{"id":350400,"date":"2025-08-16T23:47:17","date_gmt":"2025-08-16T23:47:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350400\/"},"modified":"2025-08-16T23:47:17","modified_gmt":"2025-08-16T23:47:17","slug":"fred-vom-jupiter-schoepfer-eine-persoenliche-sicht-auf-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350400\/","title":{"rendered":"&#8222;Fred vom Jupiter&#8220;-Sch\u00f6pfer: Eine pers\u00f6nliche Sicht auf Wien"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/dorau-102.webp\" alt=\"Der Musiker Andreas Dorau mit Mikro in der Hand streckt die andere gespreiz nach vorn\" title=\"Der Musiker Andreas Dorau mit Mikro in der Hand streckt die andere gespreiz nach vorn | Rudi Keuntje\/Geisler-Fotopress\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Andreas Doraus liebt Wien &#8211; aber eben doch nicht alles daran (3 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 16.08.2025 13:50 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Anfang der 1980er-Jahre schuf der Hamburger Andreas Dorau den Hit &#8222;Fred vom Jupiter&#8220;. Auf seinem inzwischen 14. Soloalbum &#8222;Wien&#8220; blickt er ganz subjektiv auf die \u00f6sterreichische Stadt. Ein Kaffeehausbesuch. <\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Petra Volquardsen<\/p>\n<p class=\"\">\nVerabredung mit Andreas Dorau im Caf\u00e9 &#8222;Klein und Kaiserlich&#8220; in der Hafencity: an der Wand ein Sissi-Bild, auf der Karte Apfelstrudel und Wiener Kaffee-Varianten. Wof\u00fcr sich jetzt entscheiden? &#8222;Das wei\u00df ich bis heute nicht genau. Es gibt den ber\u00fchmten Verl\u00e4ngerten oder den Braunen oder die Melange.&#8220; Andreas Dorau bestellt einen Milchkaffee, der hier &#8222;Kaffee verkehrt&#8220; hei\u00dft. In Wien war er als Kind das erste Mal und ist auch sp\u00e4ter immer wieder hingereist.<\/p>\n<p>    Wien: Faszination f\u00fcr die dunklen Seiten der Stadt<\/p>\n<p class=\"\">\nIm Gespr\u00e4ch mit Freunden von der Plattenfirma kommt die Idee auf, ein Themen-Album zu machen. Und Andreas Dorau schl\u00e4gt eine Stadt vor: Wien. &#8222;Was mich an Wien reizt, ist, dass ich Wien nicht habhaft werde. Wien hat ja eine ziemlich dunkle Vergangenheit und auch noch immer dunkle Tendenzen und es ist kulturell von Hamburg aus die am weitesten entfernte deutschsprachige Stadt&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p class=\"\">\nAls Vorbereitung f\u00fcr sein Wien-Album hat er viel gelesen, sich bei 3Sat Dokumentationen angeguckt und ist &#8211; zur Feldrecherche, wie er sagt &#8211; nach Wien gefahren. Rausgekommen ist eine Art Collage: &#8222;Also, ein St\u00e4dteportr\u00e4t kann man es nicht nennen, es ist auch keine gesungene Reiseliteratur.&#8220; Vielmehr sei er der Frage nachgegangen: &#8222;Was interessiert mich an Wien?&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nHerausgekommen sind teils skurrile Szenenbeschreibungen, etwa aus dem Prater. In das ber\u00fchmte Riesenrad dort w\u00fcrde er selbst niemals einsteigen. &#8222;Ich habe extreme H\u00f6henangst.&#8220; F\u00fcr den Song &#8222;Runde um Runde&#8220; habe er sich vorgestellt, dass man zu zweit nach Wien reise, sich \u00fcberreden lasse Riesenrad zu fahren und oben dann feststellt: Oh, Gott, was hab ich da zugesagt?<\/p>\n<p>    Imaginierte Szenarien in der \u00f6sterreichischen Hauptstadt<\/p>\n<p class=\"\">\nF\u00fcr das Lied &#8222;Vienna sur Mer&#8220; hat er die \u00f6sterreichische Hauptstadt kurzerhand an die K\u00fcste verlegt. Und in &#8222;45 Lux&#8220; geht es um diese f\u00fcr Andreas Dorau ganz besondere n\u00e4chtliche Stimmung in Wien. Er stellte sich vor, dass es ein Computer ist, der bei 45 Lux automatisch in der ganzen Stadt die Lichter anmacht. &#8222;45 Lux klingt ja auch sch\u00f6n&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p class=\"\">\nVerspielt und kreativ &#8211; typisch Andreas Dorau eben. Und das schon seit er mit 15 f\u00fcr ein Schulprojekt den Neue Deutsche Welle Hit &#8222;Fred vom Jupiter&#8220; geschrieben hat. 1981 war das. Sein Sound, den er stetig weiterentwickelt: elektronisch aus dem Computer, mit Refrains, die im Ohr bleiben und mit wenigen Worten viel sagen.