{"id":350230,"date":"2025-08-16T22:08:12","date_gmt":"2025-08-16T22:08:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350230\/"},"modified":"2025-08-16T22:08:12","modified_gmt":"2025-08-16T22:08:12","slug":"worauf-jan-barta-als-sportdirektor-der-loewen-frankfurt-wert-legt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350230\/","title":{"rendered":"Worauf Jan Barta als Sportdirektor der L\u00f6wen Frankfurt Wert legt"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/sport\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_sport\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sport<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/sport\/lokalsport\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"3_lokalsport\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lokalsport<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 16.08.2025, 10:21 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/39337225-250709setfljb009-060825-4c-3Wfe.jpg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"_250709SETFLJB009_060825_4c_1\"\/>Jan Barta, gro\u00df geworden bei den Roten Teufeln Bad Nauheim, ist Sportdirektor der L\u00f6wen Frankfurt. \u00a9\u00a0Jan Huebner<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Jan Barta ist ein Ur-Teufel. In Bad Nauheim geboren, im Colonel-Knight-Stadion ausgebildet und sp\u00e4ter f\u00fcr den EC Bad Nauheim in rund 300 Spielen auf dem Eis. Seit der Saison 2019\/20 ist der 40-J\u00e4hrige aber f\u00fcr die L\u00f6wen Frankfurt t\u00e4tig; erst im Nachwuchs, sp\u00e4ter im Profibereich. Inzwischen ist Barta Sportlicher Leiter des DEL-Klubs.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Jan Barta kennt die L\u00f6wen Frankfurt aus vielen Perspektiven. Aus 23 Eins\u00e4tzen in der ersten Klasse des deutschen Eishockeys als junger Spieler zu Zeiten der Lions-Vorg\u00e4nger und sp\u00e4ter noch einigen in der Oberliga nach der Insolvenz und dem L\u00f6wen-Neustart. Als Mitarbeiter der Gesch\u00e4ftsstelle, als Nachwuchscoach, in den vergangenen Jahren als Co-Trainer der 2022 in die DEL aufgestiegenen Profis &#8211; und neuerdings als Sportdirektor. Zur Vorbereitung spricht der 40-J\u00e4hrige \u00fcber eine besondere Bef\u00f6rderung, seine Vorstellungen und Ziele f\u00fcr die Saison. Und dar\u00fcberhinaus.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Sie tragen jetzt noch mehr L\u00f6wen-Verantwortung. Schl\u00e4ft man als Sportdirektor schlechter als als Co-Trainer? <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Nicht schlechter, aber k\u00fcrzer. Durch die Nordamerika-Kontakte, die man pflegen muss, geht man abends sp\u00e4t ins Bett und hat gerade in der Vorbereitung morgens fr\u00fch einiges zu kl\u00e4ren. Aber der Schlaf hat noch Qualit\u00e4t, das Nervenkost\u00fcm h\u00e4lt (lacht, Anmerkung der Redaktion).<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Sie kennen die L\u00f6wen aus den verschiedensten Positionen. Was ist jetzt anders? <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Dass ich in der allerersten Reihe stehe und die Idee des Clubs nach au\u00dfen zu vertreten habe, Rede und Antwort stehen muss. Als Co-Trainer konnte man doch hier und da im stillen K\u00e4mmerlein arbeiten, das geht jetzt nicht mehr.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Vom Co-Trainer zum Sportdirektor ist eine eher seltene Bef\u00f6rderung. Was qualifiziert Sie daf\u00fcr? <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wenn man so viele Erfahrungen bei den L\u00f6wen sammeln durfte wie ich, gerade in der Zeit in der Zweiten Liga, mit dem Ziel, den langersehnten Aufstieg zu schaffen, merkt man schon, wie so ein Club tickt. Ob es die Trib\u00fcne ist, die VIP-Lounge, der Nachwuchs, die Kabine: Ich kenne den Puls und kann ganz gut einsch\u00e4tzen, was ben\u00f6tigt wird. Fachlich war ich schon immer dabei, was das Thema Scouting angeht, au\u00dfer in der letzten Saison mit Daniel Heinrizi. Ich habe mich auch als Spieler schon mehr f\u00fcr andere Spieler, andere Spielkulturen und Systeme interessiert als f\u00fcr mich selbst. Ich wei\u00df, was der Markt treibt und was zu uns passt, welcher Spielertyp hier gebraucht wird, f\u00fcr das Produkt, das wir bei den L\u00f6wen aufs Eis geben m\u00fcssen, um erfolgreich zu sein.