{"id":350176,"date":"2025-08-16T21:34:12","date_gmt":"2025-08-16T21:34:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350176\/"},"modified":"2025-08-16T21:34:12","modified_gmt":"2025-08-16T21:34:12","slug":"gipfeltreffen-in-alaska-keine-bedeutsamen-verlautbarungen-von-trump-und-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350176\/","title":{"rendered":"Gipfeltreffen in Alaska: keine bedeutsamen Verlautbarungen von Trump und Putin"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/e99fef9a-2468-497d-9d2f-01344a9d07fc\" style=\"max-height:100%\"\/>US-Pr\u00e4sident Donald Trump (rechts) und der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei der Pressekonferenz in der Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska am 15. August 2025 [AP Photo\/Jae C. Hong]<\/p>\n<p>Das Treffen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin am Freitag in Alaska war der erste USA-Besuch des russischen Staatsoberhaupts seit 2015.<\/p>\n<p>Zuvor hatte Trump behauptet, er strebe einen \u201eWaffenstillstand\u201c im Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland in der Ukraine an. Er erkl\u00e4rte: \u201eIch will einen Waffenstillstand, ich werde nicht gl\u00fccklich sein, wenn es heute nicht dazu kommt.\u201c Doch bei ihrem zw\u00f6lfmin\u00fctigen Auftritt vor der Presse nach dem Gipfel k\u00fcndigten die beiden M\u00e4nner weder einen Waffenstillstand noch irgendeine andere konkrete Vereinbarung an.<\/p>\n<p>Obwohl keine Ergebnisse bekannt gegeben wurden, stellt das Gipfeltreffen einen Kurswechsel in der Behandlung Russlands durch die USA dar. Washington hatte jahrelang versucht, Russlands Milit\u00e4r zu zerst\u00f6ren, seine Regierung zu st\u00fcrzen und letztlich das Land aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Nach drei Jahren Krieg ist klar, dass dieses Vorhaben vorerst gescheitert ist. Russische Truppen r\u00fccken an der gesamten Front vor, und die Ukraine, die mit einem erheblichen Mangel an Soldaten zu k\u00e4mpfen hat, steht vor einer milit\u00e4rischen Katastrophe.<\/p>\n<p>Die Financial Times erkl\u00e4rte, unter diesen Bedingungen habe das Gipfeltreffen \u201eein klares Ende der jahrelangen westlichen Versuche\u201c dargestellt, den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin \u201ezu isolieren\u201c. Weiter hie\u00df es: \u201eTrump hat den russischen Pr\u00e4sidenten begr\u00fc\u00dft, indem er ihm vom US-Milit\u00e4r auf dem Luftwaffenst\u00fctzpunkt Elmendorf in Anchorage (Alaska) den roten Teppich ausrollen lie\u00df. Anschlie\u00dfend lud er einen l\u00e4chelnden Putin in sein gepanzertes Fahrzeug ,The Beast\u2018 f\u00fcr die kurze Fahrt zum Veranstaltungsort des Gipfels ein.\u201c<\/p>\n<p>Die Demokraten, deren wichtigster Vorwurf an Trump lautet, er engagiere sich nicht energisch genug f\u00fcr den Krieg gegen Russland, verurteilten das Gipfeltreffen. Senator Mark Kelly (Arizona) erkl\u00e4rte: \u201eBehandle einen Kriegsverbrecher wie einen k\u00f6niglichen Gast, halte den Inhalt des Treffens geheim und sage nichts dar\u00fcber. Putin bekommt eine Schlagzeile, und was bekommt die Ukraine?\u201c<\/p>\n<p>Senator Richard Blumenthal, ein Mitglied des Streitkr\u00e4fteausschusses des Senats, erkl\u00e4rte: \u201eMir hat sich der Magen umgedreht, als ich h\u00f6rte, dass der Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten Wladimir Putin als ,sagenhaft guten Freund\u2018 bezeichnet hat &#8230; Wladimir Putin ist ein Kriegsverbrecher.\u201c<\/p>\n<p>Trotz seiner zur Schau gestellten H\u00f6flichkeit am Freitag betonte Trump, dass zwischen den Positionen Russlands und der USA weiterhin erhebliche Unterschiede bestehen: \u201eEin paar gro\u00dfe haben wir noch nicht ganz ausger\u00e4umt, aber gewisse Fortschritte gemacht &#8230; Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir haben sehr gute Chancen, dahin zu kommen.