{"id":350497,"date":"2025-08-17T00:45:26","date_gmt":"2025-08-17T00:45:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350497\/"},"modified":"2025-08-17T00:45:26","modified_gmt":"2025-08-17T00:45:26","slug":"rheinischer-praeses-thorsten-latzel-papst-leo-xiv-ist-ein-hoffnungstraeger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350497\/","title":{"rendered":"Rheinischer Pr\u00e4ses Thorsten Latzel \u201ePapst Leo XIV. ist ein Hoffnungstr\u00e4ger\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Herr Pr\u00e4ses, mit Anspielung auf Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner (CDU) hat der katholische Publizist Andreas P\u00fcttmann j\u00fcngst den Begriff \u201eKl\u00f6cknern\u201c gepr\u00e4gt \u2013 f\u00fcr den Versuch der Politik, den Kirchen zu sagen, was die ihnen geb\u00fchrenden Themen und Aufgaben sind. Braucht es eine Neudefinition der kirchlichen Rolle in der Gesellschaft?<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Thorsten Latzel:<\/b> Die Kirche ist von ihrem Ursprung, vom Evangelium her immer auch politisch. Weil es ihr um das Wohl des Menschen in der Gemeinschaft geht, um eine Universalit\u00e4t der Liebe Gottes, die allen Menschen gilt. Wir agieren nicht parteipolitisch, aber wir nehmen Partei f\u00fcr die Schwachen und Marginalisierten. Den Begriff finde ich aber unangemessen, weil er weder Frau Kl\u00f6ckner als Person noch der W\u00fcrde ihres Amtes als Bundestagspr\u00e4sidentin entspricht.<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"2\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Die umstrittenen Stellungnahmen beider Kirchen zur Asylpolitik oder zu gemeinsamen Abstimmungen mit der AfD waren aber schon klar gegen diese Partei gerichtet.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">In der Fl\u00fcchtlings- und Asylpolitik treten wir klar daf\u00fcr ein, dass wir als Gesellschaft unsere Werte nicht verlieren und dass die Politik sich an das Recht h\u00e4lt. Wir haben das Asylrecht aus guten Gr\u00fcnden als Menschenrecht im Grundgesetz verankert. Das hei\u00dft nicht, dass jeder Mensch, der nach Deutschland kommt, automatisch ein Bleiberecht hat. Aber wir m\u00fcssen menschlich mit Menschen umgehen und Schutzbed\u00fcrftigen helfen. F\u00fcr die Menschen, die bei uns leben, bem\u00fchen wir uns mit vielen Angeboten um gelingende Integration. Das alles will die AfD nicht. Und wir haben als Kirchen festgehalten, dass die Grundhaltung dieser Partei mit ihrer Hetze gegen Andere, ihrem v\u00f6lkischen Nationalismus und ihrer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit dem christlichen Glauben widerspricht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2552\" alt=\"Besuch von Thorsten Latzel (r.), Pr\u00e4ses der Evangelischen Kirche im Rheinland, beim K\u00f6lner Stadt-Anzeiger - hier im Redaktionsgespr\u00e4ch mit Chefredakteur Gerald Selch (Mitte) und Joachim Frank.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/03db043c-c549-434c-adcc-c9e45db22bc0.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Besuch von Thorsten Latzel (r.), Pr\u00e4ses der Evangelischen Kirche im Rheinland, beim K\u00f6lner Stadt-Anzeiger &#8211; hier im Redaktionsgespr\u00e4ch mit Chefredakteur Gerald Selch (Mitte) und Joachim Frank.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Alexander Schwaiger<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"5\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Das sagen Sie auch jetzt zur Kommunalwahl in NRW? Die AfD \u2013 f\u00fcr Christen nicht w\u00e4hlbar?<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"6\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wir sagen, wof\u00fcr wir als Kirche eintreten, f\u00fcr welche Werte wir von unserem Glauben her stehen. Und dann ist es Sache jedes Einzelnen, wen er oder sie w\u00e4hlt.<\/p>\n<blockquote class=\"dm-blockquote__quote-text\" data-v-3a231a3f=\"\"><p>Ich bin beeindruckt von der konsequenten Haltung, mit der Frau Brosius-Gersdorf ihren R\u00fcckzug erkl\u00e4rt hat.