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Sie haben den Job interimsweise schon seit der Trennung von Vorg\u00e4nger Heinrizi gemacht. Was waren Ihre ersten T\u00e4tigkeiten? <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Alles, wobei Eile geboten war. Vertragsverl\u00e4ngerungen, gerade mit Spielern, hinter denen vielleicht auch andere Vereine her sind. Die Planung der Vorbereitung mit Testspielen und Turnieren, da war auch eine Deadline drauf. Wenn wir in Frankfurt erfolgreiches Eishockey spielen wollen, m\u00fcssen wir schnell sein in Sachen Neuverpflichtungen. Das bedeutet, dass man im Januar auch mal im Flugzeug nach Schweden sitzt, um einen Spieler wie Michael Joyaux einzut\u00fcten, bevor er auf dem Markt f\u00fcr andere interessant wird. Das habe ich alles sofort gemacht, neben meinen T\u00e4tigkeiten als Co-Trainer.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Welche Spielertypen haben Sie denn gebraucht? <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Aus den Analysen unserer Spiele wusste ich ja, wo die Vakanzen sind. Entsprechend habe ich die Spieler verpflichtet. Es ist kein Geheimnis, dass uns Pr\u00e4senz vor dem gegnerischen Tor gefehlt hat. Deshalb haben wir jetzt einen Matthew Wedman im Line-up. Wir hatten auch Probleme im Spielaufbau, aus der Defensive heraus. Da war Maksim Matushkin mehr oder weniger auf sich alleine gestellt. Mit Michael Yojaux haben wir jemandem, der dieses Potenzial ebenfalls mitbringt und der auch an der blauen Linie gef\u00e4hrlich ist.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Worauf haben Sie sonst beispielsweise geachtet? <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wenn wir gerade in der Abwehr sind: Es ist, glaube ich, einzigartig, dass wir vier Rechtsh\u00e4nder- und f\u00fcnf Linksh\u00e4nderverteidiger im Kader haben. In der Vergangenheit hatten wir immer wieder Spieler, die auf der falschen Seite gespielt und sich da nicht wohlgef\u00fchlt haben. Das sind Details, die wir ge\u00e4ndert haben.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Andere Vereine haben namhaftere Verpflichtungen get\u00e4tigt. <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Ich finde unsere Verpflichtungen perfekt, weil sie zugeschnitten sind auf das, was uns gefehlt hat. Da sind mir Name und Vita egal, es geht um die F\u00e4higkeit. Der Fokus ist ein anderer: Wir wollen keine besseren Einzelspieler, sondern eine bessere Mannschaft. Jeder soll auf seiner Position voll da sein, seine Rolle finden und sich darin wohlf\u00fchlen. Ich finde, dass wir eine richtig gute Truppe haben, mit der richtigen Mischung. Wir haben genug Center, genug Rechtsh\u00e4nder, Linksh\u00e4nder, Spieler, die vor dem Tor arbeiten, die gut zu Fu\u00df sind, Teamspieler und Spieler, die den Unterschied machen k\u00f6nnen. Mit Ryan McKiernan und Jakob Lilja ist noch eine Menge Erfahrung dazukommen. Wenn ich so auf die einzelnen Namen und m\u00f6gliche Reihen schaue, geht mir das Herz auf.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Die Abg\u00e4nge von Dominik Bokk und Julian Napravnik haben Sie mit ausl\u00e4ndischen Verpflichtungen f\u00fcr die vorderen Sturmreihen aufzufangen versucht. Daf\u00fcr gehen Sie erstmals seit Jahren mit einem deutschen Torwartgespann in die Saison. <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das ist auch eine interessante Geschichte. Mirko Pantkowski hat schon bei Top-Clubs gezeigt, wie gut er ist. Cody Brenner hat eine Topsaison gespielt und will zeigen, dass das kein Zufall war. Es gibt keine klare Nummer eins. Die beiden werden sich einen gesunden Konkurrenzkampf liefern und gegenseitig pushen, sie wollen beide im Tor stehen. Dazu haben wir mit Luca Endres einen neuen jungen und sehr spannenden Torwarttrainer. Das kann richtig was werden.