{"id":350181,"date":"2025-08-16T21:39:11","date_gmt":"2025-08-16T21:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350181\/"},"modified":"2025-08-16T21:39:11","modified_gmt":"2025-08-16T21:39:11","slug":"verbote-frankreich-debattiert-ueber-kinderfreie-zonen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350181\/","title":{"rendered":"Verbote: Frankreich debattiert \u00fcber kinderfreie Zonen"},"content":{"rendered":"<p>Kinderfreie Hotels und Ferienresorts sind im traditionell kinderfreundlichen Frankreich mit drei bis f\u00fcnf Prozent des Gesamtmarkts eigentlich selten, schreibt die britische Tageszeitung \u201eGuardian\u201c \u2013 dennoch und vielleicht auch gerade deswegen hat die Debatte \u00fcber den Sommer an Fahrt aufgenommen. Bisher hatte Frankreich eine der h\u00f6chsten Geburtenraten, doch seitdem diese auch sinkt, ist das Thema Kinder bzw. Kinderhaben in der Politik des Landes verst\u00e4rkt angekommen.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Sommers lie\u00dfen zwei Politikerinnen, die Hohe Kommissarin f\u00fcr Kinder, Sarah El Hairy, und die fr\u00fchere Familienministerin und nunmehrige Senatorin Laurence Rossignol mit dem Vorschlag aufhorchen, Kinderverbote in Hotels oder Restaurants untersagen zu wollen. El Hairy argumentierte, dass ein solches Verbot zu Gewalt gegen Kinder beitrage. \u201eWir institutionalisieren die Idee, dass Ruhe ein Luxus ist und damit auch die Abwesenheit von Kindern.\u201c<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%205500%203667'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2734830_bigpicture_1053380_frankreich_debatte_kinderfreie_hotels_body_gy.jpg\"  alt=\"M\u00e4dchen mit Schwimmreifen im Pool\"\/><\/p>\n<p>   Getty Images\/Mariia Siurtukova<\/p>\n<p>      Nicht alle Menschen k\u00f6nnen oder wollen sich neben Kindern entspannen<\/p>\n<p>\u201eWer keine Kinder mag, mag die Menschheit nicht\u201c<\/p>\n<p>Ihr gehe es dabei nicht um Paare, die keine Kinder haben, sondern um jene Menschen, die nicht von den Kindern anderer Menschen gest\u00f6rt werden m\u00f6chten, etwa in Z\u00fcgen. Das erh\u00f6he n\u00e4mlich den Druck auf die jeweiligen Eltern, die daraufhin ihre Kinder mit Zeichentrickserien ruhigstellen w\u00fcrden, so die Politikerin. Sie lobte \u00fcber den Sommer einen Preis f\u00fcr die kinderfreundlichsten Orte (Hotels, Museen, Restaurants usw.) aus, die Preisverleihung ist Anfang Oktober geplant.<\/p>\n<p>Rossignol geht laut \u201eGuardian\u201c nun noch einen Schritt weiter und fordert von der franz\u00f6sischen Regierung ein grunds\u00e4tzliches Verbot f\u00fcr Kinderverbote. Kinderfreie Zonen w\u00fcrden laut Rossignol die Intoleranz f\u00f6rdern und legitimieren. Es sei nicht akzeptierbar, wenn Menschen sagen \u201eIch mag keine Kinder und will sie nicht sehen\u201c, denn \u201ewer keine Kinder mag, mag die Menschheit nicht\u201c, argumentierte sie.<\/p>\n<p>Kinderfreie Hotels weltweit im Kommen<\/p>\n<p>Kinderfreie Hotels und Ferienresorts haben in den vergangenen Jahren weltweit deutlich zugelegt. In Frankreichs Nachbarland Belgien, so die die britische Tageszeitung \u201eTimes\u201c, sind in jedem zehnten Restaurant Kinder nicht willkommen. Laut den Anbietern steigt gerade seit den CoV-Lockdowns auch die Nachfrage danach. Allerdings gibt es kinderfreie Resorts schon seit Jahrzehnten, etwa in Griechenland, Mexikco und Thailand.<\/p>\n<p>Kinderfreie Hotels seien in Frankreich im Vergleich zu anderen touristischen Angeboten \u201eextrem selten\u201c, erkl\u00e4rte auch eine Vertreterin der Gewerkschaft UMIH gegen\u00fcber dem \u201eGuardian\u201c. Es gebe einen klar definierten Markt, und die Hotels w\u00fcrden einfach den W\u00fcnschen des Marktes folgen: \u201eWenn Menschen nicht finden, was sie suchen, weil es verboten ist, werden sie auf andere L\u00e4nder ausweichen.\u201c<\/p>\n<p>\u201ePause von der Familie\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Vincent Lagarde von der Universit\u00e4t Limoges hat der Wunsch nach Ruhe nichts mit Kinderhass zu tun, sondern einfach mit dem Wunsch nach Ruhe \u2013 selbst bei Eltern, Lehrern und Erziehern. Untersuchungen w\u00fcrden zeigen, dass ein Drittel der Menschen, die bewusst in kinderfreie Hotels fahren, ersch\u00f6pfte Eltern sind. \u201eDas sind keine Menschen, die Kinder nicht m\u00f6gen. Sie sind einfach ersch\u00f6pft und brauchen eine Pause von ihrer Familie\u201c, so Lagarde.<\/p>\n<p>Ein anderer Grund, kinderfreie Hotels oder Restaurants zu w\u00e4hlen, sei der Wunsch, bewusst Zeit als Paar oder mit Freunden zu verbringen. Im Gegenzug w\u00fcrden Hotels dann auch zum Teil mehr Geld verlangen, was den Eindruck des \u201eLuxus\u201c einer kinderfreien Zone verst\u00e4rken k\u00f6nne. Bisher sei aber noch keine Familie gerichtlich dagegen vorgegangen, wenn Kinder an einem Ort nicht erlaubt waren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kinderfreie Hotels und Ferienresorts sind im traditionell kinderfreundlichen Frankreich mit drei bis f\u00fcnf Prozent des Gesamtmarkts eigentlich selten,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":350182,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-350181","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115040614053753768","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=350181"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350181\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/350182"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=350181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=350181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=350181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}