\u201c<\/p>\n<p>Putin betonte: \u201eWenn die Einigung dauerhaft und langfristig sein soll, m\u00fcssen wir alle prim\u00e4ren Wurzeln, die Hauptursachen dieses Konflikts beseitigen, und wir haben es immer wieder gesagt, wir m\u00fcssen alle legitimen Anliegen Russlands ber\u00fccksichtigen und ein gerechtes Sicherheitsgleichgewicht in Europa und der Welt insgesamt wiederherstellen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/north-30-jahre-krieg\/00.html\" class=\"no-underline pointer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/19b71883-5de1-401a-8f7f-7226c4b24a37\" style=\"max-height:100%\"\/><\/p>\n<p>David North<\/p>\n<p>30 Jahre Krieg: Amerikas Griff nach der Weltherrschaft 1990\u20132020<\/p>\n<p>Seit dem ersten Golfkrieg 1990\u20131991 f\u00fchren die Vereinigten Staaten ununterbrochen Krieg.\u00a0Gest\u00fctzt auf ein marxistisches Verst\u00e4ndnis der Widerspr\u00fcche des US- und des Weltimperialismus analysiert David North die Milit\u00e4rinterventionen und geopolitischen Krisen der letzten 30 Jahre.<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Das ist jedoch genau das Problem. Die USA sind die f\u00fchrende imperialistische Macht der Welt und streben nach der globalen Vorherrschaft \u00fcber die ehemaligen Kolonialstaaten und \u00fcber das Gebiet der Sowjetunion. Sofern Teile des politischen Establishments der USA eine Entspannung in den Beziehungen zu Russland anstreben, tun sie es in dem Bem\u00fchen, alle Kr\u00e4fte auf den Konflikt mit China zu konzentrieren, der selbst nur der Auftakt zur vollst\u00e4ndigen imperialistischen Aufteilung der ganzen Welt w\u00e4re.<\/p>\n<p>Eine bedeutende Fraktion innerhalb der Trump-Regierung pl\u00e4diert f\u00fcr eine Abschw\u00e4chung des Konflikts der USA mit Russland, um die Ressourcen im Pazifik auf einen Konflikt mit China zu konzentrieren. Verteidigungsminister Pete Hegseth erkl\u00e4rte Anfang des Jahres: \u201eDie schieren strategischen Tatsachen hindern die Vereinigten Staaten von Amerika daran, sich haupts\u00e4chlich auf die Sicherheit Europas zu konzentrieren &#8230; Die USA erachten es als wichtiger, China von einem Krieg im Pazifik abzuschrecken, und sie erkennen die Realit\u00e4t der Ressourcenknappheit an und gehen entsprechende Kompromisse ein.\u201c<\/p>\n<p>Obwohl Trump und Putin offensichtlich versuchen, irgendeine Einigung zu erzielen, liegt die Ursache des Konflikts darin, dass der US-Imperialismus, der die vollst\u00e4ndige Herrschaft \u00fcber den gesamten Planeten anstrebt, die \u201elegitimen Anliegen Russlands\u201c, wie Putin es nennt, gar nicht akzeptieren kann. Wobei Putin unter diesen Anliegen das Recht der russischen Kapitalisten versteht, ihre Rohstoffvorkommen ungest\u00f6rt selbst auszubeuten.<\/p>\n<p>Selbst wenn sich die USA mit Russland einigen sollten, w\u00fcrden sie diese Vereinbarung brechen, sobald sie es f\u00fcr angebracht halten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Donald Trump (rechts) und der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei der Pressekonferenz in der Joint Base Elmendorf-Richardson&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":350177,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,3115,106,29479,13,14,95436,15,4043,4044,850,307,12,317,1126,306],"class_list":{"0":"post-350176","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-alaska","11":"tag-donald-trump","12":"tag-gipfeltreffen","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-nato-krieg","16":"tag-news","17":"tag-russia","18":"tag-russian-federation","19":"tag-russische-foederation","20":"tag-russland","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-ukraine","23":"tag-waffenstillstand","24":"tag-wladimir-putin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115040595184262267","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=350176"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350176\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/350177"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=350176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=350176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=350176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}