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Was ist abseits aller Details die \u00fcbergeordnete Idee zum Kader? <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">In erster Linie m\u00fcssen wir ein Spiel aufs Eis bringen, das uns erlaubt, auch dann Punkte zu holen, wenn wir nicht unsere allerbeste Leistung bringen. Dass wir krisenfest Eishockey spielen, nicht auseinander fallen, wenn wir mal zwei Tore kassieren. Dass wir, um vom gr\u00f6\u00dferen Bild zu sprechen, keine Achterbahnsaison haben, sondern es langsam, aber stetig nach oben geht. Es ist ja nicht die Realit\u00e4t, dass jeder Spieler jeden Abend die viel zitierten 110 Prozent gibt. Da ist immer mal einer angeschlagen oder gerade nicht in Top-Form. Wir m\u00fcssen einen Kader haben, der auch punkten kann, wenn man nicht bei 100 Prozent ist. Manchmal wird es auch darum gehen, aus der Defensive heraus einen Gegner m\u00fcrbe zu machen, weil man so penetrant Eishockey spielt, und dann mit den Offensivqualit\u00e4ten, die wir haben, ein Spiel ohne viele Tore zu gewinnen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Woran lagen die heftigen Ausschl\u00e4ge der vergangenen Saison? <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Da nehme ich K\u00f6ln gerne als positives Gegenbeispiel. Am Anfang der Saison haben wir die aus der Halle gefegt. Sie sind aber ihrem Spielsystem treu geblieben und haben sich so entwickelt, dass sie ihr bestes Eishockey am Ende der Saison gespielt haben. Unser Hoch und Runter lag auch daran, dass wir es in der Jagd nach Punkten vers\u00e4umt haben, konsequent in und an unserem System zu arbeiten und davon hinten raus zu profitieren. Das hat uns den Fokus genommen. Wir haben es letztes Jahr verpasst, eine Entwicklung hinzulegen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Vor einem Jahr haben sich Headcoach Tom Rowe und Mannschaft intern die besten Sechs als Ziel gesetzt, das hat wegen des selbstgemachten Erfolgsdrucks auf diesem Weg gewiss nicht immer geholfen. Und jetzt? <\/strong><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Unser Ziel ist es, die neuen Spieler schnell zu integrieren, damit wir als Team zusammenwachsen und konstant gutes Eishockey spielen. Anschlie\u00dfend gilt es, den Klassenerhalt m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig zu sichern. Alles, was dar\u00fcber hinaus geht, nehmen wir gerne Schritt f\u00fcr Schritt mit. Nat\u00fcrlich wollen wir den maximalen Erfolg. Aber, und das ist ganz klar mit den Coaches besprochen: Wir m\u00fcssen etwas aufbauen, was nicht sofort wieder eingerissen wird, wenn es mal nicht l\u00e4uft. Das Fundament muss stehen, das sind die Arbeitseinstellung und das taktische System. Wenn wir im System mal verlieren, ist alles in Ordnung. Aber ich habe ein Problem damit, wenn wir Freestyle spielen und verlieren. Es muss ein Weg zu sehen sein, den wir als Sportliche Leitung und Trainer vorgeben. Es wird auch keine R\u00fccksicht auf einzelne Befindlichkeiten mehr geben. Entweder du bist mit im Boot oder eben nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Sport Lokalsport Stand: 16.08.2025, 10:21 Uhr DruckenTeilen Jan Barta, gro\u00df geworden bei den Roten Teufeln Bad Nauheim,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":350231,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-350230","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350230","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=350230"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350230\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/350231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=350230"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=350230"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=350230"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}