{"id":350706,"date":"2025-08-17T02:50:35","date_gmt":"2025-08-17T02:50:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350706\/"},"modified":"2025-08-17T02:50:35","modified_gmt":"2025-08-17T02:50:35","slug":"trumps-kuerzungen-kommen-us-wissenschaftler-in-die-region-heidelberg-mannheim-mainz-karlsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/350706\/","title":{"rendered":"Trumps K\u00fcrzungen: Kommen US-Wissenschaftler in die Region? &#8211; Heidelberg, Mannheim, Mainz, Karlsruhe"},"content":{"rendered":"<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Donald Trump k\u00fcrzt munter an der Wissenschaftsf\u00f6rderung der USA herum. Das sorgte f\u00fcr Panik unter Forschern und Studenten. Das hat auch Einfluss auf deutsche Universit\u00e4ten.<\/b><\/p>\n<p>Drei von vier US-Wissenschaftlern \u00fcberlegen, das Land zu verlassen. Das war das Ergebnis einer Umfrage im \u201eNature\u201c-Magazin. Das Blatt holte dieses Stimmungsbild seiner Leser ein, kurz nachdem <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Donald Trump\" data-rtr-id=\"4c2d461052e4493568027a1f701a31d1ee4b8779\" data-rtr-score=\"148.12738853503186\" data-rtr-etype=\"person\" data-rtr-index=\"8\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/donald-trump?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> angek\u00fcndigt hatte, weite Teile der Wissenschaft ihre Mittel zu entziehen. Das gilt vor allem f\u00fcr jene Bereiche von Forschung und Lehre, die sich mit Themen auseinandersetzen, die der Regierung nicht passen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem Umweltwissenschaften und Projekte, die sich mit dem unter der US-Rechten gehassten Thema \u201eDiversity, Equity and Inclusion\u201c (DEI), also Gleichstellung, besch\u00e4ftigen. Das, und alles, was die Regierung daf\u00fcr h\u00e4lt, wird erkl\u00e4rterweise abgeschafft. Aber auch medizinische Forschung steht mittlerweile auf der Abschussliste. <\/p>\n<p>Alexandra Witze, die f\u00fcr \u201eNature\u201c \u00fcber die Befragung berichtete, erkl\u00e4rt auf Anfrage, dass gerade Wissenschaftler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, sich besorgt zeigten. Da das Resultat der Umfrage allerdings nicht repr\u00e4sentativ sei, k\u00f6nne man nicht sagen, inwieweit das Ergebnis tats\u00e4chlich die Stimmung im Land widerspiegele. Weitere Befragungen kommen aber zu \u00e4hnlichen Ergebnissen. So gaben vier von f\u00fcnf Befragten einer Erhebung der \u201eNational Postdoctoral Association\u201c im Mai an, dass ihre Arbeit und ihre Stelle gef\u00e4hrdet sei oder ihre Forschung verz\u00f6gert werde.  <\/p>\n<p>Amis an deutschen Unis?<\/p>\n<p>Bislang waren es die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"USA\" data-rtr-id=\"5e61066c54a9df7162329159c04819b77ad9b596\" data-rtr-score=\"88.38167564919156\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"30\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/usa?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a>, die Top-K\u00f6pfe aus dem Ausland in die USA gelockt haben. Mit einer restriktiven Wissenschaftspolitik k\u00f6nnte sich das ins Gegenteil verkehren. Nachfragen bei den Universit\u00e4ten der Region \u2013 <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Heidelberg\" data-rtr-id=\"4ee285cbe1d56f5bc687e4c2c540b9e63653d3e1\" data-rtr-score=\"55.41401273885351\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"12\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/lokal\/heidelberg.html?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heidelberg<\/a>, <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Mannheim\" data-rtr-id=\"8e39f98d121d00ffdaf4f78a2ae2e7dea2653ba7\" data-rtr-score=\"55.26702596766291\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"21\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/lokal\/mannheim.html?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mannheim<\/a>, <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Karlsruhe\" data-rtr-id=\"80c7016b06fa35b3df6c5c0b41fd6df26fb493b1\" data-rtr-score=\"33.086722195002444\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"19\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/karlsruhe?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karlsruhe<\/a>, <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Mainz\" data-rtr-id=\"e3ec7426bbabd4c2629b469564eb0c8ee33bc951\" data-rtr-score=\"33.005879470847624\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"26\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/mainz?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mainz<\/a> und Landau-Kaiserslautern \u2013 ergeben unterschiedliche Stimmungsbilder. An der Universit\u00e4t in Heidelberg w\u00fcrden einige Forscher verst\u00e4rkt von Kollegen aus den USA kontaktiert, um ihre M\u00f6glichkeiten auszuloten, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilt. Auch die Universit\u00e4t Mainz verzeichnet ein gestiegenes Interesse von US-Wissenschaftlern, es gebe bereits konkrete Gespr\u00e4che mit einzelnen Personen. In Mannheim gibt es nach Auskunft der Universit\u00e4t keine wahrnehmbare Ver\u00e4nderung, was Bewerbungen von Professoren und den sogenannten \u201ePostdocs\u201c angeht. Bei den Doktoranden  zeichne sich aber ein leichter Anstieg von US-Bewerbern bei der \u201eGraduate School of Economic and Social Sciences\u201c ab. Am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) beobachte man einem Sprecher zufolge keine gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen. Auch in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Kaiserslautern\" data-rtr-id=\"2e45d766a4c9673ced6978c3c8ae30a2c71428e1\" data-rtr-score=\"5.48015678588927\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"6\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/lokal\/kaiserslautern.html?