<\/p>\n<p class=\"\">\nDen Vorschlag, f\u00fcr sein Album vielleicht auch mit Wiener K\u00fcnstlern zusammenzuarbeiten, hat er abgelehnt. &#8222;Ich wollte tats\u00e4chlich die Au\u00dfenperspektive behalten. Ich wollte nicht den Schulterschluss, ich wollte eine Betrachtung aus der Ferne.&#8220;<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/screenshot1915556.webp\" alt=\"Die drei Musiker der Band Temmis bei einem Interview.\" title=\"Die drei Musiker der Band Temmis bei einem Interview. | Screenshot\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Band liegt mit ihrem Retro-Sound derzeit voll im Trend. Das Konzert im neu er\u00f6ffneten Musikclub Molotow: ausverkauft.<\/p>\n<p class=\"\">\nNicht ausgeschlossen, dass eine Reihe draus wird und er vielleicht auch noch Alben \u00fcber andere St\u00e4dte macht. &#8222;Bei St\u00e4dtereisen ist mir schon h\u00e4ufiger aufgefallen, dass man sich pl\u00f6tzlich f\u00fcr ganz andere Sachen interessiert.&#8220; Ihm fielen da Sachen auf, die er unter anderem Umst\u00e4nden als uninteressant erachtet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>    Im Caf\u00e9 herumsitzen? Nichts f\u00fcr Andreas Dorau<\/p>\n<p class=\"\">\nIn Wien hat er sein Album schon bei einem Konzert vorgestellt. Auf den Auftritt beim <a href=\"https:\/\/kampnagel.de\/produktionen\/andreas-dorau-wien\" title=\"Link zum Andreas dorau-Konzert auf Kampnagel\" class=\"js-link-dialog\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sommerfestival auf Kampnagel am Sonntag (17. August)<\/a> freut er sich, ist aber auch etwas aufgeregt. Das Publikum hier in Hamburg sei anders, sagt er. &#8222;Dass sie wirklich aus sich herauskommen, dauert halt sehr lange. In Wien hatte ich sie ab dem zweiten St\u00fcck.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nNach dem Kaffee in der Hafencity zieht Andreas Dorau weiter. Kaffeehauskultur wie in Wien \u2013 das ist dann doch nicht seine Welt. &#8222;Den Tag im Caf\u00e9 sitzend, tratschend, Zeitung lesend zu verbringen, daf\u00fcr bin ich zu unruhig. Entspricht nicht meinem Naturell.&#8220;<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/dorau124.webp\" alt=\"Ein Mann singt in ein Mikrofon\" title=\"Ein Mann singt in ein Mikrofon | picture alliance \/ Eventpress Hoensch\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Mit 15 hat er den Hit &#8222;Fred vom Jupiter&#8220; geschrieben. P\u00fcnktlich zu seinem 60. erscheint sein neues Album.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/regener162.webp\" alt=\"Sven Regener, Frontmann der Band Element of Crime, spielt und singt beim &quot;Berlin Climate Aid&quot; Konzert am Brandenburger Tor. (25.03.2023)\" title=\"Sven Regener, Frontmann der Band Element of Crime, spielt und singt beim &quot;Berlin Climate Aid&quot; Konzert am Brandenburger Tor. (25.03.2023) | picture alliance\/dpa | Christophe Gateau, Christophe Gateau\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Paul-Lincke-Ring wurde wegen der NS-Vergangenheit des Namensgebers umbenannt. Regener hatte das angesto\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Andreas Doraus liebt Wien &#8211; aber eben doch nicht alles daran (3 Min) Stand: 16.08.2025 13:50 Uhr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":350401,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-350400","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115041117573116545","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=350400"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350400\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/350401"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=350400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=350400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=350400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}