<\/p><\/blockquote>\n<p>Pr\u00e4ses Thorsten Latzel<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Nochmal zur\u00fcck zum \u201eKl\u00f6cknern\u201c oder, weil Ihnen das Wort ja nicht gefiel, zur Frage nach  der Beteiligung der Kirchen an politischen Debatten. Was ist Ihre Meinung zu dem Streit, ob die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf Richterin am Bundesverfassungsgericht werden sollte? Aus der katholischen Kirche kam massiver Protest \u2013 teils basierend auf falschen Annahmen \u2013 wegen der Positionierungen der SPD-Kandidatin zur Abtreibung. <\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"9\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wenn es um das Bundesverfassungsgericht geht, muss es das Ziel sein, die besten Juristinnen und Juristen nach Karlsruhe zu schicken, die wir haben. Sie sollen dann mit ihrer Kompetenz und in der Breite des demokratischen Spektrums die Verfassung auslegen und strittige Rechtsfragen entscheiden. Daf\u00fcr finde ich eine Pluralit\u00e4t der Positionen unerl\u00e4sslich. Das ist dann keine Frage des Einflusses von uns als Kirchen oder von anderen gesellschaftlichen Gruppen. Wir m\u00fcssen auch schauen, dass es keine parteipolitischen Abh\u00e4ngigkeiten der Richter gibt. Konkret bin ich beeindruckt von der konsequenten Haltung, mit der Frau Brosius-Gersdorf ihren R\u00fcckzug von der Kandidatur erkl\u00e4rt hat. Ich fand es uns\u00e4glich, wie vor allem in den sozialen Medien mit ihr umgegangen wurde.<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Inwiefern sind Sie dann beeindruckt? Muss man nicht sagen, mit dem Verzicht auf die Kandidatur ist gelungen, was Beatrix von Storch von der AfD als Parole ausgegeben hat: den Fall zu \u201eerledigen\u201c?<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"11\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Das ist genau ein Teil des Problems, dass die Leute, die in einer uns\u00e4glichen Weise agiert haben, dies jetzt als Erfolg f\u00fcr sich werten k\u00f6nnen. Umso mehr braucht man gute politische Abstimmungsprozesse, damit das Besetzungsverfahren besser l\u00e4uft. Der Fall sollte jetzt aber auch nicht zu einer \u201eKrise der Demokratie\u201c erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<blockquote class=\"dm-blockquote__quote-text\" data-v-3a231a3f=\"\"><p>Etwas mehr protestantische N\u00fcchternheit t\u00e4te uns manchmal gut.<\/p><\/blockquote>\n<p>Pr\u00e4ses Thorsten Latzel<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"13\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Warum ist Ihnen das zu viel?<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"14\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Das war wahrlich kein politisches Glanzst\u00fcck. Aber wir haben seit \u00fcber 75 Jahren eine sehr gut funktionierende Demokratie, in ihr gab es immer wieder Konflikte, Probleme und dann auch L\u00f6sungen. Wir haben gegenw\u00e4rtig eine aufgeregte Emp\u00f6rungskultur, die durch die sozialen Medien noch verst\u00e4rkt wird. Theologisch formuliert: Etwas mehr protestantische N\u00fcchternheit, selbstkritische Bescheidenheit und Vertrauen in unser Miteinander t\u00e4te uns manchmal gut.<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"15\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">In Alaska wollte US-Pr\u00e4sident Donald Trump den russischen Machthaber Wladimir Putin zu einem Ende des Kriegs gegen die Ukraine bewegen. Sie pl\u00e4dieren f\u00fcr eine \u201ediskursive Feindesliebe\u201c als Weg zum Frieden. Was soll das sein? <\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"16\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Feindesliebe hei\u00dft erst einmal, anzuerkennen, dass es einen Feind gibt. Konkret: Es gibt eine russische Aggression, einen russischen Angriff, und das darf man nicht nivellieren. Aber dann braucht es auch eine Haltung der \u201eEntfeindung\u201c, die sagt: Es ist nicht Russland an sich, es sind nicht \u201edie\u201c Russen, sonst kommt man aus den Feindkonstellationen nicht mehr heraus. Wir haben selbst diese geschichtliche Erfahrung gemacht: Deutsche und Franzosen als \u201eErbfeinde\u201c, Katholiken und Protestanten als unvers\u00f6hnliche Gegner in Konfessionskriegen.<\/p>\n<blockquote class=\"dm-blockquote__quote-text\" data-v-3a231a3f=\"\"><p>Wir brauchen nicht nur eine neue Verteidigungs-, sondern auch eine neue Friedensf\u00e4higkeit.