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kaiserslautern<\/a> ist das nach Angabe der Universit\u00e4t so.<\/p>\n<p>Die Aktionen der Trump-Regierung machen sich auch bei deutschen Wissenschaftlern und Forschungsprojekten selbst  bemerkbar. Wie das KIT auf Anfrage erkl\u00e4rt, steht das Projekt CO-SFSC, bei dem es um nachhaltige Lebensmittel-Lieferketten geht, auf der Streichliste der Amerikaner. Die Forschung sei \u201eDEI\u201c beziehungsweise \u201efortgeschrittene neo-marxistische Klassenkampf-Propaganda\u201c, so die neue US-Lesart. Die Mittel wurden auf Eis gelegt, die US-Forscher konnten somit nicht zu einem Forschungskongress reisen und ihre Ergebnisse vorstellen. Auch die F\u00f6rderung f\u00fcr die KIT-Forscher wurde gesperrt, sie und weitere Projektpartner k\u00f6nnten dann wiederum nicht in die USA reisen. Zudem beschr\u00e4nke die USA Zugang zu Daten im Bereich der Klima- und Umweltforschung, so ein KIT-Sprecher. In Mannheim wurde gerade ein gemeinsames Forschungsprojekt auf US-Seite nach erneuter Pr\u00fcfung wieder freigegeben, nachdem vorher dessen Streichung bef\u00fcrchtet wurde. Auch in Mainz gibt es die Sorge, dass Kooperationen aufh\u00f6ren. Das Heidelberger Rektorat spreche sich mit den Amerikanern ab, um f\u00fcr eine solche, etwaige Zukunft vorzusorgen.<\/p>\n<p>EU will K\u00f6pfe anziehen<\/p>\n<p>Auch die EU-Institutionen d\u00fcrften die Unsicherheit der Wissenschaftsszene auf dem Plan haben. Anfang Mai stellte Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen das \u201eChoose Europe\u201c-Programm vor, mit dem durch F\u00f6rderungen in H\u00f6he von 500 Millionen Euro Wissenschaftler und weitere Fachkr\u00e4fte nach Europa gelockt werden sollen. Auf der Website der EU-Kommission zum Programm werden gerade Wissenschaftsfreiheit, Stabilit\u00e4t und verl\u00e4ssliche Finanzierung hervorgehoben. Diese 500 Extra-Millionen sind ein Zusatz zum \u201eHorizon Europe\u201c-Etat von 93,5 Milliarden Euro, der von 2021 bis 2027 auch f\u00fcr l\u00e4nder\u00fcbergreifende Forschungsprojekte zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Ob Geld allein ausreiche, um Wissenschaftler aus den USA anzuziehen, sei fraglich, wie die Universit\u00e4t Mannheim mitteilt. \u201eGerade die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden, die in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Deutschland\" data-rtr-id=\"6c48d7d5b099c64b41367070a52ae27833560fd5\" data-rtr-score=\"6.0374816266536\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"9\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/deutschland?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a> bekannterma\u00dfen hoch sind, \u00e4ndern sich durch das Programm vermutlich nicht. Es bleibt daher abzuwarten, ob es in Deutschland Erfolg zeigen wird\u201c, so eine Sprecherin. Das KIT sch\u00e4tzt die Erfolgschancen des Programms hoch ein, das Programm biete \u201ePerspektiven, die in den USA nicht mehr existieren\u201c, sagte ein Sprecher. Heidelberg begr\u00fc\u00dfe das Engagement, k\u00f6nne aber mehr noch nicht einsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p> Was allerdings jetzt schon gilt: Studierende aus dem Ausland wenden sich vermehrt an deutsche Universit\u00e4ten und die in der Region. Das teilten die Universit\u00e4ten in Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe jeweils separat mit. Das k\u00f6nnte an der erh\u00f6hten Anzahl an englischsprachigen Studieng\u00e4ngen liegen und daran, dass der Standort USA an Attraktivit\u00e4t verliert, so das KIT. Das komplette Ausma\u00df all dieser Trends k\u00f6nne man aber auch hier erst in einiger Zeit sehen \u2013 da sind sich die Universit\u00e4ten einig.<\/p>\n<p class=\"rhp-closing-headline\">Info<\/p>\n<p class=\"rhp-closing-credits\">Dieser Artikel stammt aus der RHEINPFALZ am SONNTAG, der Wochenzeitung der RHEINPFALZ. Digital lesen Sie die vollst\u00e4ndige Ausgabe bereits samstags im E-Paper in der RHEINPFALZ-App (<a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=de.rheinpfalz.android\" target=\"_blank\" class=\"external-link-new-window\" title=\"\" rel=\"noopener\">Android<\/a>, <a href=\"https:\/\/apps.apple.com\/us\/app\/rheinpfalz-app\/id1141845611?l=de&amp;ls=1\" target=\"_blank\" class=\"external-link-new-window\" title=\"\" rel=\"noopener\">iOS<\/a>).  Sonntags ab 5 Uhr erhalten Sie dort eine aktualisierte Version mit den Nachrichten vom Samstag aus der Pfalz, Deutschland und der Welt sowie besonders ausf\u00fchrlich vom Sport.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Donald Trump k\u00fcrzt munter an der Wissenschaftsf\u00f6rderung der USA herum. 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