat relative\" aria-label=\"\" tabindex=\"-1\" data-v-d81621e6=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2708\" alt=\"Architektin D\u00f6rte Gatermann steht am Pegel K\u00f6ln, im Hintergrund ist das K\u00f6ln-Triangle-Hochhaus zu sehen.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"dm-imagefeat__image w-full aspect-square sm:aspect-auto aspect-video\" style=\"aspect-ratio:1;\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755365592_981_4e09cb1d-cfc4-45a4-952d-a2b89c99c290.jpeg\"  \/><\/a><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"16\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Um auch die Jungen nicht zu verlieren, setzt Pixum auf Influencer, die den Foto-Dienstleister auf Instagram bewerben. Zehn bis 15 Prozent des Werbebudgets gehen in diesen Marketingkanal. \u201e\u00dcber Social Media kaufen die Kunden eher Produkte mit einem Bild. Fotob\u00fccher brauchen Zeit, man sucht in Ruhe Bilder aus. Das ist deutlich schwieriger \u00fcber Social Media\u201c, sagt Attallah. Der Gro\u00dfteil des Werbebudgets flie\u00dft in Google-Suche und TV-Werbung \u2013 vor allem zu Weihnachten und nach dem Sommerurlaub.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Cocktail beim Abendessen, die Kinder spielend am Strand, ein Selfie mit dem Partner \u2013 an solchen Urlaubsfotos&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":349810,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,1209],"class_list":{"0":"post-349809","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115039646802497972","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/349809","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=349809"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/349809\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/349810"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=349809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=349809"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=349809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}