<\/p><\/blockquote>\n<p>Pr\u00e4ses Thorsten Latzel<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"18\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Lang, lang ist\u2019s her\u2026<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"19\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Ich sehe, dass wir in Europa heute in einer anderen milit\u00e4rischen Bedrohungslage sind. Wir brauchen aber nicht nur eine neue Verteidigungs-, sondern auch eine neue Friedensf\u00e4higkeit. Daf\u00fcr bietet die christliche Friedensethik wichtige Impulse zu einem gerechten Frieden. Und wir m\u00fcssen neu lernen, wie wir Krieg verhindern und kriegerische Konflikte beilegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"20\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Wie k\u00f6nnen wir das?<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"21\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Dazu braucht es tats\u00e4chlich Dialog und Vers\u00f6hnungsbereitschaft. Aber ich f\u00fcge hinzu: auf beiden Seiten. Und das ist die gro\u00dfe Frage mit Blick auf Putin und die russische Regierung: Gibt es dort \u00fcberhaupt echte Gespr\u00e4chsbereitschaft?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"3076\" alt=\"13.08.2025 K\u00f6ln. Besuch von Thorsten Latzel, Pr\u00e4ses der Evangelischen Kirche im Rheinland, zum Redaktionsgespr\u00e4ch mit Gerald Selch (links) und Joachim Frank.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/6ebef2c4-060a-47e5-86ec-c77844555427.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Thorsten Latzel, Pr\u00e4ses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Links im Bild Gerald Selch, Chefredakteur des \u201eK\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Alexander Schwaiger<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"23\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Sie sprachen das Verh\u00e4ltnis zwischen katholischer und evangelischer Kirche an. Auch da einen Sprung aus der Vergangenheit in die \u00f6kumenische Gegenwart. Aus dem Erzbistum K\u00f6ln ist zu h\u00f6ren, das Tischtuch zwischen Kardinal Rainer Woelki und Ihnen sei zerschnitten. Und in der Tat f\u00e4llt auf, dass Sie beide seit Jahren keine gemeinsamen Gottesdienste mehr halten. Wie ist der Stand zwischen K\u00f6lner Erzbischof und rheinischem Pr\u00e4ses? <\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"24\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Also, es gibt regelm\u00e4\u00dfig Treffen der katholischen Bisch\u00f6fe und der evangelischen Pr\u00e4sides. Dazu werde ich selbst bald nach D\u00fcsseldorf einladen, und ich bin mit den katholischen Bisch\u00f6fen in gutem Austausch. Uns als rheinischer Kirche und mir pers\u00f6nlich liegt sehr an einem engen \u00f6kumenischen Austausch. Meine Offenheit daf\u00fcr ist vorhanden.<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"25\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Die rheinische Kirche will im Missbrauchsskandal die Vorg\u00e4nge in ehemaligen Heimen aufarbeiten. Sie haben etwaige Betroffene aufgerufen, sich zu melden?Wie ist da der R\u00fccklauf? <\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"26\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Das kann ich Ihnen noch nicht sagen. Die Meldungen gehen nicht bei uns ein, sondern bei der Beratungsstelle Wei\u00dfer Ring, bei der unabh\u00e4ngigen Ansprechstelle der Landeskirche oder den Vertrauenspersonen in den Kirchenkreisen. Die Studie bezieht sich auf 11 Internate, bei zwei von ihnen sind F\u00e4lle sexualisierter Gewalt bekannt. 2026 soll die Studie vorliegen. Dann wissen wir hoffentlich mehr.<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"27\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Die Heime, um die es geht, wurden teils schon vor Jahrzehnten geschlossen. Etwaige Missbrauchstaten w\u00e4ren l\u00e4ngst verj\u00e4hrt. Wenn Opfer vor Gericht gehen und auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld klagen sollten, w\u00fcrden Sie auf die in Zivilprozessen m\u00f6gliche Einrede der Verj\u00e4hrung verzichten \u2013 um der Gerechtigkeit willen?<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"28\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">F\u00fcr die Anerkennungsleistungen, die wir als Kirche im Rahmen eines unabh\u00e4ngigen Verfahrens zahlen, gibt es von vornherein keine Verj\u00e4hrung. Das Gleiche gilt f\u00fcr disziplinarrechtliche Schritte gegen T\u00e4ter, die bei der Kirche angestellt waren oder sind. F\u00e4lle, nach denen Sie fragen, also Zivilprozesse vor einem staatlichen Gericht, haben wir nicht. Wenn das auf uns zuk\u00e4me und sich die Frage nach der Amtshaftung der Kirche stellen w\u00fcrde, w\u00fcrden wir das im konkreten Fall pr\u00fcfen.<\/p>\n<blockquote class=\"dm-blockquote__quote-text\" data-v-3a231a3f=\"\"><p>Papst Leo XIV. steht auch f\u00fcr ein anderes Amerika.<\/p><\/blockquote>\n<p>Prsses Thorsten Latzel<\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"30\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Papst Leo XIV. ist die ber\u00fchmten 100 Tage im Amt. Wie f\u00e4llt Ihre Bilanz aus evangelischer Sicht aus? <\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"31\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wir haben im April beim Tod von Papst Franziskus mit unseren katholischen Geschwistern getrauert und uns im Mai mit ihnen \u00fcber die Wahl von Papst Leo XIV. gefreut. Seitdem hat er wichtige erste Impulse gegeben \u2013 etwa mit der Betonung des Themas Frieden. Er hat eine gro\u00dfe Weltgewandtheit. Die Internationalit\u00e4t seiner Erfahrungen ist bedeutsam vor allem auch vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten mit der US-Administration unter Donald Trump. Da ist Papst Leo XIV. jemand, der auch f\u00fcr ein anderes Amerika steht. Er strahlt in einer Zeit gro\u00dfer Aufgeregtheit wohltuend Ruhe und Menschenfreundlichkeit aus. Und ich empfand auch die Papstwahl an sich als Hoffnungszeichen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/fc-andacht-im-koelner-dom-stadtdechant-robert-kleine-im-interview-1084256\" class=\"dm-imagefeat__imagecontainer dm-imagefeat relative\" aria-label=\"\" tabindex=\"-1\" data-v-d81621e6=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2667\" alt=\"Das Bild zeigt Robert Kleine, Stadtdechant von K\u00f6ln, auf der Domplatte. Foto: Arton Krasniqi\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"dm-imagefeat__image w-full aspect-square sm:aspect-auto aspect-video\" style=\"aspect-ratio:1;\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/7f893902-305a-4f9d-aed5-cbc5c9014cf7.jpeg\"  \/><\/a><\/p>\n<p class=\"dm-interview-question my-8 dm-article-content-width\" index=\"33\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-0a7b3639=\"\">Wieso das?<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"34\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Es zeigt, wie sehr uralte Rituale auf die Menschen wirken \u2013 und wie wichtig Einzelpersonen als Hoffnungstr\u00e4ger sind. Was der Papst dann konkret leisten kann, muss man dann nochmal sehen. Aber am Beginn seines Pontifikats tritt Leo XIV. als Oberhaupt der weltweiten r\u00f6misch-katholischen Kirche, aber auch als ein Repr\u00e4sentant f\u00fcr den christlichen Glauben insgesamt, ein f\u00fcr Frieden, Vers\u00f6hnung und Hoffnung. Und da hat er, meiner Wahrnehmung nach, tats\u00e4chlich schon Akzente gesetzt. Wobei die \u201e100 Tage\u201c ja mehr eine Gr\u00f6\u00dfe aus dem politischen Raum sind. F\u00fcr uns als Kirchen gelten andere Zeitrhythmen \u2013 im Horizont der Ewigkeit. Gott sei Dank.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Herr Pr\u00e4ses, mit Anspielung auf Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner (CDU) hat der katholische Publizist Andreas P\u00fcttmann j\u00fcngst den Begriff&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":350498,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[3364,29,3405,30,1209],"class_list":{"0":"post-350497","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-duesseldorf","11":"tag-germany","12":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115041345569924807","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=350497"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350497\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/350498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=350497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=350497